Wie neutral; objektiv ist die Wissenschaft heutzutage?

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5 Antworten

Das kommt ganz darauf an, was wo passiert.

In der Grundlagenfoschrung und solcher mit gesicherter (öffentlicher) Finanzierung, also dort wo es keinen Druck gibt um bestimmte Ergebnisse zu erzielen, wird i.d.R. höchstmögliche Objektivität angestrebt.

Leider ist das nicht der Regelfall, denn viele Universitäten und Institute sind von sog. Drittmitteln abhängig und diese Gelder gehen oft nur an die Projekte, die am populärsten und spektakulärsten sind, oder aber bekommen die Gelder nur für das Erzielen bestimmter Ergebnisse, können diese nicht erfüllt werden, gibt es auch keine Publikation der Ergbenisse und sicher auch kein weiteres Geld für Folgeprojekte.

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Kommentar von Kajawizu
07.10.2016, 13:37

Professoren gründen Institute und sitzen in Gremien und beeinflussen somit die Entscheidungen wo Gelder hinfließen, diese Verantwortung hat ein großes Missbrauchspotenzial, welches überdacht werden muss.

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In der Summe aller Wissenschaftler wurde das meiste an sog. Wissen nachgeprüft. Jeder einzelne Wissenschaftler hat für sich aber nur eine winzige Menge davon selbst nachgeprüft, d. h., er glaubt das, was andere einmal gesagt oder aufgeschrieben haben, und er glaubt es so lange, bis er vielleicht auf etwas stößt, was dem bisher Geglaubten widerspricht.

Hat aber ein Wissenschaftler etwas entdeckt, das bisher Geglaubtes in Frage stellt, dann stößt er mit dem Neuen innerhalb der Wissenschaft häufig zuerst auf heftigen Widerstand, der so lange anhält, bis andere seine Auffassung nachprüfen und diese bei festgestellter Richtigkeit auch bestätigen.

Weiterhin sind es Akdademiker, die andere Akademiker mit Doktortiteln behängen. Als Gruppe betrachtet klatscht sich diese Gruppe somit selbst auf die Schulter.

Wie neutral das alles ist, darf jeder selbst bewerten.

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Wissenschaft heißt ja "Wissen schaffen" und das bedeutet, es kann nur objektiv sein. Ich messe etwas (Abmessungen, Massen, bestimmte Vorgänge in der belebten oder unbelebten Natur) und wenn mein Masßstab geeicht, sprich, von vielen oder den meisten Leuten anerkannt ist, ist das Ergebnis objektiv. 

Subjektiv wäre die Interpretation und schlimm ist es dann, wenn sie ungeprüft übernommen wird. Das aber ist im Bereich der Natur- oder Ingenieurwissenschaften und der Mathematik undenkbar. 

Die Naturgesetze sind immer und überall gültig und unüberwindbar. Ein Schaumstoff-Segelflugmodell aus einem Baukasten fliegt nach den gleichen physikalischen Gesetzen wie ein Verkehrsflugzeug. 

Und auch chemische oder biologische Vorgänge laufen nach bestimmten Verfahren ab. 

Bei den Ingenieuren ist es das gleiche. Wenn, wie jetzt in der Schweiz, ein neuer Tunnel gebaut wird, muss ein Ingenieur sein Fach beherrschen, egal, ob er Moslem oder Christ, Kapitalist oder Kommunist ist. Für den Berg spielt das alles keine Rolle. 

Und ein mathematischer Beweis gilt für die Ewigkeit. 

Das unterscheidet die drei Bereiche von allen anderen, gerade von BWL, VWL, Jura etc. und damit sind sie für mich objektiv, weil es immer mindestens einen Forscher geben wird, der eine Aussage überprüfen und sagen kann: "Halt, ganz so stimmt das aber nicht, weil ..." 

Ich denke also, das Objektivität in den Naturwissenschaften am größten ist; natürlich gibt/gab es Irrtümer, aber das ändert nichts am Prinzip. 

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Kommentar von holodeck
07.10.2016, 14:31

Das aber ist im Bereich der Natur- oder Ingenieurwissenschaften und der Mathematik undenkbar. 

Falsch.  
Vergleiche den beschwerlichen Weg der Theorie der Kontinentaldrift / Alfred Wegener - heute Schuljungenwissen. 60 Jahre nachdem Wegener seine Theorie vorgestellt hatte. Denn zuerst mussten die führenden Meinungsinhaber aussterben, bevor die neue Theorie eine Chance bekam.     

Auch heute noch müssen sich Wissenschaftler, die GEGEN den Mainstream (d.h. Lehrmeinung) forschen mit Herabsetzung ihrer akademischen Reputation herumschlagen. So, wie einst Wegener sich anhören musste, die Sache mit der Kontinentaldrift seien 

„Fieberfantasien der von Krustendrehkrankheit und Polschubseuche schwer Befallenen“.

natürlich gibt/gab es Irrtümer, aber das ändert nichts am Prinzip

Das einzige Prinzip, was für immer Gültigkeit hat in Punkto "Objektivität", ob nun bei den Natur- oder den Geisteswissenschaftlern lautet:

Objektivität ist die Wahnvorstellung eines Subjekts, daß es beobachten könnte ohne sich selbst. Heinz von Foerster

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Kommentar von Kajawizu
07.10.2016, 15:05

wissen ist wissen, ob es wahrhaftig ist oder nicht steht auf einem anderen blatt

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Kommentar von Kajawizu
07.10.2016, 15:09

Such dir etwas konkretes über das thema aus, wovon du erfahrungen hast und sag deine meinung darüber, es ist allgemein, alles ist allgemein und abstrakt, es ist immer eine frage des gegenüber wie konkret man gehen kann und soll, daher geh du auf etwas genaueres ein worauf du wert legst ... (durch allgemeine fragen findet man mehr meinungen über ein thema, als wenn man ganz speziell etwas meint, daher soll jeder seine tiefe einbringen)

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Es gibt keine "Objektivität". Weder damals noch heute. Es gibt nur Leute, welche die Sache mit dem blinden Fleck und dem Narzissmus nicht kennen und deshalb behaupten, sie seien objektiv. Im Gegensatz zu allen anderen.

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Kommentar von Kajawizu
07.10.2016, 15:04

So ist es, deswegen auch das streben danach

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