Wie organisiert man die Pflege von Demenzkranken zu Hause?

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gut "gemeint" kann in diesem fall recht leicht ins gegenteil umschlagen: da ich selbst ein leichter pflegefall bin und mit einer größeren anzahl auch schwererer "fälle" im gleichen haus wohne, kenne ich mich einigermassen mit dem thema aus. je fortgeschrittener die demenz ist, um so schwerer wird das zusammenleben werden. das kann so weit gehen, dass selbst eine beschilderung der räume (besonders der toilette) den kranken u.u. nicht daran hindert, sich im wohnzimmer zu "erleichtern". weiterhin ist eine 24 stunden, also rund um die uhr bereitschaft privat gar nicht durchzuhalten. wenn dann auch noch irgendwelche alten unausgesprochenen familienkonflikte im raum stehen, kann die arbeit der gut meinenden pfleger schnell mal in wahrhaft tödlichen hass umschlagen: das kissen was sich der\die kranke im schlaf auf das gesicht "gelegt" hat, wurde tatsächlich von der tochter\dem sohn mit vorbedacht dort platziert. ein pflegeheim ist zwar recht teuer, hat aber doch üblicherweise erheblich mehr personal als das auch eine große familie aufbringen kann. am besten lasst ihr euch von einem der örtlichen pflegedienste beraten: gelbe seiten. DRK, JOHANNITER,ASB, MALTESER: das kostet nichts und wird euch die entscheidung, wie es weitergeht, sicher erleichtern.

Ich war letztens mit einer Freundin bei ihren Eltern und die pflegen den an Alzheimer erkrankten Opa. Das war schon sehr schön und auch sehr schlimm mitanzusehen. Der Opa kann sich nicht mal mehr selbst waschen oder aufs Klo, er vergisst wieso er ins Bad ist und weiß auch nicht mehr ob er gefrühstückt hat oder nicht. Die müssen auch viel mit ihm reden und spazieren gehen, weil es sonst noch mehr abbauen würde. Das ist ein 24-h-Job und ihr solltet euch ernsthaft überlegen ob ihr das schafft...

erst mal hut ab für eure courage! das wird nicht einfach! es sollte möglichst immer jemand in der wohnung sein, abwechseln oder so! dann kommt hinzu, dass sie phasen haben wird in denen sie euch beschimpft usw.. da heisst es, augen zu und durch! am besten wäre eine krankenpflege zu beauftragen die euch unterstützt. wünsch euch viel glück und gute nerven! haben das mit unserer oma über ein jahr bewältigt, ging nur weil alle mitgeholfen haben. auh müßt ihr bedenken, das körperpflege in aller form dazu gehört! lg

Rhrodesian Ridgeback, Erfahrungen, Auslauf, Pflege ...

Hallo ihr lieben, also meine mutter und ich überlegen ob wir uns einen Ridgeback zulegen sollten. Wir haben bereits eine 3 Jährige Labrador Hündin und haben schon, bevor wir sie zu uns geholt haben, ein Auge auf Ridgebacks geworfen. Man hat uns allerdings abgeraten einen Ridgeback als ersthund zu sich zu holen, also haben wir uns dann unseren süßen Labbi geholt. Jetzt sind wir am überlegen ob wir uns nun einen Ridgeback holen sollten, wir wissen das Ridgebacks anders sind als Labbis und zb mehr Auslauf benötigen. Wir leben in einem Haus mit einem schönen großen Graten, und gehen mit unserer Hündin ungefähr 4 oder 5 mal am Tag raus. Einmal davon einen großen spaziergang wo wir sie richtig schön laufen lassen, der ist immer ungefähr 1 Stunde lang. Außerdem fahren wir im Sommer ein bisschen mit ihr Fahrrad und laufen ein bisschen mit ihr. Sonst lassen wir sie natürlich auch oft mit anderen Hunden Spielen. Nun ist die Frage ob das für einen Ridgeback reicht, oder ob ein Ridgeback mehr braucht. Habt ihr Erfahrungen oder auch einen Ridgeback? Und wenn ja, wie lange geht ihr so Gassi und was macht ihr dann ? Wäre nett wenn ihr mir helfen würdet, danke schon mal im Vorraus :)

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meine Mutter muss ins Pflegeheim ,muss mein Vater das Haus verkaufen?

Hallo zusammen , meine Eltern haben 1963 auf dem Grundstück von meinen Großeltern die beide mittlerweile verstorben sind ihr Haus gebaut .. Meine Mutter wird nun zunehmend pflegebedürftiger so das mein Vater es so langsam nicht mehr schafft sie alleine zu pflegen.Ich wohne leider 550 km weit weg . . Nun meine Frage .. Wenn meine Mutter ins Pflegeheim kommen würde müsste dann mein Vater das Haus verkaufen ??? Das wäre sein Untergang .Meine Mutter war Hausfrau also sie bekommt keine Rente ... Wenn Häusliche Pflege mit Pflegepersonal wie sieht es dann aus . Wer kommt dann für die Kosten auf ? Meine Eltern leben beide in NRW .. Vielen herzlichen Dank regi 71

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Großmutter dement, Großvater verzweifelt - was können wir nur tun?

Meine Großeltern waren schon seit ihrer frühen Jugend ein unglaublich liebendes Paar. Sie haben keinen Tag ohne den anderen verbracht und waren auch im Alter immer sehr zärtlich und verliebt. Gerade meine Oma (81) war schon immer sehr anhänglich.

Mein Opa (83) ist ein sehr lebensfroher, aktiver Mensch. Leider erlitt er bereits 2 Herzinfarkte und hatte einen Hirntumor. Trotzdem arbeitet er noch immer mithilfe seiner Kinder und Enkel im Gemüsegarten, geht zur Koronarsportgruppe, pflegt die Gräber seiner Geschwister und fährt noch gut Auto. Außerdem ist er sehr begabt, wenn es darum geht zu dichten und Geschichten zu schreiben. Für jedes Kind (2 Töchter, 2 Söhne), jeden Enkel (5 Jungs, 3 Mädchen) und die Urenkelin hat er eine individuelle Fassung seiner Memoiren verfasst - für jeden, wie er sie am interessantesten zum lesen finden könnte. Er ist auch im Kopf noch sehr fit und an vielen Themen interessiert und engagiert.

Man kann sich also denken: er ist ein toller, lebensfroher, liebevoller und fürsorglicher Mann, für den ein Tag ohne "Action" einfach verloren ist. Er MUSS immer etwas unternehmen, braucht Gesellschaft und will gefordert werden.

Doch, das hat der liebe Gott wohl missverstanden. Denn seit 4-5 Jahren fordert die Gesundheit meiner Oma ihn von Tag zu Tag mehr. Sie leidet seit dieser Zeit unter einer sehr schwierigen Form von Alzheimer und es steigert sich ins Unermessliche. Sie ist wie ein anderer Mensch! Ihre Persönlichkeit ist "tot", ihr Charakter ausgelöscht. Die ständige Unsicherheit, Unruhe und Angst in ihrem Inneren machen sie kaputt. Sie äußert sich dadurch leider sehr sehr sehr aggressiv. Sie geht verbal und auch körperlich auf willkürliche Leute los und ist nicht zu bändigen. Seit einem Jahr geht sie von Montag bis Freitag von 9 bis 17 Uhr in ein Seniorenheim. Das hat sich gut eingespielt und meinem Opa sehr viel Abhilfe verschafft.

Doch es wird immer schlimmer und ist nicht mehr tragbar. Alle Kinder haben bereits angeboten sie im eigenen Haus aufzunehmen, selbst zu ihnen zu ziehen oder ein Wohnheim zu finden. Doch nichts nimmt mein Opa an - er will nicht akzeptieren, dass die Person, die er so sehr geliebt hat und liebt nicht mehr dieselbe ist. Und er sieht nicht ein, dass er daran zerbricht :( es geht ihm und auch ihr - aber vor allem ihm - gesundheitlich imm schlechter. Er bricht oft zusammen und es ist einfach zu viel! Er hat zwar eine Reinigungskraft im Haus und bekommt auch das Essen geliefert, außerdem sind wir Enkel jeden Tag dort, doch es eskaliert immer mehr. Wir haben Angst, dass er ausrastet oder vor Aufregung stirbt. Sie redet ohne Ende, zwingt ihn und lässt nicht mit sich umgehen. Therapien und Lehrgänge hatten wenig Erfolg - wir können nicht mit ihr umgehen, selbst das Altenheim hat Probleme! Sie ist NUR auf ihn fixiert, niemand sonst kann mal die Verantwortung übernehmen.

Was sollen wir nur tun? Er würde in einem Altersheim "eingehen/versauern". Er soll doch einen GLÜCKLICHEN Lebensabend verbringen... :(

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Bezahlung wenn ich selber meine Mutter Pflege?

Ich pflege seit einiger Zeit meine demenzkranke Mutter. Das heißt ich versorge sie mit Essen, halte das Haus in Schuss und Pflege den Garten. Das ist im Schnitt bestimmt ein Arbeitsaufwand von zwei bis drei Stunden pro Tag.

Selber kochen geht inzwischen nicht mehr und auch die Mikrowelle kann sie nicht mehr bedienen.

Jetzt meine Frage, kann ich eine Pflegestufe bei der Pflegeversicherung beantragen und selber dafür bezahlt werden? In dieser Situation kann ich nicht Vollzeit arbeiten, da ich auch noch eine eigene Familie versorgen muss.

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Kurzzeitpflege, wie läuft das ab?

Hallo ihr Lieben, es geht um den Großvater einer meiner Freundinnen. Er ist sehr krank und schafft nichts alleine und lässt sich eigentlich nur von der Mutter meiner Freundin pflegen. Das Problem: Er terrorisiert alle, schreit sie nur an, statt dankbar zu sein und die Mutter ist mittlerweile völlig am Ende. Ihn in ein Heim abzuschieben kommt jedoch nicht infrage. Ich bin der Meinung, dass das so nicht weiter gehen kann, mit ihm reden bringt nichts! Nun habe ich gehört, dass es die Möglichkeit gibt, jemanden in Kurzzeitpflege in eine Eirnichtung zu geben, nur für wenige Wochen, vielleicht würde ihn das wachrütteln, auf alle Fälle aber der Mutter sicher Entlastung bringen. Eine Hilfe ins Haus zu holen würde nichts bringen, da er ja nur von der Mutter gepflegt werden will. Wäre er außer Haus hätte er keine andere Möglichkeit. Ich wüsste aber gerne, wie das alles abläuft, bevor ich ihnen diesen Vorschlag wirklich nahe legen kann. Könnt ihr mir da weiterhelfen?

Liebe Grüße, Ixx

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Altenheim oder gibt es noch alternativen?

Hallo,

Ich habe mich natürlich schon bei allen möglichen Anlaufstellen informiert, aber ich hoffe auf einen guten Tipp den ich noch nicht gehört habe eventuell.

Es geht um meine beiden Eltern, die aktuell seit einem halben Jahr im Altenheim sind, jedoch sind die Umstände dort wirklich katastrophal was mir selbst die beraterin von der Krankenkasse zustimmte. Die beiden leiden an Demenz womit der umgang natürlich schon schwer genug ist, jedoch ist meine frage: gibt es eine alternative als das klassische altenheim? im Monat zahle ich um die 5000 Euro für diese umstände, das sehe ich irgendwo nicht ein. Ich habe schonmal was von einer Demenz-Wg gehört für ältere Leute, jedoch würde dort nochmal Summe X oben drauf kommen.

Ich spiele schon mit dem Gedanken, sie zuhause auf zu nehmen, zu betreuen und mir eventuell eine pflegehelferin für paar stunden am tag zu holen, was haltet ihr davon? natürlich wäre das jetzt zuviel um ins Detail zu gehen aber vielleicht hat jemand von euch schonmal die erfahrung gemacht, oder kennt sich gut aus in dem Thema.

Vielen Dank vorab

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