Wie merkt man das eine Firma kurz vor dem Konkurs steht?

6 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Liebe Schoggi,

zunächst mal unabhängig davon, wie es der Firma geht, ein paar allgemeine Gedanken zu dem Thema:

Ein Inhaber einer kleinen und mittelständischen Firma steckt in der Regel sehr viel Herzblut in seine Firma, sein "Baby". Er wird bis zuletzt darum kämpfen, die Firma zu erhalten und auf der anderen Seite womöglich die Realität nicht wahrhaben wollen. Was dazu führen kann, dass er auf der einen Seite zu spät reagiert und gegensteuert und zum anderen zu spät die Mitarbeiter über die tatsächliche Lage informieren wird. Wenn er gute Freunde hat bzw. einen guten Draht zur Bank, dann wird er womöglich einiges über Kredite finanzieren können, obwohl die Autragslage schlecht ist.

Nun zu den Mitarbeitern: meine Erfahrung ist, dass es einem selten gedankt wird und man selbst in einer denkbar schlechten Position ist, wenn man bis zum Schluss ausharrt und mitfiebert, eh das Schiff dann doch untergeht. Denn, wenn es wirklich mal so weit ist, dass keine Gehälter mehr gezahlt werden können, dann reiht man sich als Angestellter zumeist ganz hinten in die Gläubigerschlange ein. Der Bewerbervorsprung ist weg und man braucht mindestens vier Wochen, um wieder eine neue Stelle zu besetzen.

Jetzt zu deiner eigentlichen Frage:

Es kann durchaus sein, dass dein Chef zur Produktivitätserhöhung neue Maschinnen kauft oder womöglich geleast hat. Oft spielen auch die Banken mit und geben neue Kredite, wenn ein überzeugendes Konzept dahinter erkennbar ist. Vielleicht können mit den neuen Maschinen auch Aufträge erledigt werden, was bisher nicht möglich war. Grundsätzlich ist das ja kein schlechtes Zeichen, wenn investiert wird, vielleicht ist es aber auch nur das berühmte Pfeifen im Walde.

Nun, was die Anzeichen für eine bevorstehende Insolvenz sind, möchte ich die genannten Punkte noch ergänzen: Aufbrauchen von Eigenkapital und Rücklagen, mehrfache Erhöhung der Kreditlinie bzw. Umschuldungen, niedrige Auslastung von Personal- und Sachmitteln.

Vorschlag von mir: In einer kleinen Firma mit 10 Mitarbeitern sollte es doch möglich sein, offen über die aktuelle Situation zu sprechen. "Nagelt" den Chef fest, das offen die aktuellen Zahlen, Bilanzen auf den Tisch gelegt werden. Sprecht offen und konstruktiv über die Auftragslage und überlegt (wenn notwendig), wie neue Aufträge und Kunden generiert werden können. Vielleicht kann gemeinsam eine Neuausrichtung gefunden. Gleichzeitig sollten in so einem Gespräch aber keine Vorwürfe an der momentanen Zurückhaltung geübt werden. Vielmehr sollte die Unterstützung im Vordergrund stehen und die Bereitschaft, dass alle an einem Strang ziehen.

Liebe Grüsse vom Polarfuchs

Hallo Polarfuchs :-)

Du weisst schon auf alle Fragen eine Antwort. Ich bin begeistert!
Liebe Grüsse und ein grosses Dankeschön meinerseits :-)

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@Schoggi1

Es gibt durchaus auch Fragen, auf die ich keine Antwort weiss ;)

Wenn du noch Rückfragen hast, dann stell sie einfach ;)

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Man sollte sich vom Grundsatz her auch mal Fragen : Wie kann mann Pleite machen ; wenn der Chef immer noch eine Villa hat und einen Dicken Wagen Fährt ?! Dies ist eine Tatsache. Jede Firma kann man Bewusst gegen " Den Baum Fahren " ohne das man Grosartig Miese macht . Aktuell Firma" Wulf"Also Achtung : Sinnvoll und nicht gedankenlos reagieren gerade bei Kleinfirmen man muss und sollte den Chef zu "Tachilles Antworten bewegen können . Tut er das nicht ist er sogut wie Pleite und er versucht nur noch euch Auszunutzen um seinen geliebten "Oltimer(Bares Geld) "Auszuschiffen " und in Sicherheit zu bringen .Meine Meinung 30/10 = 10/0 aber kann auch sein 10/0 +Nagelneue maschinen investition= Neue Firmenbetreiber = es ist damit zu Rechnen 5/0 = weil versucht wir d was neues mit MINI Löhnen hochzubuttern. MFG Rudi

Danke^^

jep, so ist es... der Chef hat ein riesen Haus und fährt...na was wohl? einen riesen, fetten, Mercedes!

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Nun ja, Selbstständigkeit hat immer einen sehr hohen Risikofaktor, und den hat der Chef auf sich genommen und erfolgreich eine Firma gegründet. Man muss bedenken, dass ER allein (außer bei GmbHs) für die ganze Firma mit seinem Privatvermögen haften muss, das heißt, dass er im Falle eines Konkurses auch seine Privateigentümer inkl. Haus, Auto etc.... abgeben und letztendlich Privatinsolvenz anmelden muss. Warum sollte er sich aus Firmengeldern ein Haus bauen, wenn er weiß, dass seine Firma schlecht da steht? Er müsste das Haus innerhalb kürzester Zeit sowieso wieder zwangsabgeben. Inhaber kleiner, mittelstädndischer Unternehmen überlegen es sich dreimal, ob sie eine Privatentnahme tätigen, oder nicht, denn keiner wird die Absicht haben seine Firma "gegen den Baum zu fahren", da er dafür doch letztendlich selbst haften müsste.

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Hallo,

ich mußt dir leider sagen, daß du keinen Überblick hast, und infolge dessen nicht beurteilen kannst, wie es weiter geht...

Wenn dein Chef pleite wäre, dann könnte er sich keine neuen Maschinen kaufen, andererseits, sollte er eine Umstellung der Produktion, wenn es eine geben sollte, sehr zügig vorantreiben, sonst bleiben dann ALLE potentielle Kunden weg...

Könnt ihr nicht alle gemeinsam zu euren Chef gehen, um um eine Besprechung der Lage bitten...

Das andere Problem ist, daß der Chef entweder eine Verkleinerung der Fa. angestrebt hat (weniger Kosten und weniger Ärger mit einem Betriebsrat, sollte es einen gegeben haben), um kostengünstiger zu produzieren, und dafür Automaten oder Roboter erworben hat...

Wenn du überhaupt nicht weißt, was er für Maschinen gekauft hat, dann kannst du dir kein Bild der Lage machen, sowieso...

Ich sage : in dem Falle hilft nur eine ehrliche Aussprache.

Gruß, Emmy

Ok, Danke :-) Werde ich mal tun und mit den anderen besprechen.

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