Wie muss ich vorgehen, um ein Buch zu veröffentlichen?

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10 Antworten

Du musst hier unterscheiden, wie du veröffentlichen willst.

Willst du im Self-Publishing publizieren, trägst du sämtliches Risiko für Werbung, Cover, Buchsatz und Co selbst. Wenn du aber schon eine Leserschaft, zB über Wattpad oder einen Blog o.ä. hast, kannst du auch mal zuerst als eBook publizieren und dann schauen, wie es läuft. Allerdings würde ich hier vor dem Publizieren auf jeden Fall in ein professionelles Lektorat und Korrektorrat investieren und ein paar Betaleser drüber lassen! So kannst du dein Werk polieren!

Ähnlich verhält es sich mit BookOnDemand-Services wie zB Amazons CreateSpace, wo Bücher nur auf Nachfrage gedruckt werden. Für Satz, Cover und Co deren Rechte und Passform bist du selbst verantwortlich – du hast hier ein ähnliches Risiko wie beim eBook und musst lediglich für deine eigenen Exemplare bezahlen.

Gehst du über einen echten Verlag oder einen Literaturagenten, kostet dich das oben genannte wie Cover, Lektorat, Korrektorat, Buchsatz, Werbung und Co nichts – dieses Risiko trägt ein seriöser Verlag selbst und für dich fallen keine Kosten an. Hier arbeiten Profis an deinem Werk, aber du hast auch dementsprechend wenig Einfluss auf Gestaltung und Co und musst dich je nach Verlag mit Titeländerungen und Co zufrieden geben. Außerdem bekommt der Verlag als Bezahlung für seine Dienste immer einen Anteil an deinem Gewinn, der bei den oben genannten Wegen minus Steuern ganz dir gehören würde. Da der Verlag aber bei diesem Weg auch Interesse an einem Gewinn hat – er muss ja seine Kosten decken – wird auch bestmögliches für den Verkauf deines Buches getan. Dies kann aber gerade für Neuautoren Jahre bis Jahrzehnte dauern – und passiert für viele nie. Harry Potter wurde von zig Verlägen abgelehnt, bis sich jemand entschied der damals komplett unbekannten J.K.Rowling eine Chance zu geben. Es ist ein frustrierender Prozess, aber wenn dich dann tatsächlich jemand nimmt, dann haben du und dein Buch es wirklich geschafft.

Es gibt hier übrigens auch den Weg über einen Literaturagenten, der dein Werk versucht an einen Verlag zu bringen, der ähnlich wie der Manager einer Musikband agiert. Auch dieser bekommt einen Teil vom Gewinn, allerdings kann ein Literaturagent schon mal einen Fuß in der Tür gewisser Verläge bedeuten.

Unter Verlägen gibt es aber auch sogenannte Druckkostenzuschussverläge (kurz DKZ) oder Pseudo-Verläge. Diese loben das Manuskript zumeist in den Himmel verlangen aber Geld vom Autor für diverse Dienste, wie zB Cover, Satz und Druck (die man auf dem freien Markt oftmals günstiger erwerben kann!). Da diese Verläge Geld von den Autoren bekommen, haben sie kein Risiko und natürlich dementsprechend auch kein finanzielles Interesse daran, dass das Buch verkauft wird, denn sie haben ihr Geld ja schon vom Autor bekommen. Sei also vorsichtig, denn ich glaube die Logik sagt dir hier selbst, dass du das nicht willst. Falls du dir bei einem Verlag unsicher sein solltest, findest du hier eine Liste an DKZ (und noch viele weitere im Internet, sowie Berichte und Versuche, die bereits publizierte Autoren gewagt haben): http://nein-zu-dkzv.web-hostel.de/liste_dkzv_79634546.html

Falls du noch weitere Fragen hast, einfach schreiben :)

das kann ich so unterschreiben :-)

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An was für eine Art von Veröffentlichung denkst du denn?

Der Wunschtraum aller Autoren, dass ihr Werk bald als gedrucktes Buch in den Buchläden liegt, der ist ziemlich unrealistisch für Erstlingswerke von unerfahrenen, unbekannten Hobby-Autoren.
Sogar z.B. Astrid Lindgren und J.K.Rowling wurden lange Zeit abgelehnt und haben erst nach Jahren und mehreren geschriebenen Büchern eine Chance bekommen.

Möglichkeiten zu Veröffentlichung:

Selfpublishing eBook => Kostenlos, wenn du alles selbst machst. Ob und wie du dann Interessenten und Käufer findest, das ist die Frage...

Bezahl-Verlag => Kosten hängen davon ab, was für Leistungen du in Auftrag gibst. Bezahl-Verlag bedeutet nicht zwangsläufig, dass dein "Werk" als gedrucktes Buch in die Buchläden kommt. Kann sein, dass du dann einfach nur Kisten voller Bücher zu Haus stehen hast...
www.spiegel.de/karriere/verlage-wenn-autoren-im-literaturgeschaeft-hereinfallen-a-961373.html

Seriöser Verlag => Keine Kosten für den Autor, aber Erstlingswerke von unerfahrenen, unbekannten Hobby-Autoren haben normalerweise keine Chance von einem seriösen Verlag angenommen zu werden. Da sind keine hohen Verkaufszahlen zu erwarten und das lohnt sich nicht für einen seriösen Verlag, der Umsatz und Gewinne machen muss, um am hart umkämpften Buchmarkt zu überleben.
Wenn du Erfahrungen und Erfolge nachweisen kannst, z.B. durch Teilnahme an Schreibwettbewerben o. Ä. dann steigen deine Chancen, bei seriösen Verlagen angenommen zu werden.
Aber einfach so "unverlangt" ein Manuskript an einen seriösen Verlag schicken, das bringt gar nichts; das wird da normalerweise nicht mal gelesen, weil die Verlage tagtäglich überschüttet werden mit Manuskripten von (sich selbst überschätzenden) Hobby-Autoren.

www.tredition.de

Da findest du alles. Sehr guter Self-publishing-Verlag, ich habe zwei meiner Bücher dort verlegt und bin sehr zufrieden.

ja das sind Selbstverlage, aber im Grunde genommen befriedigst du damit nur deine eigene Eitelkeit.

Jeder gute Copyshop kann dir auch für wenig Geld dein Buch ausdrucken und dann mit Ring oder Leimbindung versehen.

Alternativ kannst du auch dein Buch als PDF oder Ebook im Internet zu verfügung stellen. Du hast dann direktes Feedback von den Lesern und kannst anahnd der Downlaod zahlen erkenne ob es beim LEser ankommt.

Wie viele Sachen hast du denn schon geschrieben? Was hast du bisher schon alles veröffentlicht?

Nichts?

Dann gehe mal davon aus, dass das ohnehin nichts wird. Ich wundere mich immer wieder, wie Leute, die zum ersten Mal was schreiben, auf die Idee kommen, dass sie damit Geld verdienen können. Das ist so, als wenn jemand nach der ersten Klavierstunde meint, jetzt als Konzertpianist auftreten zu können.

Aber gut. Was kannst du machen?

Du kannst dein Werk im  nächsten Copyshop ausdrucken, sagen wir mal, zehn Exemplare, und dann diese im Bekanntenkreis verkaufen. Wenn dein Buch was taugt, wird man es weiterempfehlen, andere wollen es auch haben und du wirst was verdienen.

Oder: Du schickst einen Auszug deines Buches an Verlage und hoffst, dass dort jemand das gut findet und kauft.

Oder: Du versuchst Self-Publishing über Netz. Die Chance, was zu verdienen, sind verschwindend gering.

Schlechteste Möglichkeit: Du wendest dich an einen Zuschussverlag, der dein Buch druckt und dich dafür bezahlen lässt. Da zahlst du nur drauf und wirst abgezockt.

Beste Möglichkeit: Verteile Kopien deines Buches kostenlos an Bekannte. Nicht an Verwandte, nicht an "beste Freunde", sondern an Bekannte, gerne auch an fast Fremde. Bitte die, das Buch zu lesen und dir dann zu sagen, wie sie es finden und ob sie es kaufen würden.

Das finde ich ziemlich unverschämt zu behaupten, dass das sowieso nichts wird. Du kennst mich und meine Texte schließlich nicht. Und jeder Autor hat mal klein angefangen.

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@Jules394

@Jules394: Dein Zitat: "Und jeder Autor hat mal klein angefangen."
Ganz genau, KLEIN anfangen!
Aber gleich beim 1. Buch, an eine Verlags-Veröffentlichung zu denken, das ist genau das Gegenteil von "KLEIN anfangen"!

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Ich wundere mich immer wieder, wie Leute, die zum ersten Mal was schreiben, auf die Idee kommen, dass sie damit Geld verdienen können.

Davon war doch hier gar nicht die Rede? Die Frage war wie viel es kostet, nicht wie viel man verdient.

Außerdem super Aussage, dass das nichts wird, wenn man nichts hat. Wie soll man denn dann jemals was haben, mit dem es werden kann?? Paradox, nicht wahr? Es ist zwar ein blöder Spruch, aber auch die Großen haben mal klein angefangen.
Natürlich ist die Chance, dass man es wirklich schafft, sehr gering, aber wenn man es nicht versucht, dann ist die Chance erst recht gleich 0.

Der Tipp mit dem Copyshop ist auch eher so meh. Da zahlt man pro schwarzweiß Seite schon ordentlich und fürs Binden noch drauf, was meistens nicht schön wird. Es gibt im Internet eine Menge Angebote wo man billiger Bücher drucken kann, auch mit Mengenrabatt.

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@MiaSidewinder

@MiaSidewinter: Zitat: "...aber auch die Großen haben mal klein angefangen"
Genau richtig, klein afangen ;-)
Aber gleich beim 1. Buch, an eine Verlags-Veröffentlichung zu denken, das ist genau das Gegenteil von "KLEIN anfangen"

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@MiaSidewinder

Der Tipp mit dem Copyshop ist auch eher so meh. Da zahlt man pro schwarzweiß Seite schon ordentlich

Liebe MiaSidewinder, offenbar hast du mit dem Verständnis geschriebener Texte Probleme. Andernfalls hättest du begriffen, was ich geschrieben habe. Gerne wiederhole ich es, extra für dich:

Du kannst dein Werk im  nächsten Copyshop ausdrucken, sagen wir mal, zehn Exemplare, und dann diese im Bekanntenkreis verkaufen. Wenn dein Buch was taugt, wird man es weiterempfehlen, andere wollen es auch haben und du wirst was verdienen.

Mengenrabatt käme erst viel später. Wenn man nämlich weiß, dass eine Menge Leute das Buch haben wollen. Aber erst einmal mit zehn Exemplaren anfangen, das ist realistisch, eher sogar optimistisch. Wer nicht mal diese zehn Exemplare los wird, nun der weiß dann, wie hoch die Chancen sind, dass jemand sich für seine/ihre Werke interessiert.

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Du kannst im "Eigenverlag" das Buch selbst verlegen.

Wenn du einen Verlag findest, kostet dich das nichts.

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