Wie oft wird eine Wurzelbehandlung wiederholt?

2 Antworten

Wie ging das denn mit dem Zahn weiter ?

Ich kann Dir erfahrungsgemäß sagen, dass abgestorbene Zähne bei der Behandlung wenig schmerzen und viele Patienten keine Betäubung brauchen. Ich hatte selbst einmal so einen Zahn, der noch klopfempfindlich war und auf warm reagierte. Während der Behandlung hatte ich keine Schmerzen. Das liegt daran, dass der Schmerz über den Kieferknochen und das Zahnfleisch ausgestrahlt wird. Wenn Du eine Spritze möchtest, sagst Du das am besten zu Beginn der Behandlung.

Wichtig ist es, die Termine immer genau einzuhalten, da die Einlagen regelmäßig, nach spätestens drei Wochen, gewechselt werden müssen. Wenn der Zahn entzündungs- und beschwerdefrei ist, wird eine Wurzelfüllung gemacht und nach 6 Monaten ein Kontrollröntgenbild und evtl. eine Überkronung, wenn der Patient das möchte.

Versäumt man das alles oder geht nicht mehr zum Zahnarzt, ist es nur eine Frage der Zeit, bis die Entzündung aufflammt und bis zur Wurzelspitze voranschreitet (dicke Backe), dann muss ggf. auch eine Wurzelspitzenresektion durchgeführt werden. Alles in allem aufwendiger mit Zahnsubstanzverlust verbunden.

Wurzelbehandlungen haben ihre eigenen Gesetze. In der ersten Sitzung wird der Zahn geöffnet, der Nerv entfernt, die (meist) drei Kanäle gesäubert, ein Medikament eingelegt und der Zahn provisorisch verschlossen. In der zweiten Sitzung wird der Zahn wieder aufgemacht und die Kanäle noch einmal gereinigt, Medikament rein, provisorisch verschlossen. Ist der Zahn in der Zwischenzeit schmerzfrei, so werden in der dritten Sitzung die Nervkanäle komplett und endgültig verschlossen. Der Zahn erhält noch einmal eine provisorische Fällung. In der letzten Sizung wird der Zahn mit einer dauerhaften bakteriendichten Kunststoff-Füllung versehen. Ist der Schaden am Zahn aber zu groß so sollte er nach einer röntgologischen Kontrolle (nach ca. 6 Monaten) mit einer Krone versehen werden.

Ist der Zahn noch nicht ruhig, so wird er in der dritten Sitzung noch einmal mit einem (evtl anderen) Medikament versorgt nachdem die Kanäle noch einmal gesäubert worden sind. Es ist durchaus möglich, daß der Zahn nach einer solchen Behandlung noch kurze Zeit schmerzt. Auch nach beendeter Behandlung kann der Zahn von Zeit zu Zeit wehtun. Von außen ist nicht zu sehen wieviele Bakterien in den umgebenden Knochen gelangt sind und wie weit sie sich ausgebreitet haben.

7er sind sowieso nicht ganz einfach. Weit hinten, wenig Sicht (es sei denn Lupe mit eigener Lichtquelle oder Mikroskop) und wenig Platz für die Intrumente. Häufiger hat er auch etwas gekrümmte Kanäle. An diesem Punkt kann es , da die KK so schwierige Arbeiten nicht bezahlen, zu Eigenkosten bis zu einigen 100,00 € kommen. Ist die Arbeit gut, so lohnt sich das Geld, da dieser Zahn dann noch 10, 15, 20 oder mehr Jahre im Munde bleiben kann.

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