Wie organisiert man sein Studium richtig?

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3 Antworten

Prüfungen planmäßig zu schieben ist keine gute Idee. Wenn jedes Semester 5 Prüfungen anstehen, du aber immer 3 schreibst und den Rest schiebst, hast du nach 6 Semestern noch 12 Prüfungen nachzuholen.

Lerne lieber strukturiert von Anfang an, da sollten 5 Prüfungen machbar sein. Nimm Hilfsabgebote wie freiwillige Übungen, Tutorien, Lerngruppen in Anspruch und plane dir wöchentlich genug Zeit ein um Vorlesungen zu wiederholen und gleich mitzulernen. So wird der Berg an Lernstoff vor den Prüfungen gar nicht erst so groß.

Hi,

ich halte davon auch nichts. 3 Klausuren pro Semester? Also 3 Vorlesungen besuchen? Das sind pro Klausur meist 2 SWS Vorlesungen. Das wären dann 6 SWS. Selbst wenn du das doppelte noch lernst, dann wärst du bei 12 Std/Woche mit Aufgabe. Das sind 28 Stunden weniger als jeder mit einem normalen Vollzeitjob und selbst da hat man ja noch 6-8 Std Freizeit und kann dann noch 8 Std schlafen. Was willst du denn die ganze Zeit machen?

Ich habe 7 Klausuren jedes Semester geschrieben. Das waren 15 SWS. Man soll das doppelte einrechnen fürs Nachbereiten (was eher übertrieben ist). Das waren dann 30 Std/Woche. Nebenbei hab ich noch 10-15 Std gejobbt und war trotzdem in Regelstudienzeit und mit einem guten Abschluss fertig. Und ich bin kein Genie, sondern nur fleißig.

Selbst wenn du noch einen Nebenjob hast, würdest du dir viel zu wenig zumuten. Du hast Angst, aber das hat nichts mit der Anzahl der Klausuren zu tun, sondern mit dir, deiner Lernmethode und deinem Zeitmanagement.

Ich habe immer die Vorlesungen zeitnah (am selben Tag oder am nächsten Tag) nachgearbeitet. Ich habe mir alles nochmal durchgelesen, unklares rausgeschrieben und mit anderen Mitstudenten oder Dozenten oder irgendwelchen Hiwis diskutiert. Die einen musste ich mir durchlesen und habs verstanden, bei anderen musste ich wirklich nachbohren bis ich es verstanden hatte.

Skript lesen macht nur Sinn, wenn du weißt was da passiert. Ich habe immer mit Zusammenfassungen gearbeitet (handschriftlich). So hat es geklappt und auch wenn es anders einfacher gewesen wäre - ich bin dabei bis zum Ende geblieben, da es funktioniert hat.

Ich war die ersten Semester bei schwierigen Klausuren in Vorlesungen, Übungen, Tutorien, Sprechstunden, hab mir meine eigene Übungsgruppe gesucht und habe so meine absolute Horrorklausur gut bestanden.

Während andere bis zu den Weihnachtsferien gefeiert haben und dann Panik bekommen haben, war ich zu Weihnachten (also mitten im Semester) immer up-to-date mit allen 7 Vorlesungen. Und so sollte es sein. Du sollst nix auswendig lernen, sondern verstehen.

Wie hast du dein Abi gemacht? Waren die Methoden gut? Dann nimm sie weiterhin. Waren sie nicht optimal? dann verbessere sie. Jeder hat seine eigene Methode. Ich hab mir Dinge immer wieder vorgesagt beim Fitness, hab meine Arbeitskollegen zugelabert und wenn ich es selbst Laien erklären konnte, dann wusste ich, ich habe es verstanden.

Gib also nicht von Anfang auf und reduziere nicht gleich auf 3. Gib dein bestes, lerne, kneif die pobacken zusammen - wenn du dann scheiterst, dann bist du genauso schlecht dran wie wenn du das Ziel gleich total runtergeschraubt hast.

Und: Es kann okay sein länger fürs Studium zu brauchen (Praktika, Selbstfinanzierung des Studiums). Wenn du aber dann einfach 2 Jahre länger brauchst und nichts vorzuweisen hast als nur ein "Mir war das zu viel und ich habs gleich gelassen" kommt das alles andere als gut.

"Man" kenne ich nicht, kann Dir also deswegen keine Auskunft auf Deine Frage geben. Was ich über diesen abstrusen "man" weiß ist dass es sich ganz offensichtlich um Schizophrenie in Reinkultur handelt, denn es soll sich um ein sogenanntes neutrales persönliches Fürwort handeln. 

Du gehst bestenfalls zum Psychologischen Dienst der Uni und lässt Dich da beraten. Denn ein Buch oder ein Tipp hier von uns wird in Deinem Fall kaum zum Erfolg führen. - Doch ja. Denn es macht absolut keinen Sinn irgendwelche Schablonen nutzen zu wollen die Du nun schon zwei Studiengänge lang ignoriert hast um Dich auf einen dritten vorzubereiten von dem Du auch nicht sicher weißt ob er überhaupt für Dich taugt. Fange also am Anfang des Weges an und nicht irgendwo wo bereits die ersten Schritte gegangen sein sollten. 

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