Wie organisiert man eine Demonstration, wenn man keiner Partei oder Organisation angehört?

...komplette Frage anzeigen

10 Antworten

Ihr solltet zunächst einmal einen Termin festlegen. Achtet dabei darauf, dass der Zeitpunkt noch etwas entfernt liegt, damit ihr noch genug Zeit habt, um mehr Leute für die Demo zu gewinnen.
Liegt der Termin fest, dann müsst ihr zum Ordnungsamt gehen, wo ihr den Termin anmeldet. Dafür sind aber auch weitere Informationen brauchbar, beispielsweise, worum es geht und wie viele Teilnehmer erwartet werden.
Nach dem Anmeldekram, beginnt die eigentliche Arbeit:
Ihr müsst über den Freundeskreis, aber auch vor allem über das Internet, die lokalen Medien und mithilfe von Plakaten (ebenfalls Erlaubnis dafür einholen!) mehr Leute gewinnen.
Das erscheint recht einfach, kann aber auch zu Problemen führen, wenn ihr es falsch macht. Ganz wichtig ist zunächst einmal, dass ihr euch von extremistischen Gruppierungen wie der Antifa abgrenzt und auch anderen politischen Gruppierungen eine klare Absage erteilt.
Aus Erfahrung kann ich sagen, dass derartige Gruppierungen gerne mal die Demos nutzen, um ihre eigenen Interessen durchsetzen zu wollen. Als Anmelder tragt ihr die Verantwortung für sämtliche Ausschreitungen. Und es ist kein angenehmes Gefühl, wenn man als Anmelder plötzlich einen schwarzen Block in der eigenen Demonstration sieht, der "Deutschland verrecke!" brüllt und mit Steinen auf Polizisten wirft.
Klingt jetzt übertrieben, aber ich habe das alles schon erleben müssen.
Darum: Lieber Vorsicht als Nachsicht! ;)

Und viel Erfolg! :)

Hallo, ich begrüsse Ihre Idee. Der einfachste Weg ist, dass Sie sich bestehenden Bewegungen anschliessen ... Ich weiss genau, dass zu Ende Sept. 2012 ein bundesweiter Aktionstag geplant ist. Daran, also an der Planung, sind viele Oranisationen, Vereine, Verbände, Parteien pp. beteiligt. Ich nenne einige: der sozialistische Studentenbund SDS, SoLid, Gewerkschaften, Sozialverbände, Die Linke und noch viele mehr. Sie können sich an eine dieser Organisationen wenden und können sich dort in die Planungen und Organisation des Widerstandes einbringen. Gestern stand u.a. darüber ein Interview mit dem Vorsitzenden der Partei Die Linke, Bernd Riexinger, von Haus aus Gewerkschafter, in der Tageszeitung junge Welt. Die junge Welt berichtet ständig, regelmässig über solche Aktionen. Selbst, eigenständig, ohne bisher organisiert oder politisch tätig zu sein, ist es sicher kaum möglich, nennenswerte Aktionen auf der Strasse zu organisieren. Sie müssten sich ja dann auch an bestehende politische Verbände, Vereinigungen, Parteien wenden - und dann sind Sie aber auch wieder dort, wo wir oben gerade waren. Ich bin seit über 20 Jahren politisch tätig und weiss daher, wie schwer es ist, die Menschen hinter dem Ofen vorzuholen ... Das geht nur in einem breiten Bündnis, wo man dann auch die Multiplikatoren hat ... Jetzt in der Urlaubszeit interesssiert das alles sowieso nur sehr wenige! Viele Grüsse

  1. Termin festlegen und Genehmigung beim Ordnungsamt beantragen. Letzteres ist deshalb von Nöten, weil es sich nicht um eine Spontandemo handelt, sondern um eine geplante Demonstration.
  2. Du startest einen öffentlichen Aufruf zur Demonstration. Dies kannst du über die Lokalzeitung, Plakate (das Aufstellen muß in der Regel auch genehmigt werden), Internet oder Mundpropaganda.
TuckChesta 18.07.2012, 22:54

Eine Demo muss imho nicht genehmigt werden... nur angekündigt.

0
Immofachwirt 19.07.2012, 12:29
@TuckChesta

@TuckChesta

Von Genehmigen war nur im Zusammenhang mit dem Aufstellen von Plakaten die Rede. Da du offenbar gerne Haare spaltest, muß ich mich und Dich berichtigen und mitteilen, dass Demonstrationen weder beantragt noch angekündigt werden müssen, sondern bei dem zuständigen Ordnungsamt angemeldet werden müssen.

0

In unserem Land ist es absolut nicht notwendig in irgendeiner Organisation, irgendeinem Verein zu sein um seine Meinung inform einer Demonstration kund zu tun. Das wäre noch schöner wäre das Pflicht und ein klarer Verstoß gegen unser Grundgesetz.

Was Versuche angeht eine friedliche Demonstration in eine Gewaltveranstaltung zu verwandeln so ist Vorbereitung wichtig. Die Demonstranten gegen AKW haben große Erfahrungen. Es macht sicher Sinn sie zu kontaktieren um sich beraten zu lassen. Geht bitte allgemein davon aus dass in unserem Land Störer herangekarrt werden, gut mit Alkohol und / oder anderen Drogen versorgt werden und je nach Bedarf mal aus dem rechten oder dem linken rechten Rand angeblich sind. Guter Kontakt zur Polizei kann da hilfreich sein damit diese auftauchende Störer so früh als möglich zumindest beobachtet, aus der Demo nimmt bei Bedarf.

Du brauchts nicht in einer organisation zu sein. Eine Demonstration kannst du schlicht beim Ordnungsamt anmelden. Eigentlich musst du nichtmal dass, aber es ist generell einfacher. Du brauchst einen Ansprechpartner für die polizei und eventuell noch ein paar freiwillige "Ordner" die theoretisch die Einhaltung eventueller Auflagen überwachen sollten.

Das schwierigste ist wohl die Mobilisierung, also möglichst viele menschen zusammen zu bekommen. facebook, plakate, Flyer und ankündigungen wo es nur geht, sind da die wichtigsten Dinge. Alles gut möglich auch ohne große Organisation. Gut wäre es aber, wenn dich noch ein paar Menschen regelmäßig bei den Vorbereitungen unterstützen, denn es ist mehr arbeitsaufwand als es scheint.

Beim Amt für Öffentliche Ordnung mit Ausweis anmelden, auch die Stände (Anzahl, Größe am besten), Tische mit Material, Lautsprecher(wagen),. Je genauer man was angibt, desto besser um später keinen Ärger zu haben - lieber was mehr anmelden. Ob man bei ganz großen DEMOS auch Ordner braucht, weiß ich nicht- fragen im Amt. Die Wissen das. Für Werbung/Ankündigung auch Plakate, Aufkleber, Flublätter etc. vorher anbringen - wohl auch mit Genehmigung.

Genehmigt werden muß übrigens so ziemlich alles was ihr für nötig haltet, um eurer Demonstrationsrecht auszuüben - die Polizei muß sich eben darauf einstellen, notfalls Straßenverkehr absperren.

plakate - (Geld, Politik, Deutschland)

Beim Ordnugsamt anmelden, und dann viele Leute dazu einladen, via Facebook usw. Wenn die Interessengruppen groß genug sind, wird es eine ordentliche Demo.

über Facebook, nur über Facebook :-)

Im Internet so wie Anonymous mit ACTA

Galanthus 18.07.2012, 23:08

Die ACTA-Demonstrationen wurden angekündigt und genehmigt. Die Anmelder kamen nicht aus dem Kreis des Kollektivs, sondern waren Mitglieder von Parteien ;)

0

Was möchtest Du wissen?