Wie möcht man das bedingungslose Grundeinkommen finanzieren?

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11 Antworten

Ein bedingungsloses Grundeinkommen lässt sich auf lange Sicht nicht finanzieren - egal, wie man es dreht und wendet.

Das Geld muss irgendwo her kommen. Steuererhöhungen, Kürzungen von Sozialleistungen etc. Das wiederum wird in ein paar Jahren negativ zurück kommen, denn das Geld fehlt dann an anderer Stelle. Man würde mit einem bedingungslosen Grundeinkommen kein Problem lösen, sondern finanzielle Probleme nur verlagern.

Zudem kommt die Lohnschere: Bereits heute hast du Arbeitskräfte, die für einen Lohn schuften, mit welchem sie knapp über die Runden kommen. Wie tief soll man denn das bedingungslose Grundeinkommen ansetzen, damit diese anderen Mitarbeiter nicht plötzlich sagen "Warum sollte ich 100% arbeiten, wenn ich für 0% nicht wirklich weniger über das Grundeinkommen erhalte?" Und wenn du das Grundeinkommen dann so tief ansetzt, dass die besagte Überlegung für einen Mitarbeiter nicht lukrativ genug wäre, dann müsste dieses Grundeinkommen derart tief liegen, dass es auf die Masse den Staat Millionen kostet, für den Einzelnen aber kaum hilfreich wäre.

Das System baut auf dem Gedanken auf, jeder Mensch wäre sozial genug und würde nach bestem Wissen und Gewissen einer Arbeit nachgehen. Damit hätte man dann so viele "Bezahler" und nur noch so wenige "Bezieher", dass sich alles rechnen würde. Die Realität sieht leider anders aus. Es gibt jetzt schon viele, die sich mit Hartz4 zufrieden geben (obwohl dass noch an Bedingungen geknüpft ist). Wie vielen wird es dann gefallen, dass sie einen Teil des Einkommens generell für Lau beziehen können?

Rechne einfach mal mit 5 Millionen Bezügern bei einem durchschnittlichen Satz zu 600 Euro pro Monat: 3 Milliarden... Pro Monat!

Das kannst du nicht finanzieren.

Dazu gibt es so viele Vorschläge, daß keine Antwort in 5000 Zeichen möglich ist.

Als Quellen wären z.B. negative Einkommenssteuer, Wertschöpfungssteuer, Konsumbesteuerung oder Tobin Tax denkbar. Nach Modellrechnungen wären solche Systeme auch durchaus finanzierbar.

Lies mal: https://de.wikipedia.org/wiki/Bedingungsloses_Grundeinkommen

Die komplette Organisation aller Sozialleistungen kannste fast komplett einstampfen inklusive der Sozialleistungen. 

Außerdem können Gehälter weiterhin besteuert werden. Wahrscheinlich dann ähnlich massiv wie in den skandinavischen Ländern.

Es gibt Rechenmodelle die es tragbar machen.

Zum Beispiel durch Kürzungen sämtlicher Sozialleistungen.

In dem man der arbeitenden Bevölkerung noch mehr Geld abknöpft und zusätzlich Schulden macht So wie der Staat alle seine Leistungen finanziert eben.

Gar nicht.

Weil die Idee schlecht ist und nicht im Interesse des arbeitenden Teils der Bevölkerung. Warum sollen die einen kleinen Teil der Bevölkerung üppig und auch noch bedingungslos alimentieren?

Und was passiert mit "Ideen", die keine Aussicht auf demokratische Mehrheitsunterstützung haben? Sie bleiben "Ideen"! :-)

Dieses System ist nur nach Auffassung derer, die nichts von Finanzen verstehen, bezahlbar. 


clemensw 10.07.2017, 12:21

Falsch.

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Nun ganz einfach, durch Vermögensumverteilung

hat man in den ländern hinter dem eisernen vorhang versucht .  folge ????

FouLou 10.07.2017, 10:50

Neee. Das war was anderes. Vor allen die Enteignung von Besitz und die  Verstaatlichung von allem.

Ich denke nicht das Kommunismus mit Grundgehalt vergleichbar ist.

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Kuestenflieger 10.07.2017, 13:26
@FouLou

aber da es offiziell keine arbeitslosen gab , bekamen die alkis und andere nicht willige, ein garantiertes einkommen .

dafür plant nahles das ja .

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Indem man ua den maximalen Einkommensteuersatz auf 100% anhebt und der schon bei 9k p.a beginnt. Mit immenser Umverteilung würde das schon theoretisch gehen mit diesem BGE. 

Man stiehlt das, was man dazu braucht, von denen, die es haben. So werden seit Jahrtausenden alle staatlichen Ausgaben finanziert.

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