Wie macht ein Arzt eine Organentnahme mit seinem Gewissen aus?

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18 Antworten

Wie die anderen schon schrieben, wird nie einfach ein Organ entnommen bei Patienten, bei denen noch eine Chance auf ein - bewusstes - Weiterleben besteht. Also nie ohne Hirntod.

Zudem muss man aber beachten, dass Ärzte, die solche Operationen durchführen, eine lange Übungszeit vor sich hatten - Studium mit diversen Laborkursen, praktisches Jahr, erste Berufserfahrungen, Weiterbildungen etc. - also schon sehr oft mit der Situation "OP" im Allgemeinen (an Tier, Leiche und lebenden Menschen) vertraut sind. Sie haben also eine professionelle Brille auf und blenden sicher in dieser Situation alles außer der vorliegenden Aufgabe aus - also ggf. auch die Situation des Patienten und seiner Angehörigen. Es wird in dem Moment ein Organ entnommen und zum Weitertransport etc. vorbereitet - es wird nicht bewusst "Frau Lüdenscheidt, deren trauernde Angehörige draußen warten ihr Herz entnommen".

Sicherlich ist die Situation für den Arzt keine Routine, die OP (am Organ) aber schon. Er hat in vielen vorherigen Situationen gelernt, sich emotional auf die Situation einzustellen bzw. auch davon abzukoppeln. Genauso geht es ja auch allen anderen Menschen, die mit Menschen arbeiten - Psychologen, Polizisten und Anwälten, die mit Schwerverbrechern oder "gefährlichen" Menschen arbeiten. Frauen, die mit Sexualstraftätern arbeiten (z.B. als Psychologin, Justizvollzugsbeamtin, Polizistin, Staatsanwältin, Richterin etc.). Kinderärzten, die todkranke Kinder betreuen (ja, das geht ihnen wohl an die Nieren, aber abends müssen sie ggf. nach Hause und den Geburtstag des eigenen Kindes feiern). Menschen, die in Hospizen Sterbende und Angehörige auf ihrem letzten Weg begleiten (und trotzdem Geburtstage, Schulfeste, Hochzeiten usw. in ihrer Familie feiern).

Man macht seine Arbeit und konzentriert sich auf die nötigen Aspekte - entweder, wie der Arzt, nur auf die Organentnahme oder, wie die Psychologin, auf den ganzen Menschen und seine Sichtweise - aber hinterher "geht man in den Freizeitmodus" und widmet sich anderen Dingen. Sicher kann man nicht alles immer schnell hinter sich lassen, aber gerade, wenn man selbst Kinder hat, kann man auch nicht immer mit ernster Trauermine herumlaufen, sondern wird lernen, sich emotional auf die verschiedenen Herausforderungen in Beruf und Privatleben einzustellen. Den eigenen Kindern gegenüber wäre es sonst unfair, wenn sie immer hinter dem Beruf der Eltern zurückstecken müssten. Auch anderen Angehörigen natürlich - Lebenspartnern, evtl. pflegebedürftigen Eltern usw.

Ärzte lernen schon im Studium, mit der Situation umzugehen. Einmal durch spezielle Vorlesungen auch in Psychologie etc, aber auch durch die Erfahrung mit dem Sezieren von Tieren und später menschlichen Leichen. Anfangs kann man sich nicht vorstellen, so etwas zu tun, später macht man es, weil man es muss, "routinemäßig" und konzentriert sich nur auf die vorliegende Aufgabe, ohne bewusst zu denken, "dass ist Herr oder Frau Meier". Sicherlich würden nicht alle Ärzte so etwas bei eigenen Angehörigen machen können, also Organentnahme bei der eigenen Mutter oder - nach einem Unfall - dem eigenen Kind.

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Hey,

das ist eine nicht leicht zu beantwortende Frage. Eine Lösung geht in die Sinnhaftigkeit des Vorhabens: Durch die Transplantation könnte ein anderer Mensch gerettet werden.

Dass Spenderorgane einem Kind entnommen wird, ist eher selten. Natürlich wird das den Großteil der Operateure auch mitnehmen, allerdings entwickeln die meisten medizinischen Fachkräfte (es sind ja nicht nur Ärzte, sondern auch z.B. Pflegekräfte mit dabei, die sind von der Emotionalität nicht ausgenommen) unterschiedliche Coping-Strategien, um diesen Emotionen entgehen zu können. Außenstehende missinterpretierten dieses Verhalten häufig als Gefühlskälte. Dahinter steht jedoch nur ein Schutz, vergleichbar damit, dass ein Lackierer eine Atemschutzmaske trägt.

Ich kann mir durchaus vorstellen, dass du das in deinem Alter noch schlecht nachvollziehen kannst. Man muss beachten, dass Erwachsene solche Situationen doch etwas besser wechseln können als Heranwachsende und damit von Beginn an ein etwas geringeres Maß an emotionaler Befangenheit aufweisen als ein jüngerer Mensch.

Ich hoffe, ich konnte dir einen nützlichen Denkanstoß diesbezüglich geben. Im Übrigen, mein Respekt, dass ihr euch trotz dessen, dass euer Referat bereits abgehalten wurde, dennoch kritisch mit dem Thema auseinandersetzt. Falls du noch Fragen zu dem hast, was ich sagte, stell sie natürlich gern!

Lieben Gruß! :) 

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Ich denke, die geradlinige Antwort auf deine Frage ist folgendermaßen:

  • Erstens führen Organentnahmen weit überwiegend Ärzte durch, die an das Konzept des Hirntods glauben, für die der Menschen also "tot" ist und nur dessen Körper nur noch künstlich "am Leben" gehalten wird. Sie haben daher meistens keine Gewissenskonflikte.
  • Zweitens handelt es sich natürlich um eine Güterabwägung, wie bei so vielen Dingen im Leben. Es wird ein schwerkranker Menschen gerettet, der noch viele Jahre gut leben können wird und es wird ein dem Tod geweihter Mensch, dessen Hirn bereits irreversibel geschädigt ist, und der nie wieder ein bewusstes Leben haben wird, dafür "geopfert". Ich schätze, mit dieser Gewissensentscheidung können viele Ärzte einfach leben.
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Um zu erkennen, warum das Gewissen bei vielen Medizinern keine besondere Rolle spielt, muss man wissen, dass man das Gewissen einfach ausblenden bzw. durch bestimmte Einstellungen (Glaubenssätze) so beeinflussen kann, dass es nicht stört.

Das Ganze nennt man dann „professionelle Haltung“(man fühlt nicht - man handelt !) und funktioniert vor allem mit dem psychologischen Mechanismus der Verdrängung.

Dann redet man sich noch ein, dass man ja etwas Gutes tut und Menschen helfen will – und es sich bei dem "Organspender" um einen Todgeweihten sowie um "unwertes Leben" handelt, der sowieso nichts mehr spürt.

Und da für die Schulmedizin eine Seele nicht existiert (schliesslich hat man den menschlichen Körper millionenfach seziert – und keine Seele gefunden. Dass es sowas wie energetisches und feinstoffliches Leben gibt – wurde bisher m.E. an Universitäten nicht gelehrt) – kann man ja auch keine Seele verletzen.

Und wenn Mediziner dann tatsächlich glauben, dass der vor ihnen liegende Mensch vergleichbar mit Gemüse ist und nichts mehr empfindet, und dass Reaktionen wie Zucken, Blutdruckanstieg usw. nichts zu bedeuten haben, dann kannst du dir vllt. ein Bild davon machen, was Verdrängung und Glaubenssätze so anrichten können.

Und dass der 8jährige Junge in deinem Beispiel getötet wird, wird der Mediziner abstreiten, denn der ist doch schon tot – nämlich hirntot ! Und alles andere ist für ihn Quatsch und soll ihn nur daran hindern, anderen zu helfen.

Man kann sich selbst sehr viel vormachen und ich habe mich echt gewundert über die Greueltaten von Medizinern im 3. Reich. Habe uin deinem Alter und auch später geglaubt, dass heutige Mediziner anders seien und mehr Gewissen hätten. Das kann ich aber in der Organfrage nicht erkennen.

Der Transplantationsmediziner wird es i.d.R. wahrscheinlichweit von sich weisen, dass er Menschen tötet. Und das konstruierte Hirntod-Konzept wird er nicht infrage stellen, denn das schützt ihn und besagt eindeutig, dass er nicht tötet bzw. mordet, weil der Patient schon tot ist.

Dass das Konzept evtl. - für uns sicher – falsch ist, damit wird er sich i.d.R. gar nicht erst befassen, denn dann müsste er seine ganze Einstellung und Tätigkeit infrage stellen. Und dafür nimmt er sich erst gar keine Zeit, denn er hat ja Besseres zu tun, nämlich Patienten auszuschlachten, um anderen zu helfen. Und so wird er sich wahrscheinlich als guten und hilfreichen Menschen betrachten, dem Kritiker etwas ans Bein flicken wollen.

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Kommentar von Mucker
23.01.2016, 01:44

Offener Brief einer Krankenschwester über die dunkle Seite der Organspende.


Der Patient ist nicht hirntot, sondern nur tot definiert.

“Mit diesem offenen Brief möchte ich der aktuellen Organspendekampagne 2013 etwas entgegensetzen.Ihr fehlt nämlich etwas ganz Wesentliches: die GANZE Wahrheit zum Thema. Die sollte man jedoch wissen, BEVOR man den Organspendeausweis ausfüllt!”
Erlebnisse mit hirntoten Patienten.
https://hirntoddebatte.wordpress.com/tag/krankenschwester/r zur Organspende.


Erlebnisse mit hirntoten Patienten.

https://hirntoddebatte.wordpress.com/tag/krankenschwester/

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Organspenden, zumindest in Europa, werden nur von bereits klinisch Toten entnommen. Der Arzt muss da kein schlechtes Gewissen haben.

Wenn auf dem EEG keinerlei Strömungen mehr gemessen werden, eine sogenannte Nulllinie zu sehen ist, wird der Betreffende für tot erklärt. Das wird genau dokumentiert: Zeitpunkt des Todes ......

Man kann definitiv einem toten Menschen keinen Schaden zufügen. lg Lilo

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Kommentar von garfield262
22.01.2016, 11:51

Du meinst das Richtige, hast aber den falschen Begriff verwendet ;)

Ein Organspender ist hirntot, was z.B. an den genannten Kriterien festgemacht wird.

Klinischer Tod ist das Erliegen der Kreislauffunktion (die bei Organspendern unbedingt noch intakt sein muss) bei noch nicht eingetretenem Hirntod. :)

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Wenn Organe entnommen werden, ist der Spender schon tot. Es werden nur mit technischen Hilfen einige Körperfunktionen aufrecht erhalten. Ohne diese Maschinen würden auch die Organe absterben.

Glaubst Du, dass das, was Dich ausmacht, in Deinen Organen angesiedelt ist? Auch ein Herz ist nur ein Muskel.

Wir als das, was wir unter unserem Ich verstehen, sind im Gehirn angesiedelt. Und erst, wenn dieses keine Aktivität mehr zeigt, dürfen überhaupt Organe entnommen werden. Die Person ist als nicht mehr existent, der Geist ist unwiderbringlich erloschen.

Natürlich wird einem Transplanteur eine Entnahme bei einem Kind schwer fallen, aber er weiß eben auch, dass er einem anderen Kind damit das Leben retten kann. Bei Kinder entscheiden i.d.R. die Eltern, ob eine Entnahme vorgenommen werden darf. Spenderausweise sind für Volljährige.

Organspende rettet mit Organen von verstorbenen Personen lebende Personen. Das ist keine Belastung des Gewissens.

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Natürlich haben Ärzte ein Gewissen. Außer ein paar schwarze Schafen die es wie überall gibt.

Deswegen hat man Gesetze und Vorschriften und Techniken verabschiedet die genau vorschreiben wann, wie Organentnahmen erlaubt sind.

Außer Acht sollte man auch nicht lassen, dass, mit den Öskulapschwur, Ärzte sich verpflichten Menschen zu helfen und am Leben zu halten.

Mit ihre Entscheidung werden sie nicht allein gelassen.

Mehrere Ärzte müssen den Diagnose stellen ob für ein Patient kein Überleben Chance mehr besteht. Sie müssen darüber Berechtigte informieren. Auch darüber dass der Sterbende ein Spenderausweis dabei hatte und die Konzequenzen dazu. Auch Wiederspruchsmöglichkeiten!

Bei Alleinstehende musst zweifelfrei festgestellt werden dass seine Wille, nach Ausstellung des Ausweis, sich nicht geändert hat(Deswegen empfehle ich dringend regelmäßig ein neue Spender Ausweis und notfalls ein NICHTSPENDER Ausweis(*)).

Es erleichtet Keinem den Gewissen wenn Gesetze bestimmte Handlungen erlauben. Man handelt rechtmässig. Das ist Alles. Und wenn Alles klappt, erfüllt man seinen Pflicht indem ein Leben gerettet wird.

(*)Es andert Nichts an der Tatsache dass in manche Länder, per Gesetz, gar nicht gefragt wird! Also man handelt dort nach dem Motto: "Retten was zu retten ist".

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wissend das dieser getötet wird.

es wird ja nicht durch die Organentnahme getötet. Ein Spender muss für eine Organentnahme Hirntot sein. Es wird quasi nur noch am "Leben" gehalten, in dem er (möglicherweise) durch Maschinen beamtet wird. Das erweckt gerade bei Angehörigen den Anschein, dass die Person noch lebt. (liegt an Maschinen im Krankenhausbett, Brustkorb hebt und senkt sich, Person ist warm etc.)
Letztendlich besteht aber zu diesem Zeitpunkt keine Chance mehr. Ein Hirntot muss mittels einer speziellen Diagnostik festgestellt werden.

Auch kann ein Arzt nicht einfach sagen "So, dem nehmen wir jetzt die Organe raus". In Deutschland (in anderen Ländern ist das anders) muss der Organentnahme zugestimmt werden. Bei einem 8 Jährigen wäre auch ein Spenderausweis wirkungslos, hier dürfen die Erziehungsberechtigten (i.d.R. also die Eltern) entscheiden.

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Kommentar von Siraaa
22.01.2016, 07:28

Eine Nichtzustimmung zur Organentnahme bedeutet aber natürlich nicht, dass ein Hirntoter dann einfach ewig lang an Maschinen am "Leben" erhalten wird, obwohl keine Chance mehr besteht.

Dann gehen die Organe eben mit unter die Erde oder ins Krematorium. (böse gesagt)
Ich kann mir eine Spende deswegen sehr gut vorstellen...sofern meine Organe noch in einem Zustand sind, denn dann noch einer will ;-)

Auch findet eine Organentnahme eigentlich genau wie eine andere OP statt. Sprich es sieht danach auch nicht aus, wie auf dem Schlachtfeld (à la ...der ist ja tot, da brauchen wir es nicht mehr schön zu machen), sondern ein Organspender sieht danach aus, wie jeder andere operierte. Er wird auch zugenäht.

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Ich denke mit dem Wissen einem anderen, unschuldigen Kind somit das Leben zu retten, ist das Gewissen des Operateurs bereinigt. Allein schon die Aussage, dass der Arzt den Patienten tötet, ist schlichtweg falsch. Der Mensch ist bereits tot, nur einige Organfunktionen werden künstlich erhalten und verlängert. Demnach kann ich deine Frage "wie ein Arzt das mit seinem Gewissen vereinbart" absolut nicht nachvollziehen. Dass es hart ist, einen Toten zu sehen bzw. diesem noch Organe zu entnehmen, können wir alle verstehen, jedoch hat das nichts mit dem Gewissen des Operateurs zu tun. Zu deiner Frage wie ein Mediziner das "überstehen" soll: Ich denke da ist jeder individuell, aber wahrscheinlich sprechen sie viel über ihre Erfahrungen und tauschen sich untereinander aus.

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Wie macht ein Arzt eine Organentnahme mit seinem Gewissen aus?

Das frage ich mich auch. Unter Deiner / Euren Fragen habe ich ja ausführlich geantwortet.

Ich vermute, die meisten schalten dabei ihr Gewissen dabei einfach aus. Sie sehen den "Organspender" als "unwertes Leben" an, das man ruhig zugunsten anderer beenden kann. Oder sie glauben tatsächlich, dass der vor ihnen liegende Mensch vergleichbar ist mit Gemüse, und dass Reaktionen wie Zucken, Blutdruckanstieg usw. nichts zu bedeuten hat.

Und diejenigen, die während dieser "Arbeit" erkennen, was sie wirklich tun, und ganz besonders diejenigen, die sich genötigt fühlten, im Grunde gegen ihren wahren Willen an solch einer Ausschlachtung teilzunehmen (z.B. weil sie um ihre weitere ärztliche Karriere fürchten), wird das sicherlich verfolgen. Oder sie verdrängen es, um gut weiterleben zu können.

Der Arzt Prof. Linus Geisler beschreibt ja hier

Hirntod
http://www.initiative-kao.de/handzettel-zu-organspende-hirntod.pdf

die Umstände rund um die Organentnahme. - Die Ärzte und auch das anwesende Helferpersonal müss(t)en wissen, was sie tun.

In meiner Antwort an Lollool

Schnellerer Hirntod bei Organspendern?
https://www.gutefrage.net/frage/schnellerer-hirntod-bei-organspendern?foundIn=answer-listing#answer140640065

sind ja Berichte von Patienten, Eltern, Klinikpersonal, wie - am Gewissen vorbei - auf Angehörige eingewirkt wurde, die sich  zur "Organspende" entscheiden sollten.

Wirklich beantworten könnten Dir / Euch diese Frage ja nur die Ärzte, die solche EXplantationen (ich nenne es Schlachtung) vornehmen.


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Organe wie z.b. das Herz werden nur entnommen, wenn der Spender hirntot ist und dies von mehreren Fachleuten bestätigt wird, also keinesfalls von Personen auf der Intensivstation, die noch eine Chance haben, ins Leben zurückzukehren. Deshalb kann der Arzt ruhigen Gewissens Organe entnehmen, um damit anderen Personen zu helfen!

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dürfen die erstens gar nicht, ohne einwilligung der erziehungsberechtigten, und denn erst müsst ihr echt den doc fragen wie der sich dann fühlt... mein mann ist arzt, hat vieeele leben gerettet, und war dann immer froh. was soll also die frage, hab ich die nich verstanden? lg

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Kommentar von Xboyunknown
22.01.2016, 03:19

Ich frage mich gerade einfach, wie man sowas mit seinem Gewissen vereinbaren kann, z.b. einem Kind das Herz rauszuschneiden

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Er wird nicht getötet, er ist dann bereits tot - Hirntod.

Jedenfalls sollte das dann so sein...

Alles andere wäre illegal...

Und dann hätte der Arzt kein Gewissen..

Einem (definitiv !) Toten darf man ( sofern Organspender) die Organe entnehmen, um andere dadurch zu retten...man killt also KEINEN und rettet 2 bis 5 Leute ...wo ist das dann ein Problem ?

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Kommentar von gottesanbeterin
22.01.2016, 02:22

"Hirntot" ist nicht tot! Die Organe einer Leiche kann man nicht verwenden, also hat man den "Hirntot" erfunden, um von Lebenden verwertbare Organe entnehmen (dieser Vorgang ist ein unglaubliches Blutbad!) zu können. Dabei stirbt der Patient (natürlich) unter unvorstellbaren Schmerzen.

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Wenn das Kind tot Krank ist und weiß es muss sterben dann Spendet es doch die Organe und wen nicht dann können sich die Eltern dafür entscheiden aber sowas passiert immer erst wenn der Mensch schon Tot ist

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Kommentar von Xboyunknown
22.01.2016, 02:04

Wenn jemand noch etwas "weiß" dann darf er nicht spenden.

So sagt es zumindest die Theorie, aber wie sicher die Tests darauf sind, dem trauen mein Bruder und ich irgendwie nicht

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Auch wenn das Herz noch schlägt ist in jedem dieser Fälle bereits der Gehirntod eingetreten. Jedenfalls soll es so sein.

Somit wird es auch keinen Chirurgen belasten. Ganz im Gegenteil. Damit rettet er Leben.

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Kommentar von Xboyunknown
22.01.2016, 02:08

In Großbritannien tötet man manche Spender zum Beispiel schon.

Da ermordet man das noch vorhandene Bewustsein per Organspende, wenn nur die niederen Hirnteile kaputt sind (dieser Fall ist zwar sehr sehr selten, aber es kann passieren)

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Wie ist's denn gelaufen mit Eurem Referat?

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Kommentar von Xboyunknown
22.01.2016, 06:50

Wir haben ne 1- bekommen.

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Kommentar von Herb3472
22.01.2016, 08:26

Gratuliere!

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Ihr habt gerade erst das Referat gehalten, und nun kommen solche Fragen??

aber wie sieht es zum Beispiel mit einem unschuldigen Kind aus, welches auf der Intensivstation liegt und spenden soll ?

Was soll das mit dem unschuldigen Kind - Erwachsene sind ebenso unschuldig!

Du weißt genau, dass es eindeutige Vorschriften gibt, Kontrollen durch mindestens 2 Ärzte - was soll das also?

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Kommentar von Xboyunknown
22.01.2016, 02:53

Ja, kommen sie, denn wir sind nunmal zu zweit und wenn wir uns fragen stellen, dann wissen wir meistens beide die Antwort nicht und dann potenziert sich halt unser Drang es zu erfahren

Außerdem war es nunmal ein Bio Referat, da haben philosophische Aspekte keinen Platz

Der Satz mit dem Kind sollte ein Gegenbeispiel zu dem Fall liefern, wo ein ausgefüllter Spenderausweis vorliegt, denn das Kind hat von Organspende niemals was gehört und konnte niemals seinen Willen äußern, ein Erwachsener oder Jugendlicher hatte zumindest die Chache dazu was zu sagen

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Die Spender werden nicht "getötet". Sie sind vorher als Hirntod erklärt worden, Sprich, sie SIND schon tot!

Ohne die Feststellung des Hirntodes werden natürlich KEINE Organe entnommen, und ohne Spenderausweis oder die Einwilligung der Angehörigen AUCH nicht!


Wir sind ja nicht in Rußland oder China!

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Kommentar von Xboyunknown
22.01.2016, 02:18

Der Körper besteht aber aus viel mehr Zellen als nur cerebralen Neuronen.....

Und die leben nunmal noch...

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