Wie reagierten die Juden auf den Wahlerfolg der Nationalsozialisten?

4 Antworten

Zunächst mal kaum, denn viele nahmen seine Propagandaspruche nicht ernst. Von den 564.000 Juden, die 1932 in Deutschland lebten, waren bis Anfang 1938 nur etwa 130.000 ausgewandert. Viele, besonders ältere, wollten nicht ihre Heimat aufgeben und ein ungewisses Flüchtlingsschicksal im Ausland auf sich nehmen. Auch war die Aufnahmebereitschaft im Ausland gering. Die Emigration nach Palästina wurde von der britischen Besatzungsmacht nur beschränkt zugelassen.

Erst nach der Reichskristallnacht im November 1938 setzte eine Massenflucht aus Deutschland ein. Etwa 150.000 Juden haben noch 1938/39 das Reich verlassen. Die Zurückgebliebenen wurde nach Kriegsausbruch nach Polen deportiert, wo die meisten später den Vernichtungsaktionen zum Opfer fielen.

verschieden. "Die" Juden sind und waren keine homogene Gruppe.

Es gab Leute, die wussten, dass sie unmittelbar gefährdet sind, z.B Alfred  Kerr, die sind noch vor den Wahlen im März geflohen, denn unmittelbar nach den Wahlen fanden erste Razzien gegen Gegner der Nazis statt.

Andere Beispiele (von Leuten, die nicht sofort geflohen sind) findest du z.B in den Biographien von Hannah Arendt, Lilly Palmer, Bruno Bettelheim, Ralf Giordano, Charlotte Knobloch u.v.a.

so was kann man nicht verallgemeinern.

Es gab durchaus auch positive Reaktionen von Juden.

Nur mal als Beispiel Else Ury, die Autorin der bekannten Nesthäkchen Kinderbücher. Die dachte, wie viele andere auch, daß Hitler die Probleme die es zu der Zeit gab beenden könne und es so eine bessere Zukunft geben würde.

https://de.wikipedia.org/wiki/Else_Ury#Zeit_der_Verfolgung

Hitlers Machtergreifung wurde von vielen, auch von in ihrer politischen Anschauung gemäßigten Menschen begrüßt. Auch Else Ury zeigte in ihrem letzten, 1933 veröffentlichten Roman Jugend voraus! sehr chauvinistische, dem Sprachduktus der Nationalsozialisten ähnelnde Töne und Inhalte.

Marianne Brentzel schrieb ein Buch über Else Ury, darin schreibt sie:

„Else Ury war eine unpolitische, konservative Frau des deutschen
Bürgertums, die mit großer menschlicher Anteilnahme das Massenelend der Arbeitslosigkeit sah und im Sog der Massenbegeisterung Hitler für eine
mögliche Lösung aus der tiefen Staatskrise hielt. Sie hat 1933 die Augen
vor der politischen Wirklichkeit verschlossen, wie sie es vor den
Geschehnissen im öffentlichen Raum ihr ganzes Leben getan hat. Sie hat
einmal mehr der heilen, deutschen Familie ein Denkmal setzen wollen.“

Im gleichen Wikipediaartikel steht noch was interessantes drin, was man auch nicht vergessen sollte:

Die Entrechtung der Juden im nationalsozialistischen Deutschen Reich erfolgte schleichend. In den zwölf Jahren der NS-Diktatur wurde kein einheitliches Judengesetz erlassen, sondern eine Vielfalt von über 2.000 Gesetzen und Erlassen, die bis 1941 die Juden in Deutschland schrittweise rechtlos machten.

Es stimmt, Hitler hat bereits 1926 in "Mein Kampf" geschrieben, daß die Juden der Feind wären. Ich weiß nicht, ob er auch direkt über die Ausrottung aller Juden geschrieben hat, aber: schon damals haben ja Politiker vor der Wahl Sachen angekündigt und sie dann doch nicht umgesetzt. Von daher dachten bestimmt viele, daß es doch nicht so schlimm werden würde, wie er es vorhersagte.

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