Wie nennt man Liebe in anderen Worten?

8 Antworten

Wenn sich alle Menschen verhalten würden, wie es die Bibel in den folgenden für sie typischen Versen fordert, wäre die Welt ein viel besserer Ort:

"Denn also hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Leben haben." Johannes 3,16

"Alles nun, was ihr wollt, dass euch die Leute tun sollen, das tut ihnen auch!" Matthäus 7,12a

"Jesus Christus spricht: Ich lebe und ihr sollt auch leben." Johannes 14,19

"Prüft aber alles, und das Gute behaltet. Meidet das Böse in jeder Gestalt." 1. Thessalonicher 5, 21.22

"Wenn wir unsre Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und reinigt uns von aller Ungerechtigkeit. " 1. Johannes 1,9

"Gott will, dass allen Menschen geholfen wird und sie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen." 1. Timotheus 2,4

"Tut nichts aus Eigennutz oder um eitler Ehre willen, sondern in Demut achte einer den andern höher als sich selbst." Philipper 2,3

"Jesus Christus spricht: Selig sind, die Friedens stiften, denn sie werden Gottes Kinder heißen." Matthäus 5,9

"Vergeltet nicht Böses mit Bösem oder Scheltwort mit Scheltwort, sondern segnet vielmehr, weil ihr dazu berufen seid, dass ihr den Segen ererbt."
1. Petrus 3,9

"Ein Geduldiger ist besser als ein Starker und wer sich selbst beherrscht, besser als einer, der Städte gewinnt." Sprüche 16,32

"Die Frucht des Geistes ist Liebe, Freude, Friede, Langmut, Freundlichkeit, Gütigkeit, Treue, Sanftmut, Enthaltsamkeit." Galater 5,22-23

"Ihr sollt wissen, meine lieben Brüder: Ein jeder Mensch sei schnell zum Hören, langsam zum Reden, langsam zum Zorn. Denn des Menschen Zorn tut nicht, was vor Gott recht ist." Jakobus 1,19-20

"Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist und was der Herr von dir fordert, nämlich Gottes Wort halten und Liebe üben und demütig sein vor deinem Gott." Micha 6,8

"Vergeltet niemand Böses mit Bösem. Seid auf Gutes bedacht gegenüber jedermann. Ist´s möglich, soviel an euch liegt, so habt mit allen Menschen Frieden. Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem." Römer 12,17.18.21

"Geliebte, lasst uns einander lieben! Denn die Liebe ist aus Gott; und jeder, der liebt, ist aus Gott geboren und erkennt Gott. Wer nicht liebt, hat Gott nicht erkannt, denn Gott ist Liebe. Hierin ist die Liebe Gottes zu uns offenbart worden, dass Gott seinen eingeborenen Sohn in die Welt gesandt hat, damit wir durch ihn leben möchten. Hierin ist die Liebe: Nicht dass wir Gott geliebt haben, sondern dass er uns geliebt und seinen Sohn gesandt hat als eine Sühnung für unsere Sünden." 1. Johannes 4,7-10

Das ist wirklich schön ausgewählt und gibt mir gleich einen positiven Eindruck - so möchte ich es gerne hören; bleibt nur die Frage, ob diese Verse lediglich in eigener Sache gültig sind, während nach außen die eingangs zitierten in maximaler Härte je nach aktueller Gesetzesgültigkeit durchgesetzt werden. Frei nach dem Motto, wenn schon keine körperliche, dann doch mindestens seelische Gewalt ausüben.

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@osboha

Die Bibel lehrt klar, dass Gott Liebe ist und dass Christen Gott und ihre Mitmenschen lieben sollen.

In Jakobus 2,8 steht: "Wenn ihr das königliche Gesetz erfüllt nach dem Schriftwort: »Du sollst deinen Nächstenlieben wie dich selbst!«, so handelt ihr recht."

Jesus hat sogar zur Feindesliebe aufgerufen, was durchaus revolutionär und gar nicht so einfach ist: "Ich aber sage euch: Liebt eure Feinde, segnet, die euch fluchen, tut wohl denen, die euch hassen, und bittet für die, welche euch beleidigen und verfolgen" (Matthäus 5,4). 

Besonders das Neue Testament ist voll von diesen und ähnlichen Versen und Aufforderungen...

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@chrisbyrd

Das finde ich sehr gut und mir gefallen diese Verse. Nur nachdem ich einen vollumfänglichen Eindruck des Gesamtwerkes bekommen habe, muss ich annehmen, dass die positiv formulierten Verse ausschließlich für den erlauchten Kreis der Kirchenmitglieder gültig zu sein scheinen, während für die anderen klar definierte Sichtweisen einzuhalten sind. Dabei werden drei hauptsächliche Feindbilder immer und immer wieder in den Vordergrund gestellt und somit geprägt.

1. Juden
2. Heiden
3. Alle, die an einen anderen Gott glauben

Diese Feindbilder gilt es anscheinend bedingungslos zu vernichten, mindestens aber innerlich zu verachten.

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@osboha

Christen sollen und dürften niemanden vernichten. In der Bibel findet sich kein Aufruf dazu. Sie sollen lediglich an Gott glauben und anderen von ihrem Glauben weitersagen. Dabei sollen sie jeden Menschen lieben, egal welcher Herkunft oder Religion dieser angehört. Wie gesagt, Jesus hat sogar gefordert, dass Christen ihre Feinde lieben sollen.

Zu Juden sollten Christen besonders positiv eingestellt sein. Jesus war Jude und auch die meisten Schreiber der Bibel (Paulus, Petrus, Johannes, David, Salomo usw.). Es gibt überhaupt keinen Grund, Juden als negativ anzusehen. Ganz im Gegenteil...

Auch mit Heiden oder Menschen, die an andere Götter glauben, sollten Christen keine Probleme haben. Ganz im Gegenteil sollen sie sie genauso lieben, wie sie alle Menschen lieben sollen und sich dementsprechend verhalten. So steht es zumindest deutlich in der Bibel.

Eins ist aber klar: Christen sollen zu ihrem Glauben stehen und dazu, dass Gott in Jesus Mensch wurde, um stellvertretend am Kreuz zur Vergebung unserer Schuld zu sterben. Jeder Mensch kann dieses Rettungsangebot Gottes annehmen, um die Vergebung der Schuld und das ewige Leben geschenkt zu bekommen. Dieses Angebot gilt jedem Menschen!

Wenn man bedenkt, dass Gott die Menschen erschaffen hat, ist es auch klar, dass Christen Gottes Geschöpfe lieben sollen.

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:-))....Die Bibel ist ein Buch bestehend aus Tora, Tanach und Neuem Testament. Sämtliche Teile resultieren aus den zusammengefügten Schriftrollen diverser Autoren ihrer Zeit.

.....und da findet sich dann Dein Problemchen:

  • Die Bibel beinhaltet den Wissensstand der jeweiligen Zeitepoche und ihrer Autoren.
  • Auch ein Autor wird nicht emotionslos geschrieben haben.

Damit ist aber dem Charakter der Bibel und ihrer Botschaft kein Abbruch getan. Man muss sich bei einigen Bibeltexten nur um die Botschaft zwischen den Zeilen bemühen. Aus diesem Grund halten die Geistlichen im Gottesdienst auch ihre Predigt. Ein Vers wird verlesen, und der Vers dann gedeutet.

Wenn Du nach der Liebe suchst, dann findet die sich im Segen:

...die Gnade Gottes möge mit Dir sein....

Man bitte und erhofft den Segen Gottes in seinem Handeln. Das dabei nicht alles Handeln auch Gottes Willen entspricht, dass lassen wir jetzt mal dahin gestellt.

Mir fehlt eine Bezeichnung dafür. 

Zitat: Aus diesem Grund halten die Geistlichen im Gottesdienst auch ihre Predigt. Ein Vers wird verlesen...

Warum wird er aus dem eigentlichen Zusammenhang gerissen?

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In der Bibel gibt es drei verschiedene Worte für Liebe. Im griechischen sind das ἔρως (Eros), φιλαδελφία (Philadelphia - Bruderliebe) und αγάπη (Agape).

Sehr gut, somit sollten alle Fragen beantwortet sein.

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