Wie meditieren Christen? Wie meditiert man allgemein?

15 Antworten

Christliche Meditation, falls man diesen Begriff verwenden möchte, ist im Gegensatz zur fernöstlichen Meditation auf keinen Fall gegenstandslos und hat auch nicht wie diese zum Ziel, sich innerlich zu leeren und den Verstand auszuschalten. Auch geht es nicht um ungewöhnliche Sitzpositionen, Kommunikation mit der Geisterwelt oder ähnliche Praktiken.

Christlicher Meditation ist inhaltlich. Es geht um bestimmte Fragen, Bibelverse, Gebet (= ein Gespräch mit Gott, mit dem man wie mit einem Vater oder Freund ganz frei reden kann) usw.

Folgend ein Auszug aus einem Artikel von Gotquestions zur Frage "Was ist christliche Meditation":

"Die christliche Meditation hat nichts mit Praktiken, die in fernöstlicher Mystik begründet liegen, zu tun. Solche Praktiken beinhalten Transzendentale Meditation und viele andere Formen, die kontemplative Gebetsweise genannt werden. Diese Formen haben in ihrem Ursprung die gefährliche Voraussetzung, dass wir „Gottes Stimme hören müssen“, nicht durch Sein Wort, sondern durch die persönliche Offenbarung durch Meditation.

Christen dürfen nicht Gottes Wort vernachlässigen, „denn alle Schrift, von Gott eingegeben, ist nütze zur Lehre, zur Zurechtweisung, zur Besserung, zur Erziehung in der Gerechtigkeit, dass der Mensch Gottes vollkommen sei, zu allem guten Werk geschickt (2. Timotheus 3,16-17).“ Wenn die Bibel ausreicht, um uns mit allem auszurüsten, was wir für unsere tägliche Arbeit brauchen, wie können wir glauben, dass wir eine mystische Erfahrung suchen müssen zusätzlich oder an Stelle zur Bibel?

Christliche Meditation muss ausschließlich auf dem Wort Gottes geschehen und was es hierdurch über Gott offenbart. David hat das so empfunden als er schrieb: „Wohl dem, der ….hat Lust am Gesetz des Herrn und sinnt über seinem Gesetz Tag und Nacht!“ (Psalm 1,2). Wahre christliche Meditation ist ein aktiver Gedankenprozess bei dem wir uns dem Studium des Wortes hingeben, darüber beten und Gott bitten, dass uns der Heilige Geist Weisheit und Verständnis gibt. Dann setzen wir diese Wahrheit in die Praxis um, verpflichten uns selbst zu der Heiligen Schrift als Regel für unser Leben und führen es so in unserem Alltag aus. Das führt zu geistigem Wachstum und Erfahrung in den Dingen Gottes, so wie es uns der Heilige Geist lehrt."

Die Meditation ist einfach nur die innere und äußerliche Ruhe bei sich selbst. Du kannst z.B. prima meditieren, wenn Du in die örtliche Kirche gehst, natürlich nicht während des Gottesdienstes, und Dich dort zur inneren Sammlung auf eine Kirchenbank setzt. Einfach nur mal ein halbes Stündchen sitzen, und nichts machen.

Übrigens würde ich Dir empfehlen, Dich nach einer kirchlichen Jugendgruppe zu erkundigen. Je nach Konfessionen gibt es unterschiedliche Angebote. Auch in Deiner Stadt wird es da was geben.

Dann lerne den Rosenkranz. Und die Lieder von Taizé. 

Den Rosenkranz findest Du sicher online erklärt. Nach altem Brauch wird er zur Großen Fastenzeit mehrmals täglich viele Male hintereinander gebetet. Als Große Fastenzeit habe ich noch die Fastenzeit vor Ostern kennen gelernt. In diesen sechs Wochen wird der Rosenkranz mehrmals täglich rituell vorgeschrieben gebetet. 

Lieder aus Taizé findest Du gewiss auf youtube. Ihre Kraft erschließt sich nach meiner Erfahrung vor allen Dingen in Gemeinschaft. Schaue Dich vor Ort um ob diese Form des Gebetes angeboten wird. 

Ansonsten ist Glaube ohne Taten leeres Geschwätz. 

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