Wie oft Hausfassade streichen?

6 Antworten

Im Kern hast Du bereits alles selbst geschrieben, was relevant ist.

Alle Fassadenfarben sind mit Bioziden versetzt, um Schimmel und Algenwachstum zu verhindern. Diese Stoffe werden mit der Zeit ausgewaschen. Man rechnet etwa 8 - 10 Jahre, bis ein erneuter Anstrich erforderlich ist. Wie bereits geschrieben geht hiervon auch eine starke Umweltbelastung aus.

Die regelmäßig wiederkehrende Notwendigkeit des Anstreichens ergibt sich aus der Tatsache, dass die dünne Schicht Putz auf dem Styropor den Temperaturschwankungen des Tages komplett unterliegt und damit Feuchtigkeit kondensieren kann. Diese Situation kann man nur beheben, wenn man die äußere Schicht durch einen dickeren mineralischen Aufbau ersetzt. Das kann ein sehr dicker Putz sein (was auf Styropor quasi nicht geht), Riemchen oder am besten verklinkern.

Ist nicht ganz richtig. Man muss die schnelle Auskühlung der Oberflächen verhindern, um die Tauwasserbildung zu verhindern. Dann hat man keine Probleme mit Algen. Das kann man über ein sehr dicke Schicht Putz erreichen, besser ist aber eine Putzträgerplatte aus Holzweichfaserplatten einzuplanen. Und natürlich kann man Polystyrol verputzen, da verarbeitet man dann ein Gewebe auf Oberfläche ein. Notwendig wird streichen erst, wenn es nicht mehr gut aussieht, Eine andere Funktion hat die Farbe nicht (Auch wenn uns der Hersteller was anderes "verkaufen" will.)

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@MisterKnowitall

So tief ins Detail wollte ich jetzt nicht gehen. Wesentlich ist: durch mehr Masse eine Temperatur-Trägheit der Oberfläche zu bekommen und damit die Zeit, in der Kondensierung stattfindet zu verkürzen. Und ja, man kann Styropor verputzen, aber Du weißt selbst, daß sich eine Sanierung einer so gedämmten Fassade von einer Neubausituation unterscheidet. Und da ist es dann meistens so, dass die Styroporplatten nicht für den Auftrag schwererer Schichten geeignet sind, weil sie selbst nur mit den notwendigsten Klebepunkten ausgestattet wurden. Da kann ich nicht guten Gewissens eine Hoffnung schüren, die im Regelfall nicht einzuhalten ist.

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Wenn euer Anstrich noch gut aussieht, gibt es keinen Grund zu streichen! Die Schlieren sind tatsächlich auf die Kipplüftung zurückzuführen und sind wahrscheinlich (Ferndiagnose) mikroskopisch kleine organische Bestandteile, die sich auf der kalten Oberfläche festgesetzt haben. Fungizide in der Fassadenfarbe machen keinen Sinn. Schimmel bildet sich auf der Oberfläche nicht, sondern dass Problem sind Algen. Außerdem waschen sich die Mittel, wie richtig bemerkt, innerhalb kurzer Zeit aus und sind giftig. Wenn ihr bis jetzt kein Problem mit Algen auf der Oberfläche hattet, ist damit auch nicht mehr zu rechnen (es sei denn, man lässt viele Pflanzen an der Mauer wachsen). Eine stinknormale Fassadenfarbe für mineralische Untergründe (ich nehme mal an die Wand ist verputzt) dürfte dann ausreichen.

Diese schwarzen Schlieren lassen sich nicht verhindern. Es sei denn, die Nachbarn lernen richtig zu Lüften! Dauerlüften ist Energieverschwendung und führt dazu, das sich an den Stellen, wo warme Luft Austritt, sogenanntes Fogging bildet. Siehe dazu

http://www.lfu.bayern.de/umweltwissen/doc/uw_108_fogging_schwarzstaub_wand.pdf

Ansonsten wüsste ich nicht, wieso man seine Fassade nicht reinigen lassen sollte /sollen dürfte.Nicht, das ich die Biozide in den Fassadenfarben toll finde, aber wenn die so schädlich wären, gäbe es die Farben ja nicht zu kaufen.

Gruss - Flo

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