Wie plausibel darlegen das man mit weniger Geld auskommt als einem zusteht?

1 Antwort

Das funktioniert nicht. "Das Amt" rechnet schon mit sparsamer Lebensweise und berücksichtigt daher bei der Plausibilitätsprüfung nur 80 % des Regelbedarfs. Weniger ist nicht glaubhaft und kann daher auch nicht nachgewiesen werden.

Die Lebensmittellieferungen deiner Schwester können allerdings in Geld umgerechnet und zur Herstellung der Plausibilität herangezogen werden. 

BAföG-Probleme: Vater zahlt nicht, Amt verweigert Vorausleistung solange ich bei meiner Mutter lebe.

Hallo liebe Community,

folgendes ist mein Problem. Ich gehe zur Zeit zu einer Fachoberschule (mit abgeschlossener Berufsausbildung als Voraussetzung) um eine Fachhochschulreife zu erhalten. Danach möchte ich auf einer Berufsoberschule meine allgemeine Hochschulreife nachholen, um danach studieren zu können.

Laut BAföG-Bescheid habe ich einen Bedarf von 391 Euro monatlich. 78 Euro bekomme ich vom Amt für Ausbildungsförderung. Laut Bescheid "soll" meine Mutter, (welche Schwerbehindert ist) 18 Euro monatlich bezahlen, und mein Vater 295 Euro.

Nun ist es so, dass ich zu meinem Vater eigentlich keinen Kontakt habe. Aus diesem Grund, hat meine Mutter sich vorerst bereit erklärt, mich bei ihr wohnen zu lassen, und mich mit Essen zu versorgen. Nun ist es aber so: Weil sie meinen Unterhalt laut BAföG bereits vollständig leistet (Wohnung + Essen + 78 Euro vom Amt = Mehr als 391, laut einer Mitarbeiterin des Amtes), kann ich keinen Vorausleistungsantrag stellen, um meinen Vater, welcher außer der Gehaltauskunft direkt ans Amt jeden Kontakt verweigert, zur Zahlung zu zwingen. bzw. elternunabhängig gefördert zu werden.

Zum Unterhalt: Ich bin 21 Jahre alt, habe eine abgeschlossene Berufsausbildung und möchte in einem anderen Bereich studieren. Das spräche zunächst dafür, dass meine Eltern nicht unterhaltspflichtig sind, womit ich eltenunabhängig gefördert werden würde. Da ich jedoch Prüfungsbester war, könnte es sein, dass man feststellt, dass die Ausbildung nicht meinem Begabungsnivaue entspricht, womit meine Eltern weiterhin unterhaltspflichtig wären. Es läuft also auf eine reine Auslegungssache hinaus, vermute ich, wenn die Unterhaltsfrage gerichtlich geklärt werden würde. Ich habe jedoch aus dieser Ungewissheit heraus Angst , auf privatrechtlichem Wege gegen meinen Vater vorzugehen, da ich im Falle dessen, dass ich den Prozess verliere, auf den Prozesskosten sitzen bleibe, was heißen würde, ich kann mein Studium erstmal knicken.

Nun zu der eigentlichen Frage: Meine Mutter sieht absolut nicht ein, dass sie dafür bezahlen darf, dass mein Vater nicht zahlen will. Aber solange ich von ihr Unterkunft und Essen erhalte, ich mein Grundbedarf gedeckt, so dass ich nicht gegen meinen Vater vorgehen kann, weil privatrechtlich: eventuell Prozesskosten, und über einen Vorausleistungsantrage geht nicht solange mein Grundbedarf gedeckt ist. Meine Mutter möchte mich jedoch auch nicht auf die Straße setzen oder mir meine Nahrung entziehen.

Was kann ich tun? Reicht es, wenn meine Mutter formal die Unterhaltsleistung einstellt, mir aber z.B. gestattet auf Rechnung (bzw. Schulden) bei ihr zu wohnen? Das gleiche für Nahrung? Also angenommen, meine Mutter will einen Mietvertrag und berechnet mir das Essen, wäre mein Bedarf noch immer gedeckt? Oder muss meine Mutter die Leistung ganz einstellen, also ich muss erst obdachlos werden, bzw. bei Freunden hier und da wohnen, damit ich den Vorausleistungsantrag stellen kann? Und was wäre im letzen Fall mit der Postanschrift?

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