Wie motiviert man "Langzeitarbeitslosen?"

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9 Antworten

Hi,

ich denke es hilft, wenn er sieht, dass Du Erfolg im Job hast, sofern Du arbeitest, voraus gesetzt.

Geh mal ohne ihn aus, trete einem Sportverein bei oder treffe Dich öfter mit Freunden.

Die Lustlosigkeit scheint vielleicht auch einen Hauch von Midlifen C. in sich zu haben.

Finde wieder spaß an Deinem Leben, da Du ja auch ein eigenständiger Mensch bist und lasse nicht zu, dass er Dich mit seinem derzeitigen Status runter zieht.

Vielleicht wacht er dann mal wieder auf und engagiert sich nicht nur mehr für Dich, sondern für das ganze Projekt: Leben.

Man hat nur eins!!!

LG Passiony

Das ist wirklich eine gute Antwort. Danke. Ich selbst bin ein grundsätzlich positiv denkender Mensch. Bin allein erziehend, habe es auch nicht immer leicht, aber ich gucke immer nach vorne. Arbeit habe ich auch und er eigentlich nur Hobbys - von dem bisschen Nachhilfe mal abgesehen. Wir leben auch nicht zusammen, sondern ich mit meinen Kids alleine. Vielleicht ist es wirklich eine gute Idee, ihn mal ein bisschen sich selbst spüren zu lassen...

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@Fragestellen

Das ist eine sehr gute Idee. Weißt Du, sowas was Du jetzt hast, findet man an vielen Ecken.

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@Fragestellen

Hi,

vielen Dank, dass Dir meine Antwort gefällt.

Gerade Du als alleinerziehende kannst nicht noch einen Kleinen Jungen gebrauchen :-)

Ich wünsche Dir alles Gute und investiere Deine Kraft in Dein Leben mit Deinen Kindern. SIE sind Dein Leben!!! :-)

Passiony

( P.S. Magst noch ne Bewertung abgeben? )

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@passiony

Auch dies ist ein Punkt im Leben, wo Entscheidungen zu treffen sind. Und nicht immer ist der Bauch der richtige Berater....))))

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@passiony

Passiony:

Ich denke sooft, wenn ich morgens um 6 Uhr aufstehe und renne von früh bis spät: Was hat der Mann für ein Leben?

... LG....

und sie genießt dennoch den roten Faden im Leben.

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@Fragestellen

Tja, leider renn auch ich den ganzen Tag, wenn ich nicht gerade krank geschrieben bin, wie im Moment.

Der Mann hat ein Leben und zwar seins. Nicht mehr und nicht weniger. Scheinbar legt er keinen Wert auf ein gemeinsames Leben mit Dir und den Kiddis, sonst hätte er schon längst den Hintern hoch gekriegt. Ich würde ihn laufen lassen....!!!

LG :-) Passiony

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@Fragestellen

Dann hast Du leider schon abgeschlossen, fürchte ich, wenn Du oft darüber nach denkst. Ich nehme an, dass Du eigentlich eine gemeinsame Zukunft mit diesem Mann und Deiner Familie haben wolltest? Sicherlich braucht sowas Zeit, ich weiß ja nicht, wie lange ihr schon zusammen seid aber irgendwann wolltest Du doch bestimmt ein neues Nest für Euch alle mitbauen... und scheinbar genau daran scheitert es.

Prinzipiell ist also nicht das Problem "Hintern hoch kriegen" sondern eher eine unterschiedliche Zielvorstellung.

Da der Weg das Ziel ist, fürchte ich, dass das bei euch beiden unterschiedlich aussieht....

Alles Gute für Dich!!!!

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@passiony

Seit gut zwei Jahren warte ich auf "Bewegung". Danke für Deine lieben Worte.

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@Fragestellen

Meine Liebe,

wenn man eines im Leben nicht tun darf, dann ist es warten.

Warten im Sinne von Abwarten, Tee trinken und schauen, was passiert. Wenn das geschieht, dann ist man genau in dieser Wartehaltung fremd bestimmt und zwar durch den jenigen, der die Bewegung ankurbeln soll.

Du hast somit eher weniger die Chance zu agieren, sondern Du kannst nur reagieren. Das frustriert und zermürbt, da man eigentlich eine ganz andere Vorstellung vom Leben hat- WICHTIG- Von seinem eigenen mit jemanden.

Und genau da hapert es: Euer Weg ist nicht identisch, er kommt nicht von sich aus und ich fürchte, dass viele Dinge in Deiner Beziehung passieren, weil Du es angesprochen hast.

Starke Frauen brauchen starke Männer und zwar solche, die mit beiden Beinen fest im Leben stehen und auch durch tiefen gewandert sind.

Sein Leben war ein anderes und er trauert dem alten Dasein nach, da ist kein Platz für Innovationen sondern nur Resignation. Selbstmitleid, ich armes, armes ICH!

Eine Frau wie Du braucht Arme und Schultern die Dich tragen und wo Du Dich anlehnen kannst, Du brauchst einen Mann, der Dein Kind sieht und nicht nur schön Wetter macht...! Du brauchst einen MANN, einen echten Mann.

Ich bin der Meinung, dass es sinnvoll ist, mit ihm das Gespräch zu suchen, um genau diesen Weg auf den Tisch zu bringen. Bringe auf den Punkt, dass das hier nichts mehr mit Dir und Deinem Leben zu tun hat, sondern alles in seinem Fokus steht.

Sag nicht ja, wenn Du nein meinst. Zudem sind es SEINE Probleme und Baustellen; Das gehört nicht zu Dir! Denke immer daran: Du bist eigenständig und entscheidest jeden Tag von Neuem, ob Du in Beziehung gehen willst, oder nicht.

Und in Beziehung gehen, bedeutet für mich etwas anderes, als das, was Du derzeit in Deiner Partnerschaft erlebst.

Walk Tall Worriorgirl.

Passiony

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Ein bisschen Nachhilfe ist ja schön und gut, aber damit allein wird er ja nicht auskommen...

Wenn er sich zu schade ist bestimmte Arbeiten anzunehmen, von denen er glaubt / behauptet, dass sie unter seinem Niveau sind, sich auf der anderen Seite aber nicht zu schade ist, dem Staat auf der Tasche zu liegen und das Geld zu kassieren, was andere Leute einzahlen, dann ist ihm wohl nicht zu helfen!

Ich denke nicht, dass man solche Leute motivieren kann, man sollte vielmehr versuchen, ihnen die Augen zu öffnen und ihnen klar machen, welchen Position in der Gesellschaft so einnehmen. Man kann lieber einen schlechter bezahlten oder anstrengenderen Job ausüben, als gar keinen!

Auf der einen Seite fehlt einem so ein geregelter Tagesablauf und vor allem das Gefühl gebraucht zu werden (Selbstbewusstsein!), auf der anderen Seite ist dieses langjährige Nichtstun, ob selbst verschuldet oder nicht, stark mit Vorurteilen behaftet und man hat als Langzeitarbeitsloser ein schlechtes Ansehen!

Die alten Zeiten sind nunmal vorbei, und das schon seit 10 Jahren! Da kann er nicht wirklich davon ausgehen, in diesem Job noch die gleichen Chancen zu haben wir "damals". In 10 Jahren ändert sich einiges und seine "Berufserfahrung" läuft realistisch gesehen immer weiter gegen 0 - je länger er nicht arbeitet, desto schwieriger wird es doch!

Er sollte sich erstmal mit dem zufrieden geben was er bekommen kann! Anschließend kann er sich immer noch weiterentwickeln und ggf. umsatteln. Mit 45 Jahren ist er zwar nicht mehr der Jüngste, jedoch auch noch längst nicht vom alten Eisen. Wenn er wirklich etwas tun möchte, dann kann er das auch! Auch noch mit 45...

Das ist schwierig. Ich lebte auch in einer Beziehung. Ging bzw. gehe bis heute arbeiten. Meinen damaligen Freund interessierte das gar nicht. Rechnungen wurden von mir bezahlt, alles andere auch. Ich hatte viel Stress. Denke das Du auch viel streitest. Mit ging es wirklich sehr schlecht. Er lag den ganzen Tag auf der faulen Haut und wenn ich nach Hause kam, durfte ich die Hütte noch säubern und kochen. Die Nebenkosten stiegen ins unendliche, Baden täglich 2 mal, sämtliche Heizkörper auf höchster Stufe. Ich habe dem ganzen ein Ende gemacht. Einen unmotivierten, faulen, herumlungerten Spezi, kannst Du nicht überzeugen. Seitdem verprasse ich mein Geld allein. Und das ist super!

Also ich würde mir an seiner Stelle ein Ziel suchen. Vielleicht möchte er eines Tages verreisen können, oder er endeckt ein neues Hobby, etwas schönes zum kaufen, usw.. Das alles sind Dinge die Geld kosten. Je mehr man sich für seine eigenen Ziele begeistert, desto mehr und automatischer sucht man auch nach Wegen, sie zu erreichen. Andersherum wird er sehen, dass seine Träume und Wünsche in weite Ferne rücken, wenn nicht bald Geld dafür bereitsteht. Arbeit suchen und dieser nachzugehen ist da die sicherste Methode. Da er ja eigentlich arbeitswillig ist (was seine Vergangenheit offenbart) und durch die von ihnen geschilderten Probleme im Prinzip nur den Antrieb verloren hat, wird er bestimmt die richtigen Entscheidungen treffen. Auf keinen Fall darf er sagen, dass er womöglich zu alt ist um noch etwas ausrichten zu können. Auf den Punkt gebracht: Ziel suchen - Geld verdienen - Ziel anstreben - Ziel erreichen - Glücklich sein.

Mein Chef sagt gerne: Wer keine Straße in sein Navigationssystem eingibt, der kommt auch nicht an...

Das finde ich gut und das würde ich gerne bei ihm wecken.

Und ich denke Ihr habt Recht...es muss aus ihm selbst kommen.

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Hallo Fragestellen,

eine mit Sicherheit schwierige Situation für deinen Freund. Es ist schwierig aus diesem Kreislauf herauszukommen, der aus dem Gefühl des Nichtgebrauchtwerdens, der Erfolglosigkeit, dem oft wenig wertschätzenden Umgang mit Bewerbern entsteht.

Hier ist ein enormes Potential von Eigenmotivation gefragt, sich nicht hängen zu lassen. Er muss an seine Zukunft denken, denn aus einer Langzeitarbeitslosigkeit resultiert im Alter eine grosse Rentenlücke. Versuch ihm immer wieder Mut zuzureden, sich erneut zu bewerben.

Die alten (erfolgreichen) Zeiten sind vorbei. Er muss jetzt wieder bei Null anfangen. Und wenn es zunächst nur mit einer Teilzeitstelle ist, um wieder in den geregelten Tagesablauf zu kommen. Vielleicht gibt es die Möglichkeit, sich weiter zu qualifizieren, um so seine persönliche Bewerbersituation zu verbessern.

Das, was er mal war, nämlich erfolgreich zu sein, ist Vergangenheit und dafür kann er sich heute nichts mehr kaufen. Nur wenn er das einsieht, dann hat er eine Chance. So wie ihm, geht es leider vielen auf dem freien Arbeitsmarkt. Es ist meistens die Psyche, die maßgeblich beeinflussend wirkt, dass man lethargisch wird.

Eine weitere Voraussetzung ist, dass er selbstkritisch sich hinterfragt, ob er so weitermachen will und an Veränderungen arbeitet. Sich für etwas zu schade sein, ist eine denkbar schlechte Voraussetzung. Ggf. muss er auch sich weiter entfernt bewerben und so seine Chancen erhöhen.

Für dich heisst es, ihn moralisch weiter zu unterstützen. Sicherlich nicht einfach, aber genau das ist es jetzt, was er braucht. Schuldzuweisungen und Vorhaltungen sind Gift und es besteht die Möglichkeit, dass ihn das noch weiter runterzieht.

Aber all das, funkioniert nur, wenn er es sich wert ist, Veränderungen anzugehen und den absoluten Willen hat, aus diesem Kreislauf auszubrechen.

Lieben Gruss vom Polarfuchs

Nicht so einfach...er rettet sich in seine Hobbys und jammert, dass er heute dies und das sein könnte, wenn er sich damals nicht gegen Ausland und für die Heimat entschieden hätte.

Er lebt nicht von ARGE-Mitteln o.ä., sondern ist am Ende seiner Ersparnisse angelangt.

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@Fragestellen

Wenn man eine Entscheidung trifft, dann muss man auch mit den Konsequenzen leben und den Hintern hochbekommen. Vor allem dann, wenn man merkt, dass es nicht so läuft, wie man es sich vorgestellt hat.

Er ist jetzt spätestens gefragt, zu kämpfen. Zu kämpfen um seine Zukunft. Was früher mal war, ist vorbei. Scheinbar hat er den "Schuss" noch nicht gehört. Und solange er nicht eine Kehrtwende herbeiführen will, sondern den guten alten Zeiten hinterher trauert, wirst du leider nicht viel erreichen. Hätte, wäre, wenn hilft jetzt nichts. Er muss jetzt die Situation annehmen, in der er ist. Da hilft ihm seine vergangene Karriere nichts.

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Sag ihm er soll sich in der Politik engagieren. Da kann er die verheimlichte Arbeitslosigkeit öffentlich machen (wir haben zur Zeit in der BRD je nach Rechnung ca. 7 bis 12 Mill. Arbeitslose) und selber etwas gegen die Arbeitslosigkeit tun. Und wenn auf eine offene Stelle 100 Bewerber kommen, dann muss er sich doch nur 100 mal bewerben -statistisch betrachtet ;-)

er muß erst tief fallen. Wenn das Geld alle ist, wird er schon merken, daß er etwas tun muß.

lol im sozialstaat deutschland muss niemand arbeiten und hat trotzdem geld zum lebenb.

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Wenn er unten angekommen ist steigt er wieder auf.

dass muss er selbst tun.

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