Wie reagiert man auf einen Hundeangriff, wenn man kein Pfefferspray mit hat?

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Zunächst mal: Diese Fragen sind jedesmal ziemlich sinnlos. Ich hab jetzt seit 11 Jahren relativ viel mit Hunden im Tierschutz zu tun und habe nur sehr selten erlebt, dass ein Hund überhaupt mal einen Menschen angegriffen hat - das war allerdings auch jedesmal in einer kontrollierten Situation (d.h. alle Beteiligten wussten, dass der Hund hochaggressiv ist und auch angreifen könnte) und bei diesen Fragen melden sich jedesmal irgendwelche Leute, die angeblich schon dutzende Hunde mit irgendwelchen Schwitzkastengriffen oder Schlägen auf die Schnauze zur "Räson" gebracht haben wollten. Vielleicht liegt´s ja daran, dass meine Großeltern und Eltern früher mit richtigen scharfen, Wachhunden genauer gesagt 60kg HSH zu tun gehabt haben - mir wurde jedenfalls noch nie gesagt, dass ich dem Hund einfach mal "in die Augen pieksen" müsse. Mir wurde gesagt, dass ein respektvoller Umgang mit einem Hund immer noch das sicherste ist und dass ich einem aggressiv wirkenden Hund am besten signalisieren sollte, dass ich nichts von ihm will.

Meiner Erfahrung nach, haben die meisten Leute sowieso gar keine Ahnung wie ein aggressiver Hund überhaupt aussieht. Der Hund knurrt drohend - die Leute denken, er will sie zerfleischen. Der Hund bellt abwehrend - die Leute denken, der will sie zerfleischen. Der Hund kommt freudig bellend auf sie zugerannt - Oh nein, der will sie zerfleischen. Und in so einer Situation verhalten sich die meisten Menschen einfach grundlegend falsch. Denn dabei sollte man einfach nichts anderes tun, als die Ruhe zu bewahren sich wegzudrehen, nicht wegzurennen und einfach langsam aus der Gefahrenzone zu entfernen.

Also nochmal: Wenn ein ausgewachsener großer Hund einen wirklich angreifen will, dann hast du kaum eine Chance irgendwas zu tun. Jeder erfolgreiche "Nackengriff" und Augenpiekser funktioniert vielleicht bei einem Hund der einen eigentlich nur vertreiben oder hetzen wollte. Aber nicht bei einem Schäferhund der dir mit Anlauf ins Gesicht springt mit der Absicht dir die Kehle durchzubeißen - Jedes Mal wenn ich Fragen zu diesem Thema lese, frage ich mich woher auf einmal die ganzen Jackie Chans kommen, die mal eben so nen Hund auf´s Kreuz legen. Einem Hund der einem auf diese Weise aggressiv begegnet, begegnet man am besten selbst mit Selbstsicherheit. So ein Hund lässt sich meist schon am besten dadurch irritieren, wenn man sich ihm gegenüberstellt und ordentlich brüllt - aber dazu muss man erstmal erkennen können ob der Hund tatsächlich konfrontativ auf einen zukommt oder wie es meistens vorkommt, einfach nur defensiv aggressiv ist.

Ich gebe zu, dass es natürlich auch mal dazu kommen kann, dass man auf einen Hund trifft der schlichtweg irre ist - schießlich können Hunde genauso wie Menschen auch einfach mal irre sein. Speziell Hunde die schlecht oder falsch behandelt werden und wurden können unberechenbar sein. Aber ich bezweifle, dass es irgendjemandem irgendwas bringt, wenn man hier irgendwelche Tipps gibt, wie die Faust in die Kehle zu rammen. Solche Tipps können die meisten sowieso nicht anwenden und im Ernstfall können sie dazu führen, dass irgendwelche Leute dann meinen sich vermeintlich heldenhaft auf nen Hund stürzen zu müssen und damit die Lage dann noch verschlimmern.

Hallo,

zunächst mal mit Pfefferspray glaub ich nicht das das funktionieren kann, wer schonmal gesehen hat, wenn 2 hunde sich richtiig beissen, ich habe mal gesehen wie eine deutsche dogge einen riesenschnauzer totgebissen hat, kann sich vielleicht denken das Pfefferspray einfach nix bringen kann, da die Schmerzgrenze bei einen Hund völligst anders ist. Ich habe viele Jahre im Tierheim mitgeholfen, es kamen da Staffs, Pits und Rottis an die in Hundekämpfe gekämpfrt haben, einigen fehlten Ohren, teile vom Schwanz, teile von der Lefze, zerissene Pfoten usw . Aber diese Tiere haben tortz schlimmsten Verletzungen weitergemacht.

Wir haben im Tierheim das immer so gehandgehabt mit besonders schwierigen Hunden das man immer einen dicken Holzklotz beihat. Bei einen Beissvorfall wird der so tief wie es geht in die Schnauze reingeschoben, grad bei Staffs, Schäferhunden und co die sich festbeißen klappt das ganz gut, weil sie das Maul nicht mehr öffnen können um das ding auszuspuken. Bei kleineren Hunden kann es helfen sich drauf zu stürzen ihn im Nacken festzupacken, sich draufzuhocken und auf Hilfe zu warten. Wichtig ist hier wirklich das man sih hilfe ranholt, so das einer vorne die schnauze zb zubindet und einer vielleicht mit den Würgehalsband den hund mit ner leine am nächsten Baum/Zaun/Laterne sichert. Weil würd man ihn so loslassen wieder kann man von ausgehen das der hund sich umdreht und zupackt. Hatte das schon im Tierheim einmal gemacht., da hat ein Bullterrier-Schäferhund-mix ein 14jähtriges Kind gebissen, bin da hinggestürmt hab ihn zielgenau in den nacken gepackt und sofort mit ganzen Körpergewicht runtergdrückt, nur hab ich den Fehler gemacht das ich ihn zu früh losgelassen hatte, so hatte ich auch ein paar löcher in meiner hand. Aber ich bin ne Frau, nicht sonderlich stark hab es aber trotzdem geschafft, von daher denke ich das es ne gute Art ist erste Hilfe zu leisten.

Bei sehr großen Hunden wie Kangal und Co weiß ich leider auch kein rat, da sie mit 80-120 kg ja nun auch ein mehr enrstzunehmender Gegner sind als ein Stafff mit 25kg...da hilft nur noch rennen und klettern zb aufen nächsten Baum ;) Evlt würd hier en elektroschocker helfen, aber ich möchte nicht die erste sein die es probiert ;)

Ansonten nicht von Youtube Videos kirre machen lassen, die Wahrscheinlichkeit Opfer eines Beißvorfalles zu werden is eben doch geringer als man denkt. habe zb 5 Jahre im Tierheim alle möglichen rassen ausgeführt, von Staff bis Bernhardniner bis Dackel. Ich wurde in den 5 Jahren nur 2mal gebissen und das war einmal ein Dackel und einmal der Bullterrier-Mix. Von daher, ist es so als würde man sich schonmal vorbereiten wollen falls man draußen doch mal vom Blitz erschlagen werden sollte.... ;) und wichitg wenn man Opfer wird, bitte den vorfall an die zuständigen Stellen melden, um eben zu verhindern das das nochmal passiert. Denn in den meisten fällen sind es ja die halter die den hund so hergerichtet haben das andre Menschen beisst, für mich ist das nichts anderes als wenn die mit gezogner Waffe durch den Park laufen. Und das gehört nunmal verboten...

wenn du nur glaubst, daß pfefferspray nix bringt, warum sparst du dir den satz nicht einfach? vor allem wenn du es nie ausprobiert oder erlebt hast?? pfefferspray bringt sehr wohl etwas, und zwar sofort und auch bei listenhunden! schonmal eingeatmet, das gas? da gehts nicht um schmerzen, sondern es bleibt einem schlicht die luft weg... und zwar heftigst.

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@aotearoa01

Ja sicher Pfefferspray ist ja auch ein Wundermittel.......nein ich kenne mich nicht mit tierquälenden Sachen aus, ich kenne mich mit Hunden aus, und bin der Meinung in 5 Jahren Tierheimzeit, genug gelernt zu haben um zu Wissen das das nicht klappen kann. Meinen sie denn ernsthaft das ein Hund der sogar weitermacht, wenn ihm ein Ohr abgerissen wird wegen etwas brennen in der Nase aufhört??? Das ist sehr optimistisch, man darf auch die Wirkung von Pfefferspray auf den Menschen nciht mit einen hund vergleichen. Wir hatten im Tierheim Hunde die von echten Hundekämpfen kamen, die waren alle so durch das die so lange in die Gitterstäbe reingebissen haben bis die ganze Schnauze offen war und geblutet hat. Die nehmen dann auf gar nix mehr Rücksicht. Die meisten Tiere mußten zudem eingeschläfert werden weil die Verletzungen zu groß waren oder die psyche des Hunde unwiderbringlich zerstört war. Es ist immer was anderes ob man von einen sozialisierten Hund gebissen wird oder von einen scharf gemachten. Haben sie es denn schon in Echt probiert???? Wenn ja okay, dann lass ich das mal so stehen....

Und was ist wenn man sich selber das pfefferspray durch einen windzug ins gesicht donnert?? ich meine das würde die chancen auch nicht grad erhöhen, da der mensch sicher sensibler drauf reagiert als der Hund. Ich kann davon einfach nur abraten, sorry.....

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@jww28

ja, schon probiert. einmal. das wünscht man sich nicht. und ohne wäre mir lieber, nur bei der sache ging es nicht anders. ja, es wirkt sofort, bei allen hunden, die in die beisserei verwickelt waren, die auch ohne ohr weitergemacht hätten.. und ja, ich habe im windzug gestanden. etwas brennen??? herrliche untertreibung. 5 sek später gek..zt.! und nein, als tierquälerisch würde ich das in SO einer situation nicht beschreiben. soll ich mich lieber beissen lassen als eine massnahme zu ergreifen, die SOFORT wirkt und nach einer halben stunde vergessen ist?? soviel dazu. und ja, mein leben lang hunde, davon die letzten zehn im tierschutz aktiv vor allem mit problemhunden.. übrigens ist es PFEFFER, keins von diesen chemikaliengedönssprays. einfach nur pfeffer... aber der wirkt.

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Wenn er auf die zuläuft, den HUnd nicht ansehen und einfach den Blick grade aus gerichtet zügig weitergehen als würdest du ihn nicht bemerken. Wenn er trotzdem aggressive Körpersprache zeigt (Der Hund wird dir fast immer vorher sagen, dass er dich angereifen wird! z.b. durch aufgestellte NAckenhaare, Knurren, geflätschte Zähne,...) nicht weglaufen! Je nachdem, wie zielstrebig der Hund bei seinem Angriff ist (meistens zögern sie um die Lage erst mal einzuschätzen'), kann man den Besitzer um Hilfe bitten. Wenn das nicht geht, selber versuchen, Autorität zu bekommen (Rufen, sich groß aufbauen). Als letzer Ausweg, wenn es schon zu spät ist und der Hund angreift, ist natürlich die physische Gewalt zu sehen. Da ist alles erlaubt. Im Idealfall bekommt man den Hund im Nacken zu packen (Hand wirklich in die Hautfalte dort hineinwinden und so die Haut derart straff ziehen, dass der Hund den Kopf nicht drehen kann um in den Unterarm zu beißen) und drückt den Hund zuboden. Dann fixiert man das Tier indem man sich einfach drauflegt (NACKEN NICHT LOSLASSEN!) bis Hilfe kommt oder sich das Tier wirklich ganz beruhigt hat! :-)

die völlig sinnfreie frage handelt davon, dass der hund sich schon festgebissen hat...?!

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@Paarthurnax

okay, sinn macht sie für denjenigen, der sich in einer solchen situation befindet. das passiert mit "kampf"hunden aber selten, viiiel häufiger mit anderen rassen. deshalb mag ich solche fragen nicht, die nur auf die ach-so-bösen "kampf"hunde abzielen, als wenn das täglich passieren würde.. diese rassen wurden jahrhundertelang darauf gezüchtet, eben nicht den menschen zu beissen, der sie aus dem kampf rauszieht.

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