Wie rechnet man die Effektivität einer angewinkelten Panzerplatte aus?

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4 Antworten

Das wird über sinus bzw. cosinus ausgerechnet. Wenn ein Geschoss senkrecht auf die Platte trifft, muss es die Dicke der Platte überwinden.

Steht die Platte aber schräg, muss das Geschoss schräg durch die Platte durch und dieser Weg ist deutlich länger. Bei einem Winkel von 45° ist der Weg z.B. um Wurzel2, also etwa 1,4 mal länger, als die Dicke der Platte (Pythagoras, rechtwinkliges Dreieck).

Bei einer Dicke von 40 mm wäre also der Weg des Geschosses 1,4 * 40 mm = 56 mm. Je flacher die Platte steht, umso länger wird der Weg. Durch die Schrägstelung wird zusätzlich der Effekt erreicht, dass viele Geschosse nur abgelenkt werden und gar nicht in die Platte eindringen.

Jackie251 20.07.2017, 10:58

Bei der genannten Ablenkung ist die Frage entscheidend, in welcher Technologieebene man sich befindet.

Für den genannten T34 und damit das technische Niveau des 2. Weltkrieges, ist die Ablenkung von Geschossen gegeben.
Bei heutigen Waffen gibt es diese Ablenkung quasi nicht mehr.

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1.)
Die Idee eine Länge zu berechnen indem man eine Länge (mm) und
einen Winkel (°) addiert, darf nichtmal einem Realschüler passieren, da
hier sofort erkennbar ist, dass die Einheiten nicht zusammenpassen.

Das erkennt auch ein Blinder am Trivialen versuch:
Man nimmt eine 1 mm Dicke Panzerplatte, dreht diese um 360° und hat eine 361 mm dicke Platte, die aber nur soviel kostet wie eine 1 mm Dicke Platte...

2)
Das eine Platte, horizontal immer "dicker" wird, desto schräger man sie stellt, ist einfachste Geometrie.
Im Extremfall liegt die Platte irgendwann (Winkel 90°) und dann ist aus ihrer Länge die "Dicke" geworden.
Dafür
ist dann auch der Dicke auch die neue Höhe geworden, weshalb diese
Anordnung bei gleicher Panzerungsmasse auch nicht mehr Panzerschutz
bieten kann - wenn man den gleichen Raum panzern will.

3) Die Härtung des Stahls spielt sehrwohl eine Rolle, auch wenn die Entscheidende Härte eher von Keramiken und nicht vom Stahl her rühr.
Und nein man legt nicht mehrere Schichten Panzerplatten übereinander sondern man Kombiniert verschiedene Materialien und Geometrien.
Das nennt sich Verbundpanzerung.
Eine reaktive Panzerung enthält ihrerseits Sprengstoff, das hat nichts mit vielen Schichten Panzerplatten zu tun.

Ich fürchte, so einfach ist das nicht. Da spielen ein paar mehr Faktoren eine Rolle.

Insbesondere Form, Material, und Geschwindigkeit und Art (massiv, Hohlladung etc.) des Projektils.

DieMelanie 20.07.2017, 10:25

Man kann es ja auf ein definiertes Einheitsprojektil herunter rechnen und so die relative Güte der Panzerung in einer bestimmten Anforderungs-Klasse angeben.

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z.B. 40mm+30°=70mm

Alter, bist du besoffen oder einfach nur unterirdisch schlecht im Mathe? :D

Ein bisschen mehr Kontext wäre hilfreich. Ich kenne die Panzerplatte nur als Keks von der Bundeswehr. Mittlerweile sind die aber lange nicht mehr so hart wie früher.

JonasMller 20.07.2017, 10:34

1. Nein bin ich nicht, ich geh noch zur Schule (Gymnasium)

2. Ich kenn mich in diesen Gebiet noch nicht so gut aus (Physik, Formeln)

Ich hab letztens einfach nur eine Doku über den T-34 gesehen, weil ich mich sehr für Panzer interessiere und dort wurde erklärt, dass durch das Anwinkeln der 40mm Platte der Wert auf 70mm gestiegen ist.

3. Die härte der Panzerung spielt heutzutage keine Rolle mehr. Man nutzt heutzutage mehrere Schichten von Panzerplatten, (Reaktivpanzerung).

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JonasMller 20.07.2017, 10:59

"Ein bisschen mehr Kontext wäre hilfreich", ein Panzer mit einem Kaliber con 7,5cm (z.B. Panther) schießt mit ein AP Geschoss aus 500m Entfernung frontal auf eine 40° angewinkelten 40mm Platte. Es ist Windstill, sonnig, 30°C und das Geschoss fliegt mit einer Geschwindigkeit von 350m/s.

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