Wie produziert man mit den bloßen Hand einen Kurzschluss durch eine Glühbirne?

4 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Ja und Nein.

Das Schraubgewinde ist auf den Glaskolben aufzementiert. Das ist keine sehr stabile Verbindung und man kann den Glaskolben relativ leicht rausreißen. Berühren sich die abgerißenen Anschlußdrähte die vorher in den Glaskolben gingen, so gibt es einen Kurzschluß.

Früher wurden die Glühlampen etwas anders gefertigt, da waren die Drähte viel länger weil die vor dem zusammenstecken angelötet wurden.

Heutzutage gibt es Maschinen die die Drähte durch winzige Löcher im Metall durchfädeln und die werden dann nach dem zusammenstecken abgeschnitten und verlötet bzw. verschweißt.

Reißt man also eine modern gefertigte Glühbirne raus, ist die Wahrscheinlichkeit eines Kurzschlusses viel geringer.

Früher passierte es recht oft dass sich der Glaskolben löste und die eigentliche Birne an ihren Drähten hing was dann oft zu einem Kurzschluß geführt hatte. Heutzutage hängt die Birne dann an ihren kurzen drähten und man bemerkt es noch nicht mal. Nur beim auswechseln merkt man, dass der Glaskolben "durchdreht".

Würde man das heutzutage machen, wäre die Wahrscheinlichkeit dass es einen Kurzschluß gibt recht gering. Aber auch damals war die Wahrscheinlichkeit nicht hoch genug um sich auf diese Methode verlassen zu können wenn es einen Kurzschluß geben soll. Das Licht ist so oder so aus. Und einen Kurzschluß kann man an einer Steckdose auch machen ohne dass man dabei gesehen werden kann. Also dürfte der Kurzschluß nicht das Ziel gewesen sein.

Übrigens ist es auch interessant dass die Leiche mit einem Ledergurt angeschnallt werden musste. Damals hatten die Autos keine Anschnallgurte, die kamen erst mitte der 60er auf und die Gurtpflicht erst mitte der 70er.

Vielen Dank: Sehr gute Antwort!

Drei Sachen dazu:

  • Doch, es war das Ziel von Tschanz einen Kurzschluss herbeizuführen. Das geht aus dem von mir Zitierten zwar nicht hervor, aber aus dem Kontext im Buch schon.

  • Die Leiche musste nicht angeschnallt werden. Wie du richtig sagstest, gab es noch keine Anschnallgurte - auch nicht in dem Wagen der Leiche. Weil die Leiche beim Kurvenfahren und Bremsen aber 'unschön' durch den Vorderraum des Autos 'fliegen' würde, passierte Folgendes: "Er [...] befestigte den leblosen Körper mit einem Lederriemen, den er im Wagen gefunden hatte".

  • Zurück zur Frage: Mir ist auch noch eingefallen, das Tschanz vielleicht auch die ganze Lampe, also nicht nur die Glühbirne, sondern, die Lampe am Kabel von der Decke gerissen haben könnte.

Nach meinen neusten Erkenntnissen von hier gehe ich jetzt mal davon aus, dass es dann auch nur einen Kurzschluss gibt, wenn sich dann von den abgerissenen Kabeln Phase und Nullieter berühren.

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@UnWissender321

Ist bestimmt 20 Jahre her dass ich das gelesen hatte. Das mit der Absicht einen Kurzschluß zu machen kommt mir nicht bekannt vor, wohl aber die Absicht das Licht zu "löschen".

Die Leiche wurde ja befestigt, also im weitesten Sinne "angeschnallt". Heutzutage hätte man den normalen (Dreipunkt-) Gurt benutzt.

Die ganze Lampe abzureißen ist auch eher unwahrscheinlich. Denn ein Elektrokabel hält viel aus. Die Birne zerquetschen würde mehr Sinn machen, auch das kann einen Kurzschluß auslösen.

McGuyver hatte das mal mit einer Blumenspritze erledigt, denn das Wasser schreckt das Glas so schnell ab dass es zerplatzt.

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@UnWissender321

Ups, Tippfehler. Ich benutze ein US-ähnliches Keyboard, da habe icj das u beim y gleich mit getippt und nicht bemerkt.

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@Commodore64

mc gyver hats damals anders gemacht. der hat kaltes wasser auf den heißen kolben gesprüht....

lg, Nicki

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in dem Buch steht SEHR viel Schwachsinn...allein die Anfangsszene. Welcher Vollidiot sieht eine Leiche, packt diese auf den Beifahrer sitzt und fährt mit ihr weg, ohne die Polizei anzurufen???

LIES MAL GRÜNDLICHER !!!

Der Mann, der mit der Leiche wegfährt ist der in diesem Gebiet zuständige Polizist!!

Zu meiner Frage:

Du meinst also das ist reine Fiktion. Hmm, also ich habe keine Ahnung, ob es erfunden ist oder damals möglich war: Vielleicht waren ja die Glühbirnen(sockel) damals anders beschaffen. Deswegen fragte ich auch "Ging das früher?"

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Klar, du brichst die Lampe ab, es bleibt der Schraubsockel in der Fassung zurück, wenn Du dann die beiden Drähte die den Glühdraht gehalten haben zusammenbringst, hast Du einen Kurzschluss.

Aber Lederhandschuhe sind dabei schon empfehlenswert.

Dann kriegt man doch aber selbst einen Stromschlag, wenn man Plus- und Minuspol (also beide Drähte) gleichzeitig anfasst). Da helfen dann auch Handschuhe nicht.

Oder?

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@UnWissender321

Bei Wechselspannung redet man von Phase und Erde, nicht + und -. Ordentliche, trockene Lederhandschuhe isolieren schon ausreichend, da kribbelt es höchstens ein bischen.

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@mafrmt00

Wahrscheinlich fliegt aber die Sicherung schon beim abbrechen des Glaskörpers raus.

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@mafrmt00

man redet von phase und null,erde ist noch was anderes

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@wollyuno

Nulleiter, Betriebserde, Neutralleiter, ist alles dasselbe.

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@mafrmt00

Wie kommst du auf Wechselspannug? Das steht doch hier garnicht zur Debatte.

Im Übrigen spricht man heute von Neutralleiter. Null oder Nullleiter steht nur noch in veralteten Fachbüchern.

Betriebserde ist etwas anderes.

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Vielen Dank: gute Antwort :-)

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Dichterische Fantasie. In der wirklichen Welt geht das nicht.

Schon, aber man kann sich auf die Methode nicht verlassen. Außerdem besteht verletzungsgefahr. Im Wahren Leben müsste mand as ein paar mal ausprobiert haben oder man würde eine andere, offensichtlichere Methode (meinetwegen Ziegelstein) verwenden.

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