Wie reagiert ihr bei Werbeanrufen am Telefon?

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13 Antworten

Verkaufe Du denen doch eine Lebensversicherung über einen befreundeten Versicherungsvertreter (oder sonst was), so nach dem Schema: "Ach, schon wieder so eine, die damit ihr Geld verdienen muß! Sie Tun mir aber leid! Möchten Sie nicht auch schnell reich werden, um diesen blöden Job endlich an den Nagel hängen zu können? Ich hätte da einen wirklich guten Tip, schon von vielen guten Freunden erfolgreich umgesetzt ..."

Werbung per Fax, E-Mail, Anruf oder SMS

Seit das Internet und E-Mail sich etabliert haben, hat auch die Werbung diesen Bereich für sich entdeckt. Immer öfter wird Werbung per E-Mail, sowohl individuell als auch massenhaft, versandt. Leider handelt es sich in den meisten Fällen um unerwünschte Nachrichten.

Nach ständiger, aber nicht einhelliger und schon gar nicht unwidersprochener, Rechtsprechung ist auch die unverlangte Werbung mittels E-Mail, Telefax, SMS oder Werbeanruf sowohl an Privatpersonen als auch an Unternehmen unzulässig, und zwar auch und gerade dann, wenn sie zur Aufnahme eines erstmaligen geschäftlichen Kontaktes dient.

Handelt es sich beim Empfänger einer unaufgeforderten Werbe-E-Mail jeweils um einen Gewerbetreibenden, ist zudem einen Eingriff in den eingerichteten und ausgeübten Gewerbebetrieb zu bejahen. Der Gewerbetreibende hat dann einen Unterlassungsanspruch aus §§ 1004, 823 Abs. 1 BGB gegen den Absender. Ein Wettbewerbsverstoß nach § 1 UWG muss nicht zugleich gegeben sein, wenn Absender und Empfänger in völlig verschiedenen Branchen tätig sind, so dass jeglicher Wettbewerb fehlt. Eine Eigentumsverletzung aus § 823 Abs. 1 BGB lehnt selbst das strenge LG Berlin in diesem Fall mit der Begründung ab, der Empfang einer unerwünschten E-Mail beeinträchtige keine materiellen Güter, sondern lediglich Zeit, Arbeitsaufwand und Speicherplatz des betroffenen Empfängers bzw. Computers. Diese Aspekte würden als Vermögensbestandteile jedoch, anders als bei der Telefaxwerbung, bei der das Eigentum an Papier und Toner regelmäßig betroffen sei, nicht dem Eigentumsschutz unterfallen.

Von einem stillschweigenden Einverständnis kann hier – anders als bei Werbung per Post – grundsätzlich nicht ausgegangen werden, insbesondere dann nicht, wenn keine besonderen, aus der Sphäre des Adressaten stammenden Umstände vorliegen, die es für den Adressaten erwünscht erscheinen lassen, die Werbung gerade per E-Mail anstatt per normalem Brief zu erhalten. An einem E-Mail-Postfach bzw. Telefon oder Faxgerät kann man eben keinen Hinweis anbringen. Bei Unternehmen können solche besonderen Umstände vorliegen, sofern der Werbende die begründete Vermutung haben darf, sein Angebot sei für das Unternehmen von Interesse. So kann ein medizinischer Fachbuchverlag seine Produkte Ärzten anbieten.

Werbung per Newsletter oder in anderen o.g. Varianten ist ebenfalls grundsätzlich verboten, solange der Empfänger nicht sein Einverständnis erklärt hat. Einverständnisse in AGB sind nach herrschender Rechtsprechung idR unwirksam. Aber auch ein einmal wirksam erklärtes Einverständnis gilt nicht bis in alle Ewigkeit.

Voraussetzung für die Unzulässigkeit der Zusendung der unverlangten Werbung per E-Mail ist jedoch immer, dass der Empfänger mit der Zusendung nicht einverstanden ist. Dabei trägt der Absender die Beweislast für das Bestehen eines Einverständnisses. Die Tatsache, dass ein Nutzer seine E-Mail-Adresse freiwillig in ein für jedermann zugängliches E-Mail-Verzeichnis hat eintragen lassen, führt aber auf keinen Fall zu der Vermutung, er sei mit der Zusendung von Werbung per E-Mail einverstanden.

Die Betroffenen können sich mit der vollen Härte des Gesetzes gegen die Absender wehren. Sofern die Betroffenen Anwälte einschalten, können diese Abmahnungen teuer werden. Ferner besteht nach deutschem Datenschutzrecht ein Auskunftsanspruch des Betroffenen; der Absender muss offen legen, woher er die Betroffenendaten hat und an wen er sie weitergegeben hat.

Diese Anrufe nerven mich enorm. Am schlimmsten finde ich, wenn man abends schön gemütlich zusammensitzt und dann kommen diese Anrufe. Meist lege ich wortlos auf. Allerdings hatte ich mal eine sehr hartnäckige Dame an der Strippe, die hat mehrmals hintereinander angerufen und immer wieder gefragt, warum ich so unhöflich sei und auflege. An diesem Tag hatte ich Geburtstag und das Haus voller Gäste. Ich war ganz schön wütend und habe das so nach dem 5. Anruf zum Ausdruck gebracht.

Ich ärgere mich sehr über Anrufer (ohne Nummernfreischaltung), die sagen, sie wären von einer Firme, die ich nicht kenne und behaupten, ich hätte vor längerer Zeit bei einem Wettbewerb mit gemacht, was ich nicht habe. Meist hilft es dann, wenn ich sage, ich sage nichts am Telefon zu und kaufe auch generell nichts über die Leitung. Es gab bisher nur einen (!) Anbieter, der mir anbot, Infos per Post zukommen zu lassen (wollte ich aber auch nicht).

ich bin da richtig unhöflich geworden, seit wir mal irgendwo falsch unsere Nummer hergegeben haben und lege einfach auf ohne Worte! Das wirkt übrigens sehr gut - auch wenn es wirklich nicht die feine Art ist... vinoveritas

Ich sage in meisten Faellen sofort dass ich keine Zeit habe. Versuche dabei eine freundliche Stimme zu haben, weil die Menschen es, leider, beruflich machen muessen.
Es ist mir aber immer schwieriger nett und freundlich am Telefon zu wirken, da es mich ziemlich nervt.

Ich reagiere unterschiedlich: Bei den vielen Anrufen betreffs Telephon-Tarif-Änderungen und Providern sage ich immer, dass mir das egal ist, wieviel ich bezahlen muss, da das alles von meinem Arbeitgeber bezahlt wird und ich deshalb bei der Teledumm bleiben muss. Bei Lotto und anderen Glücksspielen sage ich, dass ich Glücksspiele unmoralisch finde. Und bei allem anderen führe ich an, dass ich vor kurzem einen schweren Autounfall hatte und gaaaaanz viel Geld zahlen muss und deshalb nix mehr überhabe.

Also, wenn ich grad nichts besseres zu tun habe, zeige ich mich solang ich kann interessiert usw. und wenn mir dann die Fragen ausgehen, sag ich dann, dass ich doch kein Interesse hätte und man merkt meistens direkt, wie pampig sie werden. Ist aber auch verständlich.

Naja, noch mal rufen sie aber bestimmt nicht an :)

Gruß, sqYpe

Also - ich habe mir von der Telekom das Sicherheitspaket zugelegt, mit dem ich insgesamt 40 Rufnummern für weitere Anrufe sperren kann. 20 bekannte und 20 unbekannte Nummern; bei den unbekannten Nummern lege ich nach dem Anruf auf und hebe wieder ab und gebe einen bestimmten Code ein und lege wieder auf. Danach belästigt mich der Anrufer nie wieder - er bekommt eine Bandansage bei weiteren Anrufen, und ich merke davon gar nichts. Eine feine Sache.

20 Nummern sind aber nicht wirklich viel, da ja schon jede Call-firma sicher einige dutzend davon hat. Und Firmen gibts sich auch mehr als man irgendwo speichern kann...

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@Mismid

Da hoffe ich aber, dass die mich nicht alle anrufen...

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Auch ich war bisher immer freundlich - man will ja keinem direkt auf den Schlips treten. Aber inzwischen habe ich das abgelegt. Die Anrufer sind Dienstleister, die genau wissen, worauf sie sich einlassen. Das Geschäft ist knallhart und es geht um Abschluss.

Daher mach' ich es inzwischen so wie occident. Kreativität und Langzeitinvestition sind pure Verschwendung.

Shag d'Albran

Die Anrufer sind nicht die Dienstleister - das sind 'nur' arme Sachbearbeiter die anrufen müssen um ihr bischen Gehalt zu verdienen - auch wenn der Anruf nervt sollte man die Menschen höflich abfahren lassen.

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Hast Du gut gemacht!

Bei mir geht das so: (Die fangen ja sofort an Dir die Ohren voll zu sabbeln.) Entschuldigen Sie bitte, ich möchte nicht unhöflich erscheinen (weil ich ja mitten drin unterbreche), aber ich habe kein Interesse an Ihren Produkten (oder Umfrage). Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Tag. Klack.

Auch an der Haustür sind die nervig.letztes mal sagte ich ich habe kein Interesse. Da redete der einfach weiter.Ichfragte ihn dann was er an "NEIN" nicht verstanden hätte.Er redete weiter.Während er redete sagte ich fortwährend "nein,nein,nein...." Da fragt der mich doch echt, warum ich jetzt unhöflich werde.Da Hab ich gesagt:"Guter Mann ,ich bin nicht unhöflich, sie sind einfach nur penetrant." Tür zu.

Deine Antwort war ja wirklich ein Hammer. Du brauchst eigentlich keine Anleitungen. Bei mir lautet die Antwort völlig fantasielos: Danke kein Interesse. Guten Tag. Klack.

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