Wie nennt man das, wenn man mit halben Information seltenst zufrieden ist und dinge meist zu 100% verstehen möchte?

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6 Antworten

Hi Justin!

Ich kenne das ebenfalls. Ich habe auch fast bei jedem Thema den Drang fast bis zur Erschöpfung zu hinterfragen oder es passiert einfach und macht sich selbstständig (z.B. beim Fernsehen). Da ich mich u.a. besonders für die menschliche Psyche interessiere, passiert mir diese "endlose Schleife des Hinterfragens" häufig auch im Zusammenhang mit Werbung (welche mir noch neu ist) und ich frage mich beispielsweise ob gerade für dieses Produkt aus strategischen Gründen jene Darsteller/ Stimmen ausgewählt wurden und welche strategischen Gründe dies haben könnte. Ich versuche dann aus Interesse alle Möglichkeiten auszuloten und in Betracht zu ziehen. Und so geht das in einer Endlosschleife weiter, sodass ich von "Höcksken auf Stöcksken" komme. Bei manchen Sachen google ich auch nach, weswegen ich überhaupt ziemlich viel im Internet nachlese und mein Datenvolumen letztens erstmal erhöhen ließ. 😜😉 Einerseits ist dieses Recherchieren natürlich interessant und "bildet". Andererseits kann es ermüdend sein und mich davon abhalten meine Gedanken auf etwas Bestimmtes oder das Wesentliche zu fokussieren, da diese sehr oft abschweifen und sich, wie erwähnt, verselbstständigen und sich von einem Thema zum nächsten "hangeln".

Ich kenne leider keinen Begriff dafür und bin mittlerweile zu dem Schluss gekommen, dass es bei mir zu einem Teil starke Neuguerde und Wissbegierde sein muss und zum Anderen auch Perfektionismus dazukommt, obwohl der Begriff "Perfektionismus" manchmal nicht ganz zu passen scheint. Bei meiner Bachelor-Arbeit beispielsweise war das ein Drama, da ich Mühe hatte in meiner vorgegebenen Seitenzahl zu bleiben. Ich hatte den Anspruch an mich in meiner Arbeit nichts offen zu lassen und alles abzudecken. Alle Möglichkeiten/ Mutmaßungen schienen mir für das Gesamte derart wichtig, dass der Eindruck entstehen konnte, ich hätte den Kern meiner Arbeit manchmal aus den Augen verloren. Ich war der Meinung, dass es nicht ausreicht Themen nur "anzureißen", ich wollte am liebsten einfach alles erklären und dabei hatte ich noch Probleme damit mich auf das Wesentliche zu konzentrieren.

Simple Informationen reichen mir meistens also auch nicht. Ich bin zu dem Schluß gekommen, dass Sokrates mit seiner Aussage "Ich weiß, daß ich nichts weiß." Recht behält, da sich bei vielen Themen mit jeder Antwort weitere Fragen aufwerfen, es somit immer mehr werden und diese meine Neugierde/ Wissbegierde wecken.

Ich hoffe du verstehst was ich damit sagen will.

Ich hoffe hier kommt noch jemand mit einem passenden Begriff um die Ecke, um auch diese Frage zu klären. 😉

LG! :)

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Kommentar von SteffiBochum
08.10.2016, 22:29

Wobei ich die Begriffe "Forschungsdrang" und "Analytiker" schon sehr passend finde. Und das eben außerordentlich stark ausgeprägt. 😉

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Sind ja bereits eine reihe von antworten gefallen, was aber meine Persönlichen Favoriten, jedoch auch nur bedingt umgangssprachlich zu gebrauchen.

  • Freidenker 
  • Wissbegieriger
  • aber auch im Sarkastischen Sinne  "Informationsknecht" ^^
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Kommentar von SteffiBochum
09.10.2016, 02:17

Informationsknecht ist cool! 😁👍

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Ich glaube nicht, dass ich die ultimativ korrekte Antwort geben kann - ich mag nur gern beisteuern, dass ich für die gleiche Tendenz immer wieder als "Intellektuelle" beschimpft worden bin.
Da ist vielleicht was dran.
Perfektionismus muss ich mir definitiv zuschreiben lassen - das ist in meinem Fall aber sehr selektiv und hat mit Mathematik eher nix zu tun... ;-)

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Du willst der Sache auf den Grund gehen, du bist wahrscheinlich ein Analytiker.....

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1. Wissensdurst, Entdeckergeist und Forschungsdrang. (positiv)

2. Perfektionismus. (medium)

3. In krankhafter Form: Anankasmus = Zwanghaftigkeit. (pathologisch)

Selbsteinordnung auf Skala zwischen 1 - 10 empfehlenswert!

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Gesund neugierig.

Alles Andere ist dumm und einfältig.

Das ist aber nur mein persönliches Streben. Jeder muss selbst wissen, ob er sich nach oben oder nach unten streckt.

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