Wie Mut aufbringen, meiner Mutter von Depression zu berichten (Vielleicht auch Ratschläge von Müttern selbst)?

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4 Antworten

Nimm es mir nicht übel, auch wenn Du wohl noch sehr jung bist, aber Deine Mutter müßte schon mit Scheuklappen durch`s Leben gehen, wenn sie nicht innerhalb von drei Jahren gemerkt hätte,dass es Dir schlecht geht. Auch Phobien lassen sich nicht verbergen. Wenn mir meine Kinder im Laufe eines Schuljahres nicht ihre Arbeiten vorlegen würden, wäre ich alarmiert.

Einen Vorwurf müsste sie sich zu Recht machen, dass sie lange Zeit sehr unaufmerksam war.

Du bist hier nicht für Deine Mutter und deren Wohlbefinden verantwortlich, sondern umgekehrt. Also Du kannst und mußt zu ihr hingehen und sagen, dass es Dir nicht gut geht. Sonst leg ihr den Text Deiner hiesigen Frage in leicht abgewandelter Form schriftlich hin.

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Kommentar von Eshula
14.07.2016, 17:20

Das mit den HÜs habe ich seit der 7. Klasse schon gemacht, weil ich urplötzlich die Angst bekommen habe, ihr die Noten zu zeigen  -was ich mir bis heute nicht erklären kann. Deswegen hat sie nichts mehr gesagt, sie hat es wohl einfach nur noch akzeptiert. 

Und von meiner sozialen Phobie weiß in meiner Familie jeder, da sie durch Mobbing entstand, wodurch mir meine Familie geholfen hat :) 

Nur von der Depression weiß sie nichts und sehr viele wissen nicht, dass die geliebte Person so etwas hat. Das ist leider so, weil die Menschen heutzutage Masken tragen.

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Ich würde das einfach grade heraus erklären, genauso, wie du es hier gemacht hast.

Wie deine Mutter reagieren wird, lässt sich allerdings nicht wirklich beantworten. Da wir weder dich noch deine Mutter kennen.

Meine hat ziemlich ruhig reagiert, als ich ihr erzählt habe, dass ich in eine Klinik will und schon darüber nachgedacht habe mir das Leben zu nehmen.
Sie war erleichtert, dass ich mir (endlich) Hilfe suche. Im Gegensatz zu mir hat sie schon lange gewusst, dass es mir wirklich furchtbar ging. Ich habe es lange verdrängen können und habe somit auch Hilfe abgelehnt.

Als meine Mutter davor mitbekommen habe, dass ich mich ritze, hat sie richtig viel geweint, weil sie nicht gecheckt hat, wie schlecht es mir ging und weil sie auch irgendwie gewusst hat, dass sie eine gewisse schuld an der Situation trägt.

Vielleicht hilft dir das eine bisschen um einschätzen zu können, wie deine Mutter reagiert und nimmt dir ein bisschen die Angst.

Es ist wichtig,  dass du dich ihr anvertraust und daran solltest du denken. Wenn du dir jetzt Hilfe holst, kann es sein, dass deine Mama traurig sein wird, aber damit muss sie dann zurecht kommen, nicht du.

Vielleicht findest du über die Therapie auch die Möglichkeit deine Mutter wieder zu beruhigen, in dem sie merkt, dass es dir besser geht. 

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Schreib ihr doch einen Brief und Red dir alles von der Seele. 

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Du kannst in Deinem Alter auch ohne Wissen der Eltern zu einem Jugendpsychiater oder Jugendpsychotherapeuten gehen. Termin machen und zum Termin die Krankenkassenkarte mitnehmen.

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Kommentar von Eshula
14.07.2016, 17:54

Da ich aber normalerweise 24/7 zu Hause bin mangels an Freunden, ist das sehr auffällig. Und meine Mutter hat die Krankenkassenkarte immer in ihrem Portemonnaie weil ich noch nie ohne sie beim Arzt war (soziale Phobie und weil ich kein Auto habe)

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Kommentar von einfachichseinn
14.07.2016, 18:52

Und vor allem brauchst du vorher eine Überweisung vom Hausarzt.

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