Wie reagieren Demenzkranke auf kurzzeitigen Wechsel ihrer Umgebung?

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6 Antworten

Ich hoffe es ist legitim die eigene Frage in Form eines Erfahrungsberichtes zu beantworten. Es mag vielleicht für den einen oder anderen hilfreich sein. Wir haben uns entschieden unsere Mutter für ein paar Stunden nach hause zu holen und es war ein Erfolg. Der Transport lief gut und die Zeit zuhause hat sie positiv erlebt. Sie war sehr kontaktfreudig auf ihre Art, mit viel Lachen und freudigen "Soundeffekten", da ihr Sprachvermögen mittlerweile kaum mehr vorhanden ist. Beim Transport kamen dann aber doch alte Vokabeln auf wie "Anschnallen!". Es war insgesamt eine schöne Erfahrung und wir haben die Zeit entgegen der anfänglichen Bedenken sehr genossen. Mir hat diese Aktion gezeigt, dass man seine Angehörigen trotz der Krankheit und trotz der schwierigen Gesamtumstände nicht unterschätzen braucht. Natürlich muss man im Einzelfall entscheiden, aber ich denke man sollte dabei auch ein wenig experimentierfreudig bleiben.  

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Es gibt einen wichtigen Grundsatz für den Umgang mit Demenzkranken: "Verwirrt nicht die Verwirrten!"

Ich würde es nicht machen. Jeder Wechsel der gewohnten Umgebung bedeutet Streß, mit dem Demenzkranke in der Regel nicht gut umgehen können. Sie fühlen sich dann im wahrsten Sinne "verloren".

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Meine (mittlerweile vor einem halben Jahr verstorbene) Mutter litt auch unter Demenz, zuletzt in einem fortgeschrittenen Stadium. Im fortgeschrittenen Stadium waren selbst kurzfristige Ortswechsel (von einigen Stunden) nicht ganz unproblematisch. Die Reaktion meiner Mutter nach dem Ortswechsel ging von absolutem Desinteresse an der aktuellen Umgebung bis hin zur Abneigung ("Was soll ich denn hier?" / "Wann können wir wieder nach Hause?").

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Kommentar von flixelgato
23.12.2015, 17:56

fraglich ist wieviel sie eigentlich noch aufnimmt. Es ist soweit, dass sie sich gar nicht mehr richtig artikulieren kann. Es sind mehr "Soundeffekte" und unverständliches. Sie reagiert aber viel auf akustische Signale, Musik und Menschen und das meist positiv, so zumindest ihrer Mimik nach zu urteilen. Alles andere was mit der Umgebung zu tun hat, ist äusserst schwierig zu interpretieren, weil sie mehr in ihrer "Kopfwelt" als in der richtigen Welt.

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Ich glaube, dass es individuelle Unterschiede gibt.
Bei einer Familie war es dann so, dass der Demenzkranke nicht mehr ins Heim wollte und es eine große psychische Belastung für die Angehörigen und den Demenzkranken war. Dauerte dann relativ lange bis er sich wieder stabilisierte.
Aus diesem Grund würde ich mit den Schwestern und Pflegern reden und nachfragen. Denn ihr Grundgedanke ist ja, der Mutter eine Freude zu machen und nicht, dass es ihr nachher schlechter geht.
Vielleicht besteht die Möglichkeit, dass die gesamte Familie sich im Heim gemeinsam zu Kaffee und Kuchen zusammensetzen kann.

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das erleben die Lieben negativ....lass sie lieber wo sie ist.....nur einen Spaziergang mit ihr ist besser ......kurzweilig..

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Mein sorge wäre eigentlich eher wie sie darauf reagiert wieder in ihr alltes zuhause zu kommen und vor allem wie schlimm es für sie sein könnte wenn sie es dan wieder verlassen muss. 

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