Wie nennt man Umlaute, die nicht zur Schrift passen, weil sie in der Schriftart nicht vorhanden sind?

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2 Antworten

Glyphen die versehentlich aus einer anderen Schrift stammen wurden früher als «Zwiebelfische» bezeichnet.

Sie kamen zustande, weil die Bleilettern nach dem Druck zurück in die Setzkästen «abgelegt» werden mussten und es passieren konnte, dass ein Zeichen in ein falsches Fach (wurden als «Fische» bezeichnet) oder sogar im falschen Kasten (Zwiebelfische) landete, z.B. ein kleines «e» aus der Garamond 10p im Kasten der Futura 10p; wurde es beim nächsten Mal wieder verwendet, stand in einem Absatz aus Futura plötzlich ein Buchstabe aus der Garamond. Entdeckte der Korrektor das, kennzeichnete er es mit einem kleinen «z» mit geschwungener Unterlänge.

Ersetzt man Glyphen die einer Schrift fehlen mit solchen aus einer anderen – das kommt z.B.  auch beim «ß» oder «€» vor könnte man von «gewollten Zwiebelfischen» sprechen. Einen direkten Fachbegriff habe ich jedoch nicht gefunden.

Als «blind» wird im Satz das «nichtdruckende Material» bezeichnet; also die Bleistücke mit denen man Wortzwischenräume und Zeilenabstände erzeugte.

Unter «Leiche» versteht man ein ausgelassenens Wort, oder einen ganzen Satz/Absatz.

Zum Thema Zwiebelfische findest Du hier mehr Info:

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Kommentar von ZippyLive
12.04.2016, 17:35

Kennst du das, wenn in einem Buch oder einem Text z.B "Er füllt das Glas auf und lacht dabei." steht und das ü ganz anders aussieht als die Schriftart vom restlichen Text? Soetwas meine ich.

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