Wie mit Asbestarbeiten ohne Schutzmaßnahmen umgehen?

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7 Antworten

Hallo retro2010,

alle Arbeiten an Asbest sollen nach die Regeln der TRGS519 ablaufen, das heißt: Masken, Schutzanzüge, Handschuhe, ein H1 Staubsauger vor Ort und so arbeiten das keine oder zumindest so wenig wie möglich an Asbestfaser freigesetzt wird. Eine Anzeige soll auf der Baustelle vorliegen, das heißt, man macht eine Anzeige(Meldung) fertig, schickt dieser zur Gewerbeaufsichtsamt und zur Berufsgenossenschaft, damit die informiert sind das irgendwo an mehrere Tagen mit Asbest gearbeitet wird. Das Amt oder die BG machen auf manche Baustellen Kontrolle um zu sehen ob die Regeln dann auch eingehalten werden. Wenn eine Firma dann grobfahrlässig arbeitet wird so eine Baustelle sofort gestoppt. Die Reinigung vom Balkon: auf keinen Fall selber mit einen normalen Staubsauger dran gehen. Die "einfache Baufirma" hat die Pflicht es zu reinigen weil diese Firma auch die Sanierungsarbeiten durchführt, das heißt, mit einen spezieller H1 Sauger alle Teile und Flächen absaugen und feucht nachwischen. Das Verhalten vor eure Vermieterin ist inkorrekt und unakzeptabel. Bei weiteren Fragen stehe ich euch gerne zur Verfügung, auch telefonisch: www.umd-is.de Mit freundlichen Grüßen fishing

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Kommentar von fishing
16.12.2013, 16:12

Danke für's Sternchen :-)

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Die Entsorgung von Asbestplatten u. dgl. erfordert besondere Vorkehrungen. Die Firma muss den Ort ihrer Arbeit asbestfrei hinterlassen.

Das Problem bei Asbest ist aber nicht, dass man davon Kopfschmerzen bekommt. Asbestfasern setzen sich in den Lungen fest. Sie rufen Entzündungen hervor, die langfristig zu Lungenkrankheiten führen. Mit einer Latenzzeit von meist mehreren Jahrzehnten kann auch der sehr bösartige Asbestkrebs daraus entstehen. Das ist das Mesotheliom.

Was dort geschehen ist, ist möglicherweise strafbar. Vermutlich haben die Arbeiter von Asbest nichts gewusst und keine Ahnung gehabt.

Bei allen Arbeiten hätten Schutzanzüge einschließlich Atemschutz getragen werden müssen. Das gilt auch für die Reinigungsarbeiten.

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Asbestentsorgung darf nur von zertifizierten Firmen gemacht werden. Allerdings muss es dafür auch ausgeschrieben werden. Wenn eine "nichtzertifizierte" firma z.B. über My-hammer so einen kleinen Auftrag annimmt, und im Vorfeld wurde aber nicht darauf hingewiesen ist auch der Auftragnehmer nicht sofort in der Verantwortung. Die Arbeiter müssen dann, sobald sie festellen das da Asbest im Spiel ist, ihren Arbeitgeber informieren und u.U. erstmal die Arbeit einstellen. Da gibt es in vielen Firmen sogenannte interne Betriebsanweisungen. Der Firmeninhaber ist damit erstmal aus der Verantwortung. Die Arbeiter haben die Bedenken, wie gesagt anzumelden. Wie sieht es deann in der Praxis aus: die Arbeiter können wieder abreisen, es geht ein Auftrag verloren usw.. Also werden die Arbeiter sagen: das bisschen machen wir einfach.

So sieht es in der Praxis leider aus. Ich kenne mich da aus.

Asbestfasern sind nur bedenklich wenn sie in die Atemluft gelangen. Wasser bindet den Staub ausserdem. Also den Balkon nicht abkehren, sondern feucht abwischen oder abspritzen.

Im Nachhinein da eine Anzeige erstatten, wird nicht viel bringen. Zu viele Leute werde sagen, das ihnen das nicht bewusst war. Die Sache würde wegen Geringfügigkeit im Sande verlaufen.

Und die Kopfschmerzen kommen definitiv nicht vom Asbest.

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Anzeige erstatten, es gibt Baubehörden, die derartiges kontrollieren.

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Das was Deine Vermieterin da macht, ist hochgradig strafbar.

Allerdings nicht wegen der Gefährdung Deiner Familie sondern der Gefährdung der Arbeiter. Auch die Firma, die diese arbeiten ausführt, macht sich strafbar.

Der Asbeststaub ist mit dem nächsten Regen verschwunden, das ist das kleinste Problem...aber das was die Arbeiter bis dahin eingeatmet haben, wird Probleme machen.

Im Zweifel Ordnungsamt und / oder Polizei auf den Plan rufen und die Baustelle SOFORT still legen lassen.

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Hallo,

  • Die Baufirma ist dafür verantwortlich, dass sie die Hausbewohner vor Staub und Dreck schützt, soweit dies möglich ist.
  • Aspest ist Sondermüll und muss auch dementsprechend entsorgt werden.
  • Das als überfüssig zu bewerten ist unverantwortlich.
  • Aspestfasern sind so klein, dass man es eigentlich merkt wenn sie eingeatmet werden.
  • Natürlich müssen die Arbeiter auch arbeiten können.
  • Als Reiniger würde ich einen Allzweckreiniger benutzen

Ich hoffe mein Tipp hat dir geholfen

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Die Frage ist nun, ob Du die Vermieterin bestrafen oder sofort Deine Familie schützen willst.

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Kommentar von retro2010
04.12.2013, 14:44

Tja, sehr gute Frage... Wir wohnen mit ihr imselben Haus, sie kann jederzeit mit Kündigung wegen Eigenbedarf drohen. Ein großer Teil ihrer Familie wohnt auch schon in diesem Haus. Wir sind eigentlich per du... Ich will meine Familie schützen - aber dazu müssten wir uns mit ihr anlegen: "Den Dreck auf dem Balkon machen wir nicht weg - bitte lass das machen." Das wäre de facto für unser Verhältnis eine Kriegserklärung... Allerdings ist es nicht weniger Krieg uns mit Asbest krank zu machen...

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