Wie oft neue Gitarrensaiten aufziehen?

3 Antworten

Hallo,

das kommt auf die Saiten an, wie sie bespielt werden, mitunter auch auf die Zusammensetzung von Handscheiß etc. und natürlich welchen Anspruch du stellst.

Auf meinen Stahlsaitengitarren wechsele ich die Saiten in der Regel alle 14 Tage. Wenn ich mit der Westerngitarre im Studio stehe wechsele ich die Saiten auf dem Instrument meist nach zwei Tagen.

Wobei ich in der Regel Saiten spiele die eher schnell an Klang verlieren, dafür aber meiner Meinung nach hervorragend klingen wenn man sie frisch auf das Instrument aufspannt.

Andere spielen lieber Saiten wie z.B. die Elixir-Saiten, die einen vielleicht nicht so hervorragenden Ton haben, dafür aber sehr lange ihren mittelmäßigen Ton behalten.

Die richtigen Saiten zu finden ist auch immer vom eigenen Geschmack abhängig.

Das ist ja auch mitunter auch eine Zeitfrage, grade wenn man mehr als eine Gitarre hat und der ein oder andere will oder kann einfach nicht im Jahr ein paar Hundert Euro für Saiten ausgeben.

Wobei so Tipps wie 3-4 mal im Jahr einen Saitenwechseln vorzunehmen, doch eher mäßig sind. Bei einem Instrument, das in der Woche über 10h bespielt wird ist schon lange davor einfach keine Action, kein Leben mehr in der Saite; weil der Saitenkern ausgeleiert ist. Das hat auch primär nichts mit den Obertönen zu tun, die eine Saite vielleicht länger hat oder nicht verliert weil sie eh schon von Anfang an kaum welche hatte.

Westerngitarren kommen oft mit einem Pin-Steg. Da werden die Saiten von Stöckerln gehalten. Bei klassischen Gitarren findet sich oft ein Steg mit Knüpfbock, auf dem sie Saite verknotet wird. Da gibt es aber auch durchaus Abweichungen.

Ohne nähere Angaben zum Instrument kann man da wenig helfen. Am besten gehst du mit deinem Instrument in einen Musikladen. Da wird man dir sagen können wie welche Saite auf das Instrument aufzuziehen ist. Zumal du dann auch den richtigen Saiten-Typ für dein Instrument bekommst. Die falsche Saitenwahl kann klassische Gitarren mitunter beschädigen.

 

"das kommt auf die Saiten an, wie sie bespielt werden, mitunter auch auf die Zusammensetzung von Handscheiß etc."

Manuelles defäkieren scheint in der Tat ein Problem von einigen Gitarristen zu sein... :D

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ich kann nur zu Westerngitarrensaiten etwas sagen. Zum Wechseln gibt es ja verschiedene Gründe, die verschieden schnell eintreten:

  • die Saite korrodiert und klingt stumpf. Wie schnell das geht, hängt von der Schweißchemie des Spielers ab und davon, ob die Saiten nach dem Spielen jeweils gereinigt werden (Saitenreiniger sind ein Thema für sich).
  • die Saite wird über den oft benutzten Bünden platt gedrückt und bekommt Intonationsprobleme. Wie schnell das geht, hängt davon ab, wie stark man aufdrückt.
  • die Saite reißt (meist am Steg). Wie schnell das geht, hängt von der Saitenspannung ab. Je geringer die Spannung, desto größer die Biegebewegungen und desto früher der Ermüdungsbruch. Leichtere Saitensätze haben eine geringere Spannung als schwerere.

All das muss man nach Erfahrung für sich herausfinden. Ich reinige meine Saiten nach dem Spielen mit Dr. Duck's und wechsele sie alle 2 Monate. Sie würden auch etwas länger gut klingen, reißen dann aber manchmal mitten im Spielen, und ich hasse es, während der Pub Session Saiten zu wechseln.

nimm die Seiten die für deine Gitarren Art bestimmt sind. Wenn du so oft spielst rate ich dir zwischen 2-3 mal im Jahr die Seiten zu wechseln, 4 mal geht auch wenn das nicht all zu viele Umstände macht...

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