Wie reagieren, wenn man mit dem Auto nicht mehr ausweichen und bremsen kann und eine Kollision unvermeidlich ist?

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14 Antworten

auf die enge kurve fahre ich nur so schnell zu, dass ich noch bremsen könnte.

ich betätige mehrmals kurz die bremse um nachfolgende autofahrer auf mein langsamer werden aufmerksam zu machen.

ich lege mein mobiltelefon weg, schraube die geränkeflasche zu, mache die musik leiser und stecke mein angebissenes brötchen wieder in die tüte (und lege diese auf den beifahrersitz). erst dann betätige ich die zündung und fahre los.

ich halte genug abstand zu dem vorausfahrenden fahrzeug. wenn der verkehr sehr dicht ist, benutze ich die mittlere oder die linke spur. auf der rechten spur zwischen den lkw haben pkw bei hohem verkehrsaufkommen nichts zu suchen  - zu gefährlich.

wenn möglich verlasse ich die autobahn bei der nächsten ausfahrt und benutze die landstrasse.

übrigens passt zwischen linke spur und leitplanke auf deutschen, französischen und niederländischen autobahnen locker ein normaler personenwagen. die lücke ist also da. und im notfall hätten wir da noch die standspur...

was das bremsen selber betrifft - das auto wird gradegerichtet. dann wird volles pfund das pedal bis auf den asphalt gedrückt und die handbremse angezogen. notbremsung beim fahrsicherheitstraining zeigen lassen.

ich hab schon mal ein paar gerade eingefahrene transporterreifen bei einer einzigen notbremsung bis auf den stahlgürtel runtergehauen. die spur hat man ein jahr später noch auf der strasse gesehen.

wer wie ein vollidiot auf eine unübersichtliche stelle zufährt, dem gehört eine vorladung zu einer mpu zugeschickt. abteilung: zum führen eines kraftfahrzeuges nicht geeignet...

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Kommentar von oelbart
02.09.2016, 21:58

ich lege mein mobiltelefon weg, schraube die geränkeflasche zu, mache die musik leiser und stecke mein angebissenes brötchen wieder in die tüte (und lege diese auf den beifahrersitz).

Ich hatte bis zum nächsten Satz das Bild im Kopf, dass Du das machst, wenn vor Dir plötzlich ein Stauende auftaucht. Made my day

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Kommentar von ronnyarmin
02.09.2016, 22:05

Wozu soll die Handbremse angezogen werden? Blockierende Hinterräder führen zum Ausbrechen des Fahrzeugs.

Ausserdem bleiben in einer solchen Situation beide Hände am Lenkrad.

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Kommentar von holgerholger
03.09.2016, 09:31

Na, Ponyfliege, das wird so nix. Selbst bei viel Verkehr gehören langsame PKW auf die rechte Spur, wenn sie nicht schneller als die LKW fahren. Und wer bei einer Vollbremsung noch die Handbremse zieht, verhindert, daß sein ABS an der Hinterachse arbeiten kann, dadurch blockieren die Hinterräder und der Wagen bricht aus. Nebenbei: Die Fußbremse reicht aus, um eine Bremskraft aufzubauen, die die HAftung der Reifen übersteigt, mit Handbremse bremst es sich nicht stärker.

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Die restliche Strecke ist zu kurz, um das Auto allein mit den Bremsen zum Halten zu bekommen und eine Kollision ist unvermeidlich.

Wenn das so ist, hättest Du nicht mit 130 um die Kurve fahren dürfen - denn auch auf Autobahnen und auch ohne ausdrückliche Geschwindigkeitsbegrenzung gilt (nach StVO §3(1) Satz 4) immer:

Es darf nur so schnell gefahren werden, dass innerhalb der übersehbaren Strecke gehalten werden kann.

Ansonsten: Wenn eine Kollision wirklich unvermeidlich ist, würde ich persönlich vermuten: Am besten möglichst frontal / mittig auf den vorderen Wagen auffahren - dann hat man zum einen die größtmögliche Fläche, um die Aufprallenergie abzubauen, und zum anderen ich glaube auch, dass der "gerade Stoß" von hinten für die Insassen des vorderen Fahrzeugs (dank Kopfstützen etc.) weniger Gefahren birgt ist als irgendwelche Rotationen, die durch einen stark versetzen Aufprall entstehen.

Instinktiv wird man allerdings immer versuchen, auszuweichen ...

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Kommentar von DanMalawi
03.09.2016, 01:28

Also merken. Bremsen und dabei schon mal im Gesetzbuch blättern, um zu erörtern was du falsch gemacht hast :D

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1. Würde ich nicht mit 130 km/h in eine Kurve fahren :)

2. Ich würde hoffen, dass meine Gurte halten und mein AirBag funktioniert, wenn ich frontal auf das Stauende zurase. Ob das die "Beste" Möglichkeit ist, wage ich zu bezweifeln. Ich würde zwar riskieren das Auto meines Vordermannes und mein eigenes beschädigen und würde neben meinem Leben auch das vieler Anderer gefährden.

Aber ich denke durch einen Frontalen Aufprall hat man das mögliche Glück, wie du oben schon beschrieben hast,das mein Motorblock und das Heck meines Vordermannes den Aufprall abfängt.

3. Aber egal in welchem Winkel ich aufpralle, der Vordermann wird nach vorne geschoben und es entsteht eine Massenkarambolage.

Also: In jedem Falle Augen auf und nicht mit 130 in die Kurve donnern. Kann ja auch noch passieren, dass hinter dir jemand das gleiche Problem hat und mit 130 Sachen auf dich drauf fährt!

lg

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Wenn du noch genug Zeit zum nachdenken hast, hast du auch Zeit zum ausweichen.

Auf jeden Fall Bremse bis zum Boden durchtreten (wie in der Fahrschule gelernt) und ausweichen. Das Fahrzeug bleibt dann ABS auch bei Vollbremsung lenkbar. Im Extremfall die Leitplanke anvisieren um so zusätzlich Bremswirkung zu bekommen.

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Ich würde sagen: Ersteres. Im Zweifel Vollbremsung und Spur halten, also frontal drauf.

Soweit man ausweichen kann natürlich ausweichen - auch auf den Acker etc. - aber keine James-Bond-Manöver ausprobieren, die klappen nur im Film...

Irgendwelche schrägen Winkel oder gar Überschläge sind i.d.R. viel gefährlicher, weil die Halswirbelsäule da noch am meisten gefährdet ist. Nach hinten hat man eine Kopfstütze, nach vorne einen Gurt, viel Platz, und einen großen Airbag. Seitlich bringt der Gurt nicht viel, man hat vielleicht einen Airbag (aber der ist dann trotzdem kleiner).

Zu guter Letzt ist es auch auf der Landstraße meist besser, stur in der Spur zu bleiben. Gegenverkehr oder ein Baum/Pfeiler sind schlimmer als ein stehendes oder langsamer fahrendes Auto zu rammen, geschweige denn ein Reh/Wildschwein oder was noch kleineres. Deshalb tendenziell "draufhalten".

Eine Patentlösung gibt es leider nicht, da ist immer die konkrete Situation entscheidend.

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Ich würde dir mal ein Fahrsicherheitstraining empfehlen. Da lernst du genau was du in so einer Situation machst. Oder du lernst nochmal das Skript für den B Führerschein, denn da ist z.B der Anhalteweg und Fahren auf Sicht erklärt.

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Dem Fahrer sollte man den Führerschein nehmen.

Man darf nur so schnell fahren, dass man jederzeit anhalten kann.

Außerdem gibt es auf der Autobahn keine engen Kurven, die nicht einsehbar sind.

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Kommentar von ponyfliege
02.09.2016, 20:09

doch. so enge kurven gibts auf autobahnen.

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Zeig mir doch  erstmal eine Autobahn mit so einem kleinen Kurvenradius mit einer Sicht < 100 m und die dann nicht Geschwindigkeit begrenzt ist.

Ansonsten gilt StVO, du bist Schuld bei einem Auffahrunfall.

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Frontal drauf ist die schlechteste Lösung.

Einfache Regel:

Auf jeden Fall ausweichen - natürlich nicht gegen einen Baum, sondern knapp vorbei.

Frontal mit über 50 km/h ist meistens tödlich!

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die Bremse durchdrücken, alle Muskeln anspannen und Hände nicht im Lenkrad stecken lassen. Mehr kann man nicht machen, wenn du echt nicht ausweichen kannst.

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Ich würde nach rechts fahren und hoffen, dass sich das Auto nicht zigmal überschlägt

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Wenn du mit 130 km/h einen Zusammenstoß hast, dann ist die Überlebungschance gleich null, egal was du machst.

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Kommentar von claushilbig
02.09.2016, 21:38

Naja, auch wenn die Vollbremsung die Kollision nicht mehr vermeidet, wird die Aufprallgeschwindigkeit doch einiges unter 130 km/h liegen ...

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Augen zu und Vollgas, jeder stirb nur einmal, je früher, umso länger bist Du tot... Schade nur um die unschuldig beteiligten, könnten auch tot sein!

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Man schrappt an die Leitplanken , das bremst gefahrlos... allerdings fährt man immer nur so schnell dass man Bremsen kann... das mit der Leitplanke ist bei Ausfall der Bremse...

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