Wie nachhaltig plötzlich auftretende Panikattacken meistern?

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8 Antworten

Hallo Also mein erster Tipp wäre das du mal mit deiner Freundin zum Arzt gehst und sie mal gezielt darauf gründlich untersuchen lässt da die meisten Ärzte bei sowas nur rutineuntersuchungen machen und leider nichts genaueres. Ich hatte eine Freundin die hatte so änliche syntome und ihr ging es nach mehreren Arzt besuchen zwar besser aber nicht wirklich viel besser. da sie keine lust mehr darauf hatte von arzt zu arzt zu rennen hab ich mal ein bissl im inet rumgeschaut und hab ihr diese seite mal gezeigt die ihr dann auch weiter geholfen hat http://www.panikattackenfrei247.de/ Ich hoffe ich konnte helfen =)

ich kenn das zugut sie braucht auf jeden fall psychische hilfe sonst geht gar nichts wenn sie nicht geht kann das immer schlimmer werden ich hatte das vor 2 jahren so extrem das ich nicht mehr aus dem haus gehen konnte weil ich immer diese panikattaken bekommen habe und dachte ich sterbe einfach so.. man hat diese erscheinungen auch echt man wird übel und atmet schwerer ist alles klinisch nachweisbar aber sie sollte sich behandeln lassen.. ganz werden die panikstörungen nie weggehen aber man kann durch die therapie lernen damit umzugehen wenn man merkt man bekommt angst und diese situation problemlos meistern :) Alles gute

Danke Sommergirl93 für die umfangreichen Ausführungen. Ich weiß aber auch, wie schwierig das ist, einen empathischen Arzt zu finden. Oft ist es ja so, das man/frau in der Situation keinen Arzt gebrauchen kann, der noch oberflächlich ist und das Anliegen herunterspielt..

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@beuys64

das stimmt leider :/ aber man kann es versuchen vielleicht ist es ein netter arzt der sie auch versteht ich drücke euch die daumen.

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Nimmt sie denn irgendwelche mediksmente? Bei mir kamen derart Attacken erst mit der Einnahme von Cortison. Panikattacken habe ich im Gegensatz dazu angenehmer in Erinnerung. Mein Psychotherapeut bezeichnet das selbst als eine ,,vorattacke". Die Gründe für diese Symptome können vielfältig sein: Allergien, phäochromozytom, Zucker, Mangel, Psyche.... Drum wird das von den Arzten sls Panikattacke bezeichnet :-( Ich lasse nun alles langsam checken. Mir selbst hilft in diesem Moment: aufstehen, ein heißes Bad, Wasser trinken und mein Partner :-D Verzicht auf Koffein, Alkohol, Saure Lebensmittel, zu viel Salz und Zucker. Mit der Zeit werden die Attacken weniger ;-)

sie nimmt zwar Medi's, aber Kortison ist das nicht. Ja stimmt, das ist verzwickt, das es so vielfältige Symptome gibt und über geeignete Maßnahmen schwer zu entscheiden ist.

Als Laie würde ich auch denken, das man/frau den Einfluss bestimmter Faktoren beobachten soll und sein/ihr Verhalten anpassen sollte..

nur auf alles verzichten (unser geliebter Kaffee), kann man sich gleich begraben lassen.

Deine Beschreibungen klingen auch unheilschwanger, wünsche Dir Kraft und Glück!

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@beuys64

Ich hab auch exakt die gleichen Anfälle mit hitzegefühl, herzrasen, Todesangst... und plötzlich unerwartet kommen sie. Ab da beschlagnahmen sie meinen Alltag. Mit Panik hat das reichlich wenig zu tun. Antidepressivum hat keine Wirkung und macht die Situation noch schlimmer. Die Ärzte belächeln einen meist und schieben das auf die Psyche ab. Jedoch hab ich Panikattaken anders in Erinnerung. Ich hab angefangen alles zu reduzieren, was das Nervensysthem reizt. Kaffee auch :-( Den hab ich kurzzeitig durch Kaffee Hag ersetzt. Und Diäten durchgezogen. Ohne Cirtison beruhigt sich mein Körper wieder. Muss sagen, dass man ziemlich alleine dasteht mit den Attacken und es oft dauert, bis man drauf kommt, was nicht stimmt. Auf jeden Fall Ruhe bewahren und keine Angst ;-) Dass du für deine Frau da bist, ist die grösste Hilfe. Mehr kannst du ihr da auch nicht helfen. Höchstens recherchieren ;-) Drücke euch die Daumen!

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Es ist schön dass Du Dir als Partner so viele Gedanken dazu machst. Das lobe ich mir mal. Und Du weißt die Ursache auch schon selbst...Panikattacken treten oftmals auf wenn man am Limit ist vom Stress her. Ich selbst bin vor 1,5 Jahre zum zweiten Mal Mama geworden und habe seither keine Nacht mehr als 2-3 h am Stück geschlafen...und wie Du schreibst habe ich das ignoriert...also was bleibt mir auch übrig ;-). Und jetzt siehe da hatte ich die auch wieder und auch immer mal wieder auftretend. Ich kann zum Stress noch berichten, dass sie bei mir nur auftreten wenn ich "unterzuckert" bin. Ihr könntet also versuchen Eure Ernährung entsprechend umzustellen, dass ihr einen konstanten Blutzuckerspiegel habt, ich bin überzeugt davon dass sie dann für immer beseitigt sind...Gerade dass Sie sie nachts hat spricht ja auch für unterzuckerung. Bei mir gerne am Vormittag, nach einem guten Mittagessen nicht mehr so. Es gibt ein Buch ich glaube es heisst die die neue Medizin der Emotionen. Das würde Euch vielleicht helfen. Deine Frau soll sich mal einlesen oder Du für sie was man im Akutfall tun soll. Bewegung z.B. auch wenn man in dem Moment meint es wäre nicht möglich...Schreib mir gerne wenn Du magst...meine Kinder sind nur gerade am ins Bett gehen und quengelig und brauchen mich...

Hallo EvaDu, gerade weil wir die ärgsten Kindererziehungszeiten (+behinderte Tochter) hinter uns haben, kann ich Dich gut verstehen.

Aber seitdem nehmen wir es eigentlich geruhsamer. aber ab einem gewissem Alter ist man/frau gewissermaßen anfälliger (so blöd das klingt)-

Eigentlich treten diese Attacken wohl zu jeder Tageszeit auf, kommen überraschend und vergehen nach gewisser Zeit.

Habe ihr schon geraten, zu beobachten, was vor passiert, damit sie vllt. vorbereitet ist. Aber die Mischung aus Angst, eigene Abwiegelung (das Befassen mit dem Thema ist schon belastend) und Wunsch nach unbeschwerter Normalität ist wie eine Zeitbombe..

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@beuys64

Es tut mir leid dass ihr eine behinderte Tochter habt. Aber diese Belastung habt ihr ja vielleicht jetzt auch noch, oder? Und es ist so man ist nicht mehr so belastbar, braucht mehr Ruhe mit zunehmenden Alter, das merke sogar ich schon Mitte dreissig und mein Mann findet sich mit Anfang vierzig auch zu alt noch ein Kind zu bekommen, nicht zu schlafen etc. Weshalb ich ihn ja auch jetzt schon schone und alles selbst mache... nachts meine ich. Zur Zeit leider auch am Tage. Er ist jetzt noch nicht da...hat wahnsinnig Stress. Da mache ich mir auch Sorgen dass ihm bald ne Sicherung durchhaut. Man kann sich in die Panik wirklich ganz schnell reinsteigern. Also ich könnte jetzt auf Kommando mich in eine Attacke steigern, und ich kenne die Situationen in denen sie auftreten. Mein Sohn turnt quengelnd nehmen mir rum, die Tochter liegt schon mit Benjamin Blümchen im Bett...Ich freue mich auf eine warme dusche...Mich stresst zusätzlich Stress / Streit mit Nachbarn und eine laute Baustelle seit Monaten vorm Fenster, morgen früh um 6:15 Uhr geht der Krach dort weiter ;-) all das zehrt an mir

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@EvaDu

das mit der Behinderung der Tochter ist ein eigenes belastendes Thema, aber derzeit nicht akut. Ich habe selber vor Jahren ein Burnout erlebt; mächtig Streß, jahrelang ignoriert, eines Tages wurde mir bewußt, das ich das so nicht will + dann war ich einfach nur durch, um das zu verarbeiten und wieder entspannt zu sein hat Jahre gedauert. Die Risiken sehe bei Deinem Mann auch, ich war damals beratungsresistent- daher weiß ich keinen Rat, kann ich euch nur die Daumen drücken.

Deine Schilderung mit den quengelnden Kids kommt mir sooo bekannt vor. Heute kann ich (+meine Partnerin), sorry, keine kleinen Kinder mehr neben mir ertragen

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Oft können gerade die Partner nicht helfen. Was deine Partnerin braucht, ist eine Therapie gegen ihre Ängste. Diese Panikattacken haben eine Ursache und die gilt es, heraus zu finden. Neben den Ängsten schleichen sich Depressionen ein und das heilt sich selten von allein.

Nimm ihr die Angst vor einer Therapie und begleite sie, wenn möglich.

Hallo!

  1. Panikattacken können aber müssen nicht mir nach außen hin sichtbaren Ursachen in verbindung stehen.

  2. Können Ursachen sein, die selbst deine Frau nicht kennt (alte Ängste etc), die sie zB verdrängt hat und bei der ersten Attacke "aufgefrischt" wurden, was eben die Attacke ausgelöst hat. Das kann man mit Hilfe einer psychologischen Therapie klären.

  3. Häufig treten diese Anfälle mit der Zeit öfter und auch stärker auf. Auch deshalb, weil der Betroffene sich vor den Attacken fürchtet (Stress -> möglicher auslöser).

  4. Am Schlimmsten ist oft die Angst vor der Attacke, weil man nicht genau weiß, wann und wo sie wieder kommt, nur dass sie kommt.

  5. Menschen die so eine Attacke erleiden, haben meistens während dessen keine Möglichkeit, sich das bewußt zu machen und sind zB bei Herzsymptomen wirklich überzeugt, einen Infarkt zu erleiden, weil es sich so echt anfühlt. Eine Attacke als solche zu erkennen, sie zu überstehen und mit ihr umzugehen, lernt man in einer Therapie. Auch die ersten Anzeichen zu erkennen und gleich gegensteuern zu können.

  6. Auch Angehörigen ist es anzuraten, sich beraten zu lassen. Wichtig ist, dass du erkennst, dass diese Symptome für sie real sind und dass es nicht an uneinsichtigkeit liegt, dass sie in der Situation nicht erkennen kann, dass es vorbei geht und nicht so schlimm ist.

Ich würde empfehlen, eine Therapie zu machen. Und du kannst dann auch lernen, wie du ihr am Besten in der Situation helfen kannst. Lg

Auch Dir, Lily76, für Deine Zeilen, ich unterschätze Ihr Erleben nicht, aber auch hier: als gesetzlich Versicherte hat man/frau lange Wartezeiten und was faszinierend ist, das sie nach intensiven Gesprächen und offenbaren Abflauen ihrer Panik alles relativiert, weil sie einerseits nicht viel Aufhebens machen möchte, von Ärzten schon nicht in dem gebotenen Umfang ernst genommen wird und sich zunächst mit Yoga verbesserung verspricht

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@beuys64

Ich wollte nicht unterstellen, dass du ihr Erleben unterschätzt. Ich wollte nur beide Gefühlswelten aufzeigen. Denn es ist für außenstehende meistens fast unmöglich diese (für sie) unrealistischen Ängste zu verstehen.

Yoga ist insofern möglicherweise unterstützend, da es entspannend wirkt. Entspannungsübungen werden auch angewandt, um zB sich ankündigende Attacken abzuwähren/abzuschwächen.

Ich würde die raten, dich schon mal erkundigen, wo sie hingehen könnte, damit du, wenn sie soweit ist, eine Möglichkeit in der Hinterhand hast.

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Versucht es mal mit einem Psychotherapeuten, der sich auf NLP (Neurolinguistisches Programmieren) spezialisiert hat...

klingt aufschlussreich! muss ich mal googeln, ob es diesen Fachmann in der Nähe gibt und ob man dort in abshbarer Zeit auch einen Termin bekommt

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Ich glaube nicht, dass das eine sinnvolle adäquate psychologische Behandlungsmethode für eine Person mit Panikattacken ist!

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@Bluebird555

NLP geht davon aus, dass sämtliche (diskutabel) psychische Erkrankungen lediglich Fehlschaltungen im Gehirn sind. NLP versucht nun neue Verknüpfungen zu erstellen um die Fehlschaltungen zu umgehen, quasi Bypässe, wenn man so will.

Beispielsweise geht man hin und verändert Bilder. In Gesprächen wird meist ein Bild erarbeitet, welches die Panikattacken auslöst. Nun ist es Aufgabe des Psychotherapeuten mit dem Patienten zusammen dieses Bild so zu verändern, dass es eine positive Wirkung hat und demnach keine Panikattacken mehr auslöst ... Dies ist natürlich sehr einfach und schematisch dargestellt ...

So hat es mir jedenfalls ein Psychotherapeut erklärt ...

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Du solltest nach einem Behandlungsplatz in einer Klinik schauen. Da kann man das besser behandeln.

wäre ggf. die beste Lösung, aber: Wenn ich an Ihrer Stelle betroffen wäre, wäre ich meinem Partner für zunächst keine so drastische Lösung dankbar

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