Wie nennt man politisch korrekt einen dunkel häutigen Menschen?

42 Antworten

Es ist sinnfrei solche Fragen hier zu stellen. 99% der User hier sind Weiß. Du bist es wohl auch. Also stellt ein Weißer anderen Weißen die Frage, wie man Schwarze nennen soll.

Ich bin Schwarz, Ich nenne mich schwarz. Ich nenne mich nicht Farbig. Wir sind nicht farbig das seid Ihr. Ihr werdet immer so rot in der Sonne, grün wenn euch schlecht ist usw. Wir bleiben immer braun.

Weiße nenne Ich Weiße. Wir sind Schwarz.

Ansonsten aber nenne Ich Leute gerne beim Namen.

Ich sage zu meinem Kumpel nicht, hey Du Hellhäutiger mit Blondem Haar.. Ich sage Roman.

Ist dasselbe wie wenn man immer die Nationalität hervorhebt. Der Ali is dann "der Türke vom Kiosk".. Der Polnische Arbeitskollege, is dann "Der Pole xy.."

Einfach Menschen beim Namen nennen.

Ich glaube, es ging in der Frage nicht darum, wie man Schwarze persönlich ansprechen soll, sondern darum, wie man sie anderen Menschen gegenüber bezeichnen soll.

Aber ich denke, das weißt du selbst und magst dich hier nur ein bisschen aufplustern.

Ich finde es sehr interessant, positiv und informativ, von einem Schwarzen grünes Licht für die Bezeichnung "Schwarze" zu bekommen.

Warum dich die Frage aber dennoch so triggert, verstehe ich nicht.

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Legst Du wert darauf, Schwarz und Weiß groß zu schreiben? Es heißt, dass man vermeiden soll, die Farbe als Markmal/Adjektiv zu verwenden. Man soll es groß Schreiben, da es kein Merkmal, sondern eine Gruppe beschreibt.

Wie siehst Du das? Schwarz oder schwarz? Weiß oder weiß?

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@yardarrat

Darum gehts doch gar nicht. Ich bin hier nicht auf Jobsuche. Ich schreib falsch, aber ist doch egal. Ist doch nur privates Zeugs. Vor allem anonym.

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Ich finde diese Antwort sehr gut. Nennt die Leute beim Namen.

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Schwarzer. Nicht "Dunkelhäutiger", "Farblich Kolorierter", "Höchstpigmentierter" oder ähnliches. Du sagst ja auch einfach nur Weißer und nicht so was wie "Hellhäutiger europäischer Abstammung". Am besten wäre natürlich wenn man so wenig Differenzen zwischen verschieden hautfarbigen Menschen zieht. Ob schwarz oder weiß ist ungefähr so relevant wie Haar- oder Augenfarbe

Eben. Und wenn ich beschreibe, welche der beiden Frauen ich meine, und eine ist blond und die andere dunkelhaarig, dann sage ich ganz selbstverständlich: "die Blonde". Ebenso selbstverständlich sollte man in so einer Situation sagen können: "die dunkelhäutige". ("die Schwarze" kann mißverstanden werden, da damit auch die schwarzhaarige gemeint sein kann.) Das Ganze gilt natürlich nur, solange die Gesprächspartner die Namen der Frauen oder natürlich auch Männer nicht kennen.

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Hallo,

In den USA sagt man "Person of Color", die Bezeichnung taucht hier auch hin und wieder auf. Auch "Woman of Color" habe ich schon ein paar mal gelesen und gehört. Die Bezeichnung umfasst alle Nicht-Weißen, also auch Asiaten oder Araber. Wahrscheinlich wird die Bezeichnung sich aber hier so nicht durchsetzten. Vorerst ist glaube ich, Schwarzer/Schwarze im deutschen Sprachraum okay. Vor einigen Jahren galt "Afrodeutsche" als politisch korrekt, mittlerweile wird "Schwarze Deutsche" bevorzugt.

Gruß

Woher ich das weiß:Berufserfahrung

Wenn "Person of Color" OK ist, dann müßte auch "Farbiger" in Ordnung sein. Wird aber von vielen abgelehnt, man wäre ja nicht rot oder grün. "Schwarze Deutsche" fände ich total blöd, vor allem, wenn ich gar nichts über die Staatsangehörigkeit derjenigen weiß. "Afrodeutsche" finde ich aus demselben Grund schwierig.

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@spelman

Die Frage bezog sich auf die politische Korrekte Bezeichnung. Meine Antwort spiegelt nicht meine persönliche Meinung wieder. Was als politisch Korrekt angesehen wird ist wandelbar. "Person of Color" ist nicht das selbe wie "Farbiger" . "Farbiger" bezieht sich auf "Coloureds". "Coloureds" wiederum war eine geläufige Bezeichnung während der Apartheid in Süd Afrika wurde aber auch ebenso in den USA verwendet, als es auch dort noch Rassentrennung gab. Der Begriff an sich mag nicht diskriminierend sein, ist aber Aufgrund seiner historischen Verwendung problematisch und kann daher als diskriminierend empfunden werden. "Schwarze Deutsche" bezieht sich meines Wissens auch vor allem auf Deutsche, die sich durch ihre Hautfarbe von anderen Deutschen unterscheiden und daher ein bestimmte Identität in Anspruch nehmen. Ist ein schwieriges Thema, da könnte man ganze Doktorarbeiten drüber schreiben, und jedes Mal zu einem anderen Schluss kommen.

Die einfachste Regel wäre: Wenn jemand nicht mit einem bestimmten Titel oder Namen bezeichnet werden möchte, dann macht man es halt nicht. Wenn man auf einen bestimmten Namen oder Titel für jemanden besteht, und der andere damit kein Problem hat kann man dabei bleiben.

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@spelman

Du weißt auch nichts über die Staatsangehörigkeit eines jeden Weißen in diesem Land.

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@mirabellaxxo

Natürlich nicht. Es gibt aber auch keine Notwendigkeit dafür, denn "der blasse Typ da drüben hat Deinen Hammer genommen" ist ja akzeptiert.

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@spelman

Ich habe noch nie gehört das man einen Weißen "den blassen Typen" genannt hat. Man spricht so nicht. Weißte auch selbst.

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@mirabellaxxo

Wenn der Typ auffällig blasser als andere ist, dann schon. Allgemein für Weiße natürlich nicht, das meinte ich aber auch nicht. Man sucht sich immer das auffälligste Merkmal, weil das am einfachsten zu benennen ist. Wenn man unter lauter Weißen ist, macht es demnach keinen Sinn, "der Weiße" zu sagen.

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@spelman

Ich erkenne bei euch keine Blässe. Aber gut, Du wirst ein Auge dafür haben. Macht Sinn.

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Mensch ist Mensch. Wir reden von einander auch nicht auf die Weise: " Es gibt einen neuen Mitarbeiter, er ist brünett." Oder " rothaarig". Wenn jemand das sagt, denken doch Alle: " eh? was? wieso?". Und wenn man bedenkt, wieviele farbliche Abstufungen es gibt, soll man es gleich lassen.

Man sagt aber "der ältere Kollege" oder "die junge neue Kollegin", das ist auch beschreibend

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Wenn es aber zwei neue Mitarbeiter gibt, und ich möchte meinen Kollegen fragen, ob er den Namen des einen Mitarbeiters verstanden hat, dann muß ich ihm ja irgendwie mitteilen, welchen der beiden ich meine. Und dann sage ich so was wie: "Hast Du den Namen des großen Blonden verstanden?" - "Hast Du gehört, wie der Lange sich vorgestellt hat?" - "Hast Du Dir den Namen des Älteren gemerkt?" Und ebenso sollte man fragen können: "Wie heißt doch gleich der Dunkelhäutige nochmal?" Es ist einfach nur eine Beschreibung, und dafür nimmt man sinnvollerweise ein Merkmal, in welchem sich die beiden unterscheiden.

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@spelman

Genau das und das ist nicht wertend, sondern beschreibend

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Wenn es darum geht Menschen nach ihrer Hautfarbe zu klassifizieren so nennt man am besten "politisch korrekt" einen dunkelhäutigen Menschen "Schwarzer", so wie man ja auch uns Europäer in anderen Erdteilen schon immer "Weiße" genannt hat.

Im übrigen sprechen meiner Meinung nach auch andere klassifizierende Bezeichnungen nicht gegen die Etikette, wenn man damit nicht absichtlich eine "Bewertung" vornehmen möchte.

Für mich gilt immer noch unabhängig von Zeitgeist und Politik: 

Schlecht ist nur wer etwas Übles denkt und in den Begriff hineinlegt!

Sehe ich auch so

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Im Übrigen ist auch gegen den Begriff "Dunkelhäutiger" als Gegenteil zu einem "Hellhäutigen" nichts einzuwenden, den nicht alle Dunkelhäutigen sind "Schwarze".

Die Farbskala reicht ja selbst schon in Afrika von "helldunkel" bis "dunkeldunkel". Was also soll in unserer Gesellschaft diese manchmal schon krankhafte anmutende "politische Korrektheit"?  

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@bonamie

Ist das Selbe mit St. Martinsumzügen, die vielerorts nur noch Laternenfest, Lichterfest usw heissen, damit Nicht-Christen sich nicht auf den Schlips getreten fühlen.

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