Wie passen sich alle Menschen automatisch an die Gesellschaft an?

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10 Antworten

Dass sich Menschen anpassen - aber nicht nur - hat fast soviele Gründe, wie es Menschen gibt und nicht nur einen. Die so beliebten monokausalen Begründungen führen in die Irre, weil man sich verrennt. Menschen passen sich auch an, die einen mehr, die anderen weniger, da gibt es eine große Bandbreite. Menschen wollen aber auch gestalten, die einen mehr, die anderen weniger. Das ist auch eine Frage der sehr unterschiedlich verteilten Charaktere. Wenn sich Menschen nur anpassen würden, gäbe es weder Streit noch Krieg. Denn Menschen können manchmal auch ganz schön borniert und rechthaberisch sein, sich durchsetzen wollen. Und automatisch passen sich Menschen schon gar nicht an. Was hast Du denn für ein Menschenbild? Warum fragst Du uns in moralischem Ton, wenn wir doch nur Automaten wären? Das ist ein Widerspruch in sich.

Gegen Ende wirst Du kryptisch. Wir leben also gedankenlos in einem System! In welchem. Ist das in Frankreich genauso wie in Deutschland wie in Russland wie in China? In Frankreich sind schon die Friedhöfe ganz anders als in Deutschland, obwohl sie im gleichen System leben. Pauschaler gehts wohl nicht? Da wäre etwas mehr Genauigkeit schon besser. Wem plapperst Du da nach? Etwa dem Herrn Jacque Fresco? Dem "Erfinder" der Ressourcenbasierten Wirtschaft? Warum rückst Du nicht offen damit heraus? Wozu Versteck spielen? Mach doch mal eine kleine Umfrage im Bekanntenkreis, wer je etwas von einem Konzept der Ressourcenbasierten Wirtschaft gehört hat. Wieso also sollen die Leute an etwas denken, das sie nicht mal kennen. Dass Ressourcen in der Welt im Überfluss vorhanden seien, davon konnte man noch zur Marxens Zeiten träumen, evtl. auch noch in den 50er Jahren, aber spätestens seit dem Bericht des Club of Rome doch nicht mehr.

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Lies nach bei Heidegger; er hat die Anpassung des Menschen am einprägsamsten beschrieben: Die Gesellschaft, das ist das „Man“. Man passt sich ihm an, indem man immer das tut, was „man“ tut. Das heißt, man liest, was „man“ liest, kleidet sich so, wie „man“ sich kleidet, findet die Kunst gut, die „man“ gut findet usw. Man ist im „Man“ unfrei, denn man ordnet sich einem allgemeinen Diktat oder jedenfalls den Vorgaben gewisser Instanzen (Werbung, Mode, Konsumzwänge aller Art, politische Korrektheit) unter. Nicht alle handeln so konform, einige leben als Außenseiter. Heidegger nennt sie die „existentiell“ Lebenden. Das sind die, welche sich von der „Klebrigkeit“ des „Mans“ befreit haben und frei leben. Sie stellen sich der „Eigentlichkeit“ des Daseins, welche „Vorlauf zum Tode“ heißt. Sie sehen die Unheimlichkeit des Daseins, denn keiner weiß, warum wir hier auf der Welt sind, wo wir vorher waren und wohin die Reise nach dem Tode geht. Sie sehen auch, dass das Dasein „eigentlich“ Kampf, Selbstbehauptung bedeutet. Von diesen unersprießlichen Dingen wollen die meisten lieber nichts wissen; deshalb leben sie angepasst im „Man“, denn das „Man“ gaukelt ihnen Geborgenheit und Mitsein (Freundschaften, Geselligkeiten) vor. In Wahrheit sind das nur Scheinwerte. Echte Freundschaft gibt es nur auf der Ebene der „Eigentlichkeit“, beim „existentiellen Mitsein“; dann aber muss man sich aus den „süßen Fesseln“ des „Man“ befreit haben. Heidegger ironisiert oder verurteilt nicht die im „Man“ Lebenden; es sei ganz natürlich, dass man weg von den „furchtbaren“ Wahrheiten in eine solche (Schein-) Geborgenheit fliehe, bzw. man sei vom Augenblick der Geburt automatisch im „Man“ eingeordnet. Aber dieser Aufenthalt bzw. diese Flucht nütze dem Menschen nicht. Der Anruf der Gewissens (dass es nicht der Würde des Menschen entspricht, derart unfrei zu leben) sowie der Ruf der Sorge, die uns immer an die „Eigentlichkeit“ des Daseins gemahnt, könnten auf Dauer nicht überhört werden. – Diejenigen aber, die durch schweres Schicksal (Todesnähe, unheilbare Krankheit, schweren Unfall) heimgesucht werden, können nicht mehr heiter und unreflektiert im „Man“ leben, die werden automatisch aus der Scheingeborgenheit herausgerissen und leben „existentiell“ (ob sie wollen oder nicht).

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Um mit anderen Menschen zusammenleben zu können oder das man sie halt Mag ist im Gehirn einfach so vorprogrammiert wir sind Primaten und Leben lieber zusammen damit wir uns Helfen können und wenn du nicht mit den anderen gehst Mögen sie dich nicht oder ähnliches und dir wird nicht geholfen und du fühlst dich einsam. Manchen Menschen ist es auch total egal was andere Denken und sind lieber alleine das sind aber dann eher ausnahmen.

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Was ist denn Frechbook? Die Menschen passen sich nicht alle an. Dann wäre ja jeder gleich. Zu viele Freunde sind unübersichtlich, was ist erstrebenswert daran, so viele Freunde wie möglich zu haben? Warum sollte ich allen gefallen wollen? Auch die Aussage: Jeder will nur Spaß haben ist recht trivial. Woran machst du das fest?

Ist es nicht genau umgekehrt? Die Leute versuchen aufzufallen, aus der Reihe zu tanzen, Aufmerksamkeit zu erregen. Sie lassen sich stechen und bemalen, sie kiffen um gut drauf zu sein, bunter, schneller, geiler, spaßiger....

Na gut, jeder nach seiner Fasson. Geht auch ohne daß man sein Innenleben im Internet verbreitet:))

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Längst nicht alle sind so eingestellt, aber der Großteil leider schon...na ganz einfach: Solange der Bauch gefüllt ist, geht keiner auf die Barrikaden.

Die ganze Medienindustrie gaukelt uns vor, genau diese Dinge im Leben zu brauchen um glücklich zu sein. Außerdem steht der Druck der Gesellschaft dahinter, klar will keiner ein Außenseiter sein. Ich denke aber auch dass gerade Facebook eine enorme Chance bietet, Dinge zu verändern, wenn man die Welt kritisch beäugt und sein Hirn selber einschaltet.

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Wer sich nicht normkonform verhält, riskiert den Ausschluss aus der Gruppe; das ist ein Zustand, den man vermeiden will, da die Zugehörigkeit zur Gruppe (zu welcher auch immer) enorme Vorteile bringt. Es gab sogar Zeiten, da war ein solcher Ausschluss gleichbedeutend mit einem Todesurteil. Hinsichtlich Gruppenzwang gibt es ein interessantes Experiment von Ash (siehe auch Ash-Effekt). Bei Interesse lässt sich hierzu auch einiges im Themenbereich Sozialpsychologie finden.

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die menschen passen sich an, weil die gesellschaft und sogar die wirtschaft sie dazu nötigt. Ich habe so zwischen 5-10 freunde, die auch nicht bei FB sind, aber deswegen sind sie nicht weniger meine freunde, ich respektiere, dass sie das nicht möchten. Obwohls in diesem punkt für mich und den rets der clique manchmal schwer ist, was zu organisieren, denn wir sind on oder in ner gruppe und diskutieren und die, die es nicht sind, muss man halt immer separat fragen. Aber du hast im grunde schon recht, oft wird uns durch die medien gesagt, dass man einfach bei fb und anderen portalen sein muss, um was vom leben mitzubekommen. Ich war früher selber ein vielnutzer, aber ich hatte mit meiner freundin mal eine wette, nämlcih wer es länger ohne facebook aushält und dabei ist mir aufgefallen, was für suchti´s wir eig sind... Die leute laufen blind durchs leben und nehmen viele entscheidungen einfach so hin und verfolgen sie blind, um wie du schon richtig sagst, keine außenseiter zu sein... Aber eig ist der kapitalismus daran schuld, dass wir uns so dem druck beugen müssen, denn auch FB ist nur am umsatz interessiert und alle anderen medien erst recht! Ich finde es sehr traurig, aber es muss erst wieder was richtig schlimmes passieren, damit es besser wird...

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Menschen sind Herdentiere, es ist Unterbewusst und prinzipiell können wir nicht einmal etwas dafür, es ist einer unserer ältesten Instinkte.
Es ist ein Zusammenspiel aus Gesellschaft, direktes Umfeld und etwas eigene Wahrnehmung. Das ist auf einfache Dinge zu reduziere, nehmen wir zum Beispiel mal Mc Donalds, obwohl es so viele andere fastfood Ketten gibt, gehen die Meisten dahin, sogar Leute denen das Essen dort gar nicht mal besonders schmeckt. Einfach aus dem Grund, die anderen tun das ja auch.

Das nicht jeder Trend uns alle erreicht, liegt am direkten Umfeld, aus der Schicht der wir stammen und an unseren finanziellen Möglichkeiten und einem individuellen Geschmack, der trotz allem vorhanden ist. Jedoch ist es oft so, das der individuelle Part von vielen unterdrückt wird um sich besser in eine gesellschaftliche Struktur einzufügen.

Wir Menschen sind Tiere, wir denken an den Bestand unserer Art, dass ist ein Instinkt den wir nicht besiegen können. Er wird bei uns mit einem guten Gefühl (Sex/ Orgasmus) von der Natur belohnt. Der mensch gaukelt sich selbst vor ein "höheres" Wesen zu sein jedoch werden wir immer noch von Hormonen gesteuert. Die meisten Menschen brauchen Systeme, Anführer, Glauben, damit sie ihre Existenz, ihr Leben in einen Kontext setzen können. Sie brauchen etwas an dem sie festhalten können falls sie Mut brauchen oder Angst haben, sie brauchen Halt. Ein Mensch beginnt erst dann zu überlegen welchen Sinn und Ursprung ein System hat, wenn es ihm nur noch Nachteile bietet, solange es einen persönlich nicht betrifft akzeptiert man was von oben kommt. Jedoch nur wenn man so erzogen wurde, denn wenn man von seinen Eltern/ Verwandten zu einer Ideologie hin erzogen wurde, so ist es natürlich einfacher diese zu akzeptieren und zu übernehmen.

Der Text unter deiner Frage ist viel zu naiv, aber das zeigt den menschlichen Gedankengang. Ich schätze einfach mal das 70% der Menschen genauso denken, von A nach B. Das hört sich erst einmal ganz normal und solide an. jedoch denkt kaum einer weiter. Denn nach B gibt es noch C und so weiter. Was will ich nun damit sagen; wir denken eher selten an die späteren Auswirkungen unseres Handelns.Die Nachhaltigkeit dessen was wir momentan an Infrastruktur haben ist sehr gering, denken wir an den Einzelhandel, wir kaufen das billige Zeug im Supermarkt ein, essen das und beschweren uns wenn der Salat 3 Cent teurer wird. Wer denkt an die Transportkosten, oder an den Erzeuger, der davon leben muss. Wir sind Schuld das auf anderen Kontinenten die Menschen in fabriken für unsere kleidung ausgebeutet werden und unter schlechtesten bedingungen arbeiten müssen. Weil wir nur vom Geldbeutel bis zur Kasse denken.

Gerade die Passage mit facebook macht gar keinen Sinn, da nicht klar wird für was sie ein beispiel sein soll, da sich die beiden Sätze schneiden, denn entweder man ist ein Außenseiter oder man hat einen Beliebtheitsstatus, dass sie sich nicht anpassen machtwie ich finde dein Beispiel zunichte, aber gut. Normalerweise wird man nicht zum Außenseiter weil man kein Facebook hat, man wird meistens zum Außenseiter wenn man seinem Alter voraus ist, häßlich (definiere ich jetzt nicht) ist, sich nicht wäscht oder nur den ganzen Tag daheim vor dem PC sitzt.

Festzuhalten bleibt, die frühe Prägung in unserer Kindheit bestimmt einen Großteil dessen was aus uns später wird, Unser Anpassen ist die größte Stärke des Menschen, daher ist es ein Instinkt sich den Massen anzupassen, da man zum einen die Spezies mensch erhalten möchte, zum anderen seine eigenen Gene vererben.

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Menschen müssen sich anpassen, andernfalls drohen ihnen Strafen und/oder sonstige Sanktionen. Der Staat hat hierfür so allerlei repressive Mittel: 1. Knast

  1. Geldbußen

  2. Polizeiknüppel, Tränengas, Pfefferspray, Wasserwerfer, Schußwaffen

  3. Klapsmühle

das Kapital:

  1. Kündigungen

  2. Lohnabgruppierung

  3. Abmahnung

  4. Versetzung

  5. Kündigung der Wohnung

  6. Anzeige/n

die Gesellschaft:

  1. Anzeigen

  2. Ächtung

  3. Prügel

  4. Schimpfen

Es gilt der Grundsatz: "Fesseln spürt wer sich bewegt"!

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Deine Frage führt in die Irre, weil sie drei unzutreffende bzw. unbegründete Setzungen enthält:

  1. Woher weißt du.,das es ALLE Menshcen sind ?

  2. Woher weißt Du, das es AUTOMATISCH passiert ?

  3. Was meint das Wort ANPASSEN bei dir ?

Kläre diese Fragen und Du wirst eine Antwort haben !

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