Wie nennt man die Leute die an keine Religion glauben, aber dafür an Gott?

14 Antworten

Das ist etwas abhängig vom Gottesbild, welches hinter dem Glauben steckt. Bei einem persönlichen Gott, der ähnlich wie der Gott der Bibel oder des Korans das Universum erschaffen haben soll und auch jederzeit in der Lage ist, in den Kreislauf des Daseins einzugreifen, kann man von Theismus reden. Da gibt es den Monotheismus (ein Gott) oder den Polytheismus (mehrere Götter). 

Der Glaube an einen (i.d.R. auch persönlichen) Gott, der lediglich ursprünglich hinter der Entstehung von Zeit und Raum steckt, jedoch nicht mehr (oder fast nicht mehr) in den weiteren Ablauf eingreift, und auch wenig mit der Entwicklung des Lebens auf der Erde zu tun hat, wäre das Deismus.

Beim Glauben an einen Gott, der mit allen Dingen und Lebewesen im Universum verbunden ist, und eine Einheit bildet (es ist kein persönliches Gottesbild), kann man von Pantheismus reden. Pantheismus sagt also eher, dass alles Gott ist, und dass Gott alles ist. 

Noch ein wenig anders wäre der Panentheismus, der das Göttliche nicht nur im messbaren sieht, sondern über den Pantheismus hinaus noch eine spirituelle, transzendente Seite sieht wo er das Göttliche zu finden meint.


Keine Ahnung wie man solche Leute nennt, aber bis vor etwas über 10 Jahren gehörte ich für insgesamt etwa 15 Jahre dieser Gruppe von Leuten an, denn ich verlor den Glauben an die Lehre der evangelischen Kirche, aber nicht meinen Glauben an Gott und fand vor etwa 10 Jahren zu der Kirche, der ich auch heute noch angehöre, deren Lehre meinem persönlichen Glauben weit besser entspricht.

Da diese Leute einfach an Gott glauben, auch ohne dass sie einer Religion angehören, könnte man sie vermutlich am ehesten einfach als Theisten bezeichnen, sofern es sich dabei um den Gott der Christen handelt, also derer, die nach den Lehren und dem Beispiel Jesu Christi leben, kann man sie sogar durchaus auch als Christen ansehen, unabhängig davon, ob sie sich durch Taufe einer bestimmten Konfession angeschlossen haben - dass so etwas ein Christ sein kann, werden vermutlich viele andere Christen ablehnen, aber dann gilt es zu bedenken, was eigentlich christlicher ist: das was laut der Bibel Christus gelehrt, gewirkt und vorgelebt hatte, oder das was durch Interpretationen der Klarheit der Bibel zu einem Glauben zumeist ohne wirkliche Werke führte, die diesem Glauben eigentlich entsprechen sollten (vgl. beispielsweise Jakobusbrief 2,14-26, 1. Korintherbrief 13,1-3, Matthäus 22,37-40 und 25,3146).

Wenn sie an den Gott glauben, der sich uns in der Bibel offenbart, könnte man sie als "bibeltreue Christen" oder "an die Bibel als Gottes Wort gläubige Christen" oder ähnlich bezeichnen...

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