Wie nennt man dieses Gefühl(schaos)?

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9 Antworten

Im therapeutischen Bereich spricht man einfach von "starken Spannungszuständen" für das von Dir beschriebene Gefühl. Diese sind typisch für Borderline-Störungen, die ja auch bei Dir diagnostiziert ist.

Andere Begriffe dafür sind mir nicht bekannt.

Hallo Jules,

deine Gefühle und Gedanken sind ein wenig besorgniserregend.

Versuche mit deinen Eltern oder einer dir näher stehenden (vertrauenswürdigen) Person zu reden. Das kann auch ein guter Kollege oder z.B. der Vertrauenslehrer sein. Wenn du darüber nicht im Freundschaftskreis oder mit einer Person aus dem Kreis deiner Familie sprechen willst, so empfehle ich dir den Besuch eines Hausarztes. Ein Arzt steht unter einer Schweigepflicht und kann dir Rat geben. Unter anderem kannst du dir auch Hilfe über die Seelsorge holen.

0800/111 0 111

Eine mögliche schleichende Depression ist durchaus gefährlich und gerade in der Pubertät - ich rede da aus Erfahrung - kann das ein Gemisch aus sehr vielen Gefühlen und Gedanken sein.

Bitte nehme das Thema nicht zu sehr auf die leichte Schulter und denk daran, dass du dir immer Hilfe holen kannst.

Beste Grüße!

Jules394 11.01.2017, 00:44

Hey, danke für die Antwort, aber es ist soweit alles im grünen Bereich bei mir. zumindest im gelben. Aus der Pubertät bin ich gottseidank raus, aber das könnte am Borderline liegen. Nur würde ich eben gerne wissen, ob es einen Begriff dafür gibt, weil ich das Gefühl einfach so schlecht beschreiben kann.

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Wolkenheini 11.01.2017, 01:00
@Jules394

Hi,

das ist aus dem vorliegenden Text nicht klar festzustellen und ich bin auch in keiner Hinsicht ein Arzt oder Experte, oder kann eine Diagnose oder eine Sprechstunde ersetzen.

Es könnte eine leichte Depression sein, auch eine mögliche bipolare (manisch-depressive) Etappe. Jedoch ist das Spektrum von Depression sehr groß und man sollte sich von Selbstdiagnose-Seiten im Internet fernhalten. Eine Depression ist in vielen Fällen nur eine kleine Etappe im Leben, manchmal hilft reden, Alltagsstress zu verringern oder ein wenig mehr Sport und Bewegung im freien.

Wichtig ist, das du dich nicht runterkriegen lässt, mit Gefühlen haben alle zu kämpfen, auf die eigenen Gefühle nicht zu hören ist nicht cool sondern dumm, man hat sie ja nicht ohne Grund.

Alles Gute!

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Da bei dir bereits eine BPS diagnostiziert wurde: Was du beschreibst, liest sich für mich stark wie klassische Hochspannungszustände wie sie für die Störung typisch sind. Du beschreibst dich selbst als stark angespannt, kannst deine Gefühle nicht klar zuordnen, auch nicht mehr klar denken (klassisch für Hochspannung) und Selbstverletzungs-/Suiziddruck nehmen stark zu, um den Zustand zu beenden.

Bist du aktuell in Therapie, hat man dir schon mal was an die Hand gegeben, um Stresstoleranz (s. DBT) zu lernen, insbesondere, um auszuprobieren, was bei dir in Hochspannungszuständen wirkt?

Jules394 11.01.2017, 14:54

Da arbeite ich im Moment dran :)

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Eine Panikattacke denke ich. Kann mal vor kommen. Wenn du auch sonst stark depressiv bist, was heutzutage von den meisten unterschätzt wird, es ist ja jeder "drepressiv" was bei den meisten nur Einbildung ist. Naja, dann solltest du entweder zu einem Arzt gehen oder anfangen zu meditieren. Dazu vielleicht noch eine Kampfsportart, und geh öfter raus und mach einen Spaziergang :)

Hey!

Du solltest definitiv den Arzt aufsuchen, denn aus Gedanken kann schnell mal eine Aktion werden. Es kann eine kurzzeitige depressive Episode sein, aber auch vielleicht "nur" eine Überforderung einer momentanen Situation. Nimm es nicht auf die leichte Schulter falls das öfters vorkommen sollte (wenn auch nur für kurze Zeit). Sprich mal mit deinem Hausarzt darüber. Musste ich heute unter Tränen & Panik auch, man hat bei mir eine schwere depressive Episode festgestellt. Habe es leider auch jahrelang aufgeschoben & nie wirklich ernst genommen.

Das könnte diverses sein und ich bin kein Arzt, der dies diagnostizieren kann, schon gar nicht aus der Ferne. Deine Zustände erinnern mich einfach an eine Borderline-Persönlichkeitsstörung. Ich will die auf keinen Fall Borderline nahe legen, doch hier einige Infos dazu:

Die medizinischen Kriteren für Boderline sind im Diagnosewerk DSM-5 der APA (Amerikanischer Psychiatrie Verband) festgehalten. Damit es zu einer Diagnose Borderline kommt, müssen mind. 5 der kommenden 9 Punkte erfüllt sein:

  • Hektisches Bemühen, tatsächliches oder vermutetes Verlassenwerden zu vermeiden.
  • Ein Muster instabiler und intensiver zwischenmenschlicher Beziehungen, das durch einen Wechsel zwischen den Extremen der Idealisierung und Entwertung gekennzeichnet ist.
  • Identitätsstörung: ausgeprägte und andauernde Instabilität des Selbstbildes oder der Selbstwahrnehmung.
  • Impulsivität in mindestens zwei potenziell selbstschädigenden Bereichen (z. B. Geldausgaben, Sexualität, Substanzmissbrauch, rücksichtsloses Fahren, „Essanfälle“).
  • Wiederholte suizidale Handlungen, Selbstmordandeutungen oder -drohungen oder Selbstverletzungsverhalten.
  • Emotionale Instabilität infolge ausgeprägten Stimmungsschwankungen (z. B. Depression, Reizbarkeit oder Angst, wobei diese Verstimmungen gewöhnlich einige Stunden und nur selten mehr als einige Tage andauern).
  • Chronische Gefühle von Leere.
  • Unangemessene, heftige Wut oder Schwierigkeiten, die Wut zu kontrollieren (z. B. häufige Wutausbrüche, andauernde Wut, wiederholte körperliche Auseinandersetzungen).
  • Vorübergehende, durch Belastungen ausgelöste paranoide Vorstellungen oder schwere dissoziative Symptome.

Hoffe konnte dir weiterhelfen...

Jules394 11.01.2017, 12:26

Dass ich Borderline habe, weiß ich (leider) schon, trotzdem danke :)

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Machst du in deiner Freizeit Sport? Würde ich dir empfehlen. Boxen wäre bestimmt was für dich

Verzweiflung mit Panikattacken

Nennt sich slebsthass

Jules394 11.01.2017, 13:20

Ehrlich? Das ist eine Phase von Selbsthass?

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love2905 11.01.2017, 15:35

hört sich für mich so an, weil bei mir eine ähnliche Symptomatik vorliegt. und ich mich eben selbst nicht so mag bzw hasse. wenn das länger anhält und sich verschlimmert sollltets du Mal über professionelle Hilfe nachdenken. das muss kein Psychologe sein sondern eine Beratungsstelle kann auch eine Möglichkeit sein

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