Wie oft ist schon ein jet über euere Stadt geflogen?

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1 Antwort

Bei mir bisher 4 mal und davon 3 mal dieses Jahr.

Heute ist man den Anblick von Militärvehikeln jeglicher Art in Deutschland kaum noch gewohnt.

In Zeiten des Kalten Krieges war dieser Anblick keine Seltenheit.

Im Westen gab es wöchentlich einige Überflüge von Jets, in einigen Gegenden sogar täglich und das nicht nur durch Flugzeuge der Bundesluftwaffe. Auch Maschinen der NATO Mitglieder waren regelmäßig präsent, Jets, Hubschrauber, Transportmaschinen usw.

Ebenso traf man vielerorts regelmäßig Fahrzeuge, auch Soldaten aller Art an, neben Fahrzeugen der BW ebenfalls aus verschiedenen Nationen, wie beispielsweise GB, USA oder auch aus den Niederlanden.

In Ostdeutschland traf man neben der NVA u.a. Fahrzeuge und Angehörige der sowjetischen Armee.

Auf beiden Seiten gab es regelmäßig stattfindende Manöver.

Eine größere Bedeutung ist den, von dir beobachteten Überflügen, nicht zu bemessen.

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Kommentar von navynavy
20.11.2016, 21:23

Völlig richtig - nur zur Ergänzung einmal wieder der Hinweis auf eine Episode aus meiner Kindheit, so Anfang der 1990er Jahre: Ich war noch in der Grundschule, und wir hatten ein paar Tage schulfrei, weil unser Schulgebäude als Gefechtsstand einer Großübung diente. Der ganze Ort war quasi olivgrün, überall waren Soldaten und Fahrzeuge unterwegs. So etwas würde heute in vielen Regionen wohl zu einem Aufschrei der Entrüstung führen - so ändern sich die Zeiten.

Und um Deine vier Überflüge im Jahr richtig einzuordnen: Ich wohne etwa 50 km Luftlinie vom Fliegerhorst Lager Lechfeld entfernt. Überflüge von Tornados gehörten bis etwa 2005 zum Alltag - und zwar mindestens alle paar Tage, und dann auch noch meistens mehrfach täglich. Erst später wurden die Flüge deutlich reduziert (hier spürte man die Einsparungen und Reduzierungen ganz deutlich), heute sind es vielleicht ein oder zwei Überflüge im Monat.

Ich möchte ganz deutlich sagen: Die Bundeswehr kann ihre Aufgabe nur erfüllen, wenn sie übt. Das ist nicht anders als bei der Feuerwehr, dem Rettungsdienst oder der Wasserwacht - letztere kann auch nicht erst die Gebrauchsanweisung fürs Motorboot zu lesen anfangen, wenn der Ertrinkende um Hilfe ruft. Dazu gehört es unvermeidbar auch, dass die Bundeswehr ab und zu in irgendeiner Form öffentlich wahrnehmbar wird. Das hat nichts mit Kriegsvorbereitungen oder sonstigen Aluhut-Fantasien zu tun - sie tut einfach nur ihren Job. Und diese wenigen Flüge sind ohnehin sparsam genug - um ihre Einsatzbereitschaft wirklich auf hohem Niveau zu erhalten, müsste die Luftwaffe viel häufiger aufsteigen.

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