Wie minimiert man Heizkosten?

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8 Antworten

Heizen auf mittlerer Stufe als Mietverpflichtung? Ja, das ist schon der Hammer. Eine Beeinträchtigung anderer Hausbewohner ist nur unterstellbar, wenn die Wohnung kälter als 15 Grad ist.

Vor allem Fenster, aber auch Türen kontrollieren und Undichtigkeiten beheben. Das ist ein wirklich guter Tipp. Denn gegen Dauerkälteeinbrüche feuert ein Heizkörper permanent an. Das ist genauso schlimm wie Dauerlüften. ABER: Apropos Kurzlüften: Währenddessen und auch kurz danach sollte der Heizkörper ganz abgedreht werden! Ein Thermostat-Ventil dreht sofort voll auf, wenn die frische, kalte Luft vorbeistreicht - auch dann, wenn man auf 1 reduziert hat!

Allgemein sollte man die Zimmertemperatur hinterfragen. Man muss nicht die Wohnung auf 20 oder 21 Grad halten, auch wenn es dann mollig warm erscheint. 18 Grad, höchstens 19 reichen auch. Man kann sich ja auch der Jahreszeit entsprechend in der Wohnung etwas wärmer kleiden.

Reflektorfolie hinter die Heizkörper kleben. Das ist eine SAU-Arbeit. Ehrlich. Aber es bringt viel! Gerade in Heizungsnischen ist eine Mauer viel dünner als woanders. Aber auch ohne dies ist es besser, die Wärmestrahlung so gut es geht zu reflektieren, als sie an die Mauer zu verschenken.

Die Heizung bzw. die Therme nachts auszuschalten ist nicht in jedem Falle eine Energiesparmaßnahme: Wenn die Wohnung auskühlt, dann braucht es auch umso mehr Energie, um sie wieder warm zu bekommen, weil die Substanz (Mauerwerk, Möbel, Hohlräume) mit auskühlen - und wieder temperiert werden müssen, um eine gleichmäßige Wärme zu schaffen. Heizkörper oder gar die Therme auszuschalten kann auch gefährlich sein: Nämlich bei Frost! Und von Oktober bis März (in Süddeutschland noch länger!) muss man einfach mit tiefen Frösten und Dauerfrost rechnen.

Also: In der Heizperiode möglichst Heizung und Heizkörper nie ganz abschalten. So genannte Nachtabsenkung ist o.k., weil dann nur eine niedrigere Temperatur beibehalten wird. Weiterhin sollte Wohnraum auch bei längerer Abwesenheit nicht unter 16 Grad temperiert sein (siehe oben: Wiedererwärmen ist zu aufwändig). Nur wenn man über Tage absehbar nicht in der Wohnung ist, kann man stärker auskühlen lassen, aber bloß nicht unter 15 Grad, wenn noch weitere Parteien im Hause wohnen, denn dann kann es Ärger geben (ebenfalls: siehe oben).

In meinem Mietvertrag steht dazu, dass ich durchgehend während der Heizperiode die Heizung auf mittlerer Stufe anlassen soll. Wahrscheinlich, damit die Wände nicht auskühlen, weil das sicher dann mehr Heizenergie benötigt, wenn man ausgekühlte Räume warm bekommen will. Ich drehe aber trotzdem ab, wenn ich außer Haus gehe, nachts sowieso. Und meine Heizkosten sind teurer geworden, aber mein Verbrauch ist gleich geglieben.

Also ich habe Gasetagenheizung. Habe jetzt auch meine Dicke Strom+Gas abrechnung bekommen. Also ich habe jetzt einen Plan wie ich sparsamer damit umgeh. Ich heize jetzt tagsüber ab 10 uhr(jenachdem wie ich zu hause bin) und schalte sie abends bevor ich ins bett geh aus. Schalte den Boiler aus. Nur die Heizung eben. ja und vormittags oder mittags schalte ich sie wieder ein. Die Heizungen stehen dabei alle auf 2 1/2 wobei ich nur 3 heizungen im Betrieb nehme. will mal hoffen obs besser wird. Ja, und Lüften tu ich auch allerdings einmal richtig, heizungen dabei auf eins gestellt.

Versuche die Zimmertemperatur auf ein dir erträgliches Maß zu setzen, gut für nicht kranke Menschen sind 18-19 Grad und bei Abwesenheit nicht unter 15 Grad fallen lassen, da das hochheizen auf Zimmertemperatur viel Energie kostet. Mehr jedenfalls als, eine abgesenkte Heizungsanlage.

Heizung am besten auf einer Temperatur lassen. Regelmäßig (!) Stoßlüften statt gekipptem Fenster (ein paar Mal am Tag alles auf und kurz, aber völlig durchlüften - auch gut gegen Schimmelbildung!). In Zimmern, die nicht oft benutzt werden + im Schlafzimmer die Temperatur niedriger lassen - und Türen zu. Abdrehen (auch stark herunterdrehen) + wieder hochheizen kostet mehr als eine konstante Temperatur.

frederick: sehr schöne Analyse, ABER:

Immer wieder das Märchen, dass Aufheizen mehr Energie verbrauche als auf hohem Niveau zu halten. Manchmal kommt auch die Version "ein bisschen Abkühlen", was an "ein bisschen Schwanger" erinnert... Fakt: von der Energieersparnis her ist "radikales" Abkühlen lassen das Beste (Frostschutz-Stellung, nicht "1").

Natürlich muss man umso länger wieder aufheizen, je länger man abgekühlt hat. Aber je kühler das Haus geworden ist, umso weniger Verluste hat es auch. So führt jede weitere Stunde Auskühlen zu weniger zusätzlichen Minuten Aufheizen.

Der einzige Grund, nicht ganz so stark abzukühlen, ist die relative Luftfeuchte, die sich dadurch erhöht (lässt sich leicht messen mit billigen Geräten).

Die darf nicht zu hoch steigen (hab jetzt grad keinen belastbaren Wert parat), sonst gibts Schimmel (an Außenwänden und -ecken und hinter Schränken) und Milben.

Einmal 5 min Stoßlüftung (alle Fenster+ Türen auf) vor dem abkühlen lassen, und auch diese Luftfeuchte ist draußen.

Und Bad/Küche/Schlafzimmer extra entlüften, da kommt ja die meiste Feuchte her.

vielleicht auch mal testen ob die Fenster gut dicht sind und z.B. die (Haus-)Tür(en) unten dicht sind. das kann mit wenig Aufwand auch viel Einsparung bringen, wenn da was weiniger oprimal ist.

die wirst du sowieso haben! aber eher auf konstanter wärme halten! KEINE fenster kippen, lieber 5 minuten ganz aufmachen. nachts kleiner drehen bzw. ausschalten.

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