Wie oft kann man Freibetrag bei Schenkungssteuer ausnutzen?

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4 Antworten

Der Freibetrag gilt für 10 Jahre. Wenn also nach z.b. drei Jahren nochmal ein neuer Betrag verschenkt wird, muss nur dieser neue Betrag versteuert werden.

Alle 10 Jahre ist das möglich.

Z.Zt. ist die Erbschaftsschaftssteuer beim BVerfG anhängig, weil verfassungswidrig.
Im September 2016 wird das BverfG erneut urteilen, das die Politik bislang nicht reagiert hat.

Hefti15 10.08.2016, 18:46

Aber da geht es um ganz andere Sachverhalte. Diese Art der Schenkung ist davon gar nicht betroffen.

Weiterhin hat ja das BVerfG festgestellt, dass bis zum Sep. 2016 die bisherigen Regelungen weiter angewendet werden.

Und die Politik hat doch schon regiert. Der Reformvorschlag befindet sich doch momentan im "Vermittlungsausschluss" von Bund und Ländern.

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Der "Schenkende" kann das so oft tun, wie er will. Der Beschenkte hat alle 10 Jahre diesen Freibetrag zur Verfügung.

Ja, der Zeitraum beträgt 10 Jahre, leider.

marrypopkins 10.08.2016, 02:09

Ok, dass ist natürlich reine Abzocke vom Bund, da man bereits das Geld korrekt versteuert hat und hier nun wieder zusätzlich eine Schenkungssteuer drauf kommt.

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MagicalMonday 10.08.2016, 02:11
@marrypopkins

Das ist ja nun aber immer so. Dein Arbeitgeber zahlt Umsatzsteuer, wenn er dich mit dem verdienten Geld bezahlt, zahlt er Lohnsteuer, und wenn du dann mit deinem Geld etwas kaufst, zahlst du Mehrwertsteuer.

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PatrickLassan 10.08.2016, 06:30
@MagicalMonday

,wenn er dich mit dem verdienten Geld bezahlt, zahlt er Lohnsteuer

Der Arbeitgeber zahlt die die Lohnsteuer nicht für sich, er führt sie lediglich für den Arbeitnehmer ab.

Du wirfst hier außerdem zwei völlig verschiedene Steuerarten, die an zwei völlig verschiedene Sachverhalte anknüpfen, durcheinander.

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PatrickLassan 10.08.2016, 06:33
@marrypopkins

das[s] ist natürlich reine Abzocke vom Bund , da man bereits das Geld korrekt versteuert hat

Zwei verschiedene Sachverhalte, zwei verschiedene Steuern. Zudem sind die Freibeträge bei der Schenkungsteuer relativ hoch, zumindest bei Schenkungen unter Verwandten.

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MagicalMonday 10.08.2016, 08:13
@PatrickLassan

Es ging marrypopkins darum, dass das gleiche Geld mehrfach versteuert wird. Ich zahle Steuern wenn ich es bekomme, ich zahle Steuern, wenn ich es ausgebe.

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AalFred2 10.08.2016, 11:51
@MagicalMonday

Nein, beim Verschenken zahlt der Beschenkte Steuern nicht der Schenker.

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MagicalMonday 10.08.2016, 12:00
@AalFred2

Genau, und wenn der es weiter verschenkt, zahlt der nächste Beschenkte auch wieder Steuern. 

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Hefti15 10.08.2016, 18:32
@PatrickLassan

"Du wirfst hier außerdem zwei völlig verschiedene Steuerarten, die an zwei völlig verschiedene Sachverhalte anknüpfen, durcheinander. "

Machst du doch auch. Wenn du von "versteuerten" Geldern sprichst die verschenkt werden. Der Selbstständige hat für das Geld z.B. Gewerbesteuer bzw. Einkommensteuer zahlen müssen, nun wird Schenkungssteuer fällig.

Mehrere verschiedene Steuerarten, verschiedene Sachverhalte...

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Hefti15 10.08.2016, 18:34
@AalFred2

Stimmt doch nicht, oder? §20 ErbStG : "Steuerschuldner ist der Erwerber, bei einer Schenkung auch der Schenker,..."

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Hefti15 10.08.2016, 18:38
@marrypopkins

Das ist eben keine Abzocke. Erstmals, ist es der ganze normale Umstand, dass man Geld zur Verfügung hat, das zuvor schon besteuert wurde und wenn man es wieder einsetzt, i.d.R. wieder Steuern anfallen.

Zweitens, ist es auch keine Abzocke. Denke mal nach:

Der Fragesteller will 20.000 Euro verschenken. Das soll steuerfrei bleiben? Wenn er aber für das gleiche Geld sich einen Gärtner anstellt, dann soll darauf u.a. Lohnsteuer gezahlt werden?

Abzocke ist also für dich, wenn jemand keine Leistung erbringt (also der Beschenkte), dann ist ein Vermögenszuwachs steuerfrei, wenn einer aber arbeitet, dann soll er Steuern zahlen?

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MagicalMonday 10.08.2016, 19:24
@AalFred2

Nichts und. marrypopkins meinte, es sei Abzocke, dass das Geld mehrfach versteuert wird, und ich erklärte, dass das normal ist. Ist das irgendwie schwer zu verstehen?

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