Wie oft kommen Schlangenbisse in Afrika vor?

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5 Antworten

Eine genaue Zahl wird keiner sagen können. Fälle in denen Opfer es bis zu einem Arzt schaffen werden zwar regestriert aber die "Dunkelziffer" ist mit sicherheit höher. Schlangen flüchten meistens lange bevor ein Mensch merkt das eine da ist. Die fälle das sie sich so berdoht fühlt das sie sich mit bissen wehrt sind ehr selten. Ein tödlicher Verkersunfall ist viel warscheinlicher.

Die einzigen zahlen die ich zu dem Thema gefunden haben beziehen sich aus Weltweite und Indische schätzungen:

Neue Studie zu Schlangenbiss-Opfern widerlegt offizielle Schätzungen Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) schätzt, dass bis zu 5 Millionen Menschen jährlich von Schlangen gebissen werden. 300.000 dieser Vergiftungen führen zu bleibenden Schäden wie Amputationen und etwa 100.000 Menschen pro Jahr sterben an Schlangenbissen. Zwei neue Studien enthüllen nun die wahre Größenordnung des Problems. Eine in “PLoS Neglected Tropical Diseases” publizierte Untersuchung zeigt, dass allein in Indien jedes Jahr 46.000 Menschen an Schlangenbissen sterben – die offizielle Statistik listet nur 2.000. Eine zweite Veröffentlichung berichtet von 700.000 Schlangenbissen und 6.000 Toten pro Jahr in Bangladesch, was bisherige Schätzungen ebenfalls deutlich übertrifft.

(Quelle: http://news.doccheck.com/de/article/207084-mehr-todesopfer-durch-schlangenbisse/ )

Da die Giftschlangen in Afrika häufiger vertreten sind, als beispielsweise in Europa, kommen Bissunfälle natürlich immer wieder vor. Da keine Schlange aggressiv ist, nicht einmal die berüchtigte "Schwarze Mamba" greift von sich aus Menschen an, liegt die Schuld an solchen Unfällen fast immer beim Menschen und seinem Verhalten. Die Überlebensrate nach Schlangenbissen ist natürlich von der Art der Schlange und von der medizinischen Versorgung in der Umgebung abhängig. Die giftigste afrikanische Schlange ist übrigens nicht die Mamba sondern die südafrikanische Kapkobrba (Naja nivea). Beides sind Giftnattern und verfügen über ein starkes Neurotoxin. Die Puffotter (Bitis arientans) kommt im gesamten Afrika vor und ist auf Grund ihrer Häufigkeit gefürchtet. Sie ist ein Viper bzw. Otter und verfügt über ein starkes Haemotoxin, was sie von den Giftnattern unterscheidet. Sehr starkes Gift besitzt die Gabunviper (Bitis gabonica), das sowohl haemotoxisch als auch neurotoxisch wirkt. Es ist als ob eine Kobra und eine Puffotter gleichzeitig beißen. Die Überlebensrate ist immer davon abhängig, wie schnell nach einem Schlangenbiss einer gefährlichen Art ein Antiserum verabreicht werden kann. Unbehandelt verlaufen volle Bisse von Mambas oder Kobras oft tödlich.

ich denke dass bissunfälle (bei einheimischen) in vielen ländern täglich passieren.. (laut wikipedia 1 millionen giftschlangenbisse jährlich in afrika, südlich der sahara, 1/4 davon tödlich) dort ist man sich aber der gefahr durch giftschlangen bewusst, erfahren im erkennen der spezies und weiß wie man vergiftungen zu behandlen und etwas hinaus zögern kann... das ist wichtig, denn nicht überallhin kommt der flying doctor und die wenigsten menschen können sich eine ärztliche behandlung leisten.

während meiner aufenthalte in afrika.. wurde mir gesagt, dass jedoch meistens plantagenarbeiten, das vieh oder die kinder die es hüten gefährdet sind da sie sich durch solche regionen bewegen wo die tiere anzutreffen sind.. die kindersterblichkeit ist in afrika sehr hoch..

Dazu sagen sollte man aber.. dass das gefährlichste in afrika sicherlich kein schlangenbiss ist, sondern eine malaria ansteckung.

Schlangen findet man in Afrika fast überall und gefährlich ist, dass die meisten Einheimischen fast ausschließlich in Flipflops unterwegs sind. Festes Schuhwerk würde schon einige Schlangenbisse vermeiden helfen aber dafür fehlt einfach das Geld.

Ich kann Dir zwar nicht sagen, wie oft Menschen von Löwen in Afrika angefallen werden. (Wolltest Du ja auch wissen ....) Und wieviele Schlangenbisse es in Afrika gibt ..... Dafür kann ich Dir aber sagen, wieviele Menschen von Eisbären in Grönland jährlich getötet werden ....

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