Wie oft bewegt ihr euer (altes) Pferd und was füttert ihr?

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6 Antworten

Hallo, 

das Pferd bekommt offenbar zu wenig Abwechslung. Hier wird wieder nur geritten, geritten, geritten und geritten. Keine Bodenarbeit, keine Bindung und Vertrauen zum Menschen, keine Gymnastizierung - keine Abwechslung. 

Du schreibst schon das er sehr wenig Muskeln hat und keine Motivation. Daran sollte gearbeitet werden ehe sich da wieder jemand drauf setzt. 

Motivation bekommt das Pferd indem man Vertrauen aufbaut und ihm Abwechslung bietet. Also nicht jeden Tag reiten, sondern mehrmals die Woche Bodenarbeit und Spaziergänge machen. Muskeln baut das Pferd durch korrektes(!) Longieren auf. Das heißt nicht mit Halfter, Trense oder Longierbrille, sondern mit Kappzaum (siehe dazu den Online Longenkurs von Babette Teschen). Ebenso kann man mit dem Pferd "klettern" - im hügeligen Gelände spazieren. 

Die Ernährung ist auch ungünstig. Nur Gras ist sehr ungesund. Grade Ponys sind leichtfuttrig. Zudem Pferde sind Steppentiere, die magere Kost gewohnt sind und vor allem Mineralien hergeben. Unsere Weiden haben so gut wie keine Mineralien und früher oder später kommt es dann zum Mineral -, Zink - und Selenmangel. Ein gutes Mineralfutter (z.B Iwest) sollte also zugefüttert werden. Ausserdem sollte er jederzeit Heu zur Verfügung haben. Wenn mit ihm wirklich richtig gearbeitet wird, dann noch ungequetschten Hafer als Kraftfutter. 

Mit 23 Jahren ist das Pferd übrigens noch nicht alt. Er kann fast nochmal so alt werden - Ponys werden durchschnittlich bis zu 40 Jahre alt. 

Mit freundlichen Grüßen

VanyVeggie

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Kommentar von melinaschneid
18.07.2016, 13:11

Naja das Ponys 40 werden ist auch schon eine große Ausnahme. Ponys werden oft älter als großpferde. Je nachdem wie das Pony noch drauf ist kann es schon mit 23 Rentner sein.

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Wie sehen denn die Zähne aus und hat er irgendwelche Anzeichen von Arthrose? Ist das Herz gesund? Wenn ein Pferd gesund ist, sollte es auch gearbeitet werden, wer rastet, der rostet. Die Arbeit immer so anpassen, dass sie fordert, aber nicht überfordert.

Unser 30jähriger Trakehner bekommt wegen der fehlenden Zähne (es fehlen jetzt mehr als 10 Zähne) seine gesamte Heuration als Heucobs und je Mahlzeit 2 Kellen Puritan eingeweicht. Er wird noch täglich geritten (meist Ausritte bis zu 1h, selten auch 2h, Dressur in der Halle noch ca. 45min einschließlich Warmreiten). Seinen letzten Sprung unter dem Reiter hat er mit 25 am Neujahrstag gemacht. Danach ist er auch noch über den Koppelzaun gehüpft. Allerdings ist er auf Herz, Lunge und Knochen kerngesund.


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Kommentar von sechzehn16
18.07.2016, 13:04

Bei ihm ist alles gesund und ihm fehlt ein Zahn ansonsten ist er top fit. Nur wie motiviere ich ihn zum Arbeiten?

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Sind Ausritte möglich?

Manche Pferde mögen einfach nicht in der Halle oder Reitbahn laufen, oder haben Probleme mit dem Boden.

Longieren ist recht belastend. Longierst du vielleicht so viel, weil auf dem antriebsschwachen Pferd das reiten kaum Spaß macht?

Ob ein Pferd schwitzt, ist kein wirklicher Amhaltspunkt für Überanstrengung. Vielleicht sogar würd das Pferd mal aufwachen und fröhlich mitmachen, wenns ins schwitzen gebracht würde? Ich kenne einige, grade ältere Reitschulpferde, mit denen n

Macht es erst richtig Spaß, wenn man sievübetnehmen kann, nachdem sie schon eine Stunde gegangen sind. Die brauchen solange, um auf Touren zu kommen. Meine Meinung: hierzulande werden viele Pferde zutode geschont...

Möglicherweise hat sich das Pferd, weil es durch die falsch beschnittenen Hufe geschont werden mußte, so ans Nichtstun gewöhnt, dass es jetzt erst wieder merken muss, dass laufen Spaß macht.

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Ich vermute mal dein Pferd langweilt sich tierisch. Immer nur reiten oder auf dem Platz. Irgendwann schalten Sie dann ab. Geht ihr überhaupt nicht ausreiten oder spazieren?

7x die Woche arbeiten fände ich auch für ein jüngeres pferd zu viel. Die können ruhig mal einen Tag frei haben.

4x die Woche logieren ist übertrieben. Vor allem da es doch eine Belastung für die Beine ist. Gerade bei einem älteren pferd welches evtl. Arthrose usw hat.

Etwas mit dem Pferd machen heißt nicht unbedingt das es sich bewegen muss. Bodenarbeit, spazieren gehen, gemütlich im Schritt ausreiten oder einfach mal gründlich putzen und betüddeln reicht auch.

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Wenn der Schmied den Barhufer nicht korrekt schneiden kann, schau dich besser nach einem Huforthopäden um - die haben deutlich mehr Wissen, was Barhufer angeht.

Ich persönlich finde das auch etwas eintönig - Longieren kann man auch spannend gestalten, aber 4x die Woche longieren? Hm, mach doch lieber einmal davon klassische Handarbeit oder einen schönen Spaziergang. Oder einen Ausritt. Auch kommt es auf das Wie an - Wie longierst du denn? Anatomisch korrekt mit Kappzaum oder lässt du nur laufen mit Halfter oder Trense? Ich empfehle da, wie viele andere auch, immer einen Kappzaum in Kombination mit dem Longenkurs von Babette Teschen. 

Du kannst dir auch Pylonen auf dem Platz aufstellen, das bringt auch Abwechslung fürs Pferd. Ideen dazu gibt es im Internet genug oder man ist einfach selbst kreativ und stellt sich die Pylonen entsprechend auf. 

Füttern würde ich persönlich nur Heu und Hafer, sofern das Pferd gesund ist. Hafer der Arbeit angepasst, vll. 2 Händchen, vll auch mehr oder weniger, dass muss man aufs Pferd anpassen. 

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Also ich hatte eine 30 jährige Stute. Diese wurde 4 Tage die Woche bewegt. Mal geritten, mal Bodenarbeit. War aber eher mittelmäßig muskulös.
Sie stand immer auf der Weide hat aber noch Heu bekommen und ab und zu mal die Pellets. Das reichte eigentlich auch. Allerdings war sie sehr bewegungsfreudig (zu bewegungsfreudig...)
Ich würde mal einen profi rueberschauen lassen. Ferndiagnosen sind schlecht. Hier sieht man ja keine Körpersprache :)

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