Wie machen das die Schachspieler, wenn sie mehrere Partien gleichzeitig ohne hinschauen spielen?

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9 Antworten

Im Schachverein machen das manchmal Leute, die simultan gegen andere spielen. Also mit sehen.

Oder manchmal auch eine Partie blind, zum Training.

Viel spielen trainiert das Gedächtnis. Auch kann man an vielen Turnieren teilnehmen, wo es Preisgelder zu gewinnen gibt, die im Normalfall immer an die stärksten Großmeister gehen, weil die das richtige Köpfchen eben haben^^

Aber man wird ja nicht als Großmeister geboren. Schritt für Schritt arbeitet man sich nach oben. Bei den meisten Leuten (Hobbyspieler, mittelmäßige Vereinsspieler) gibt es aber bald schon Grenzen ;-)

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Ebenso wie sich Fachärzte ein hohes Mass an medizinischem Wissen, Ingenieure ihr ingenieur-technisches Wissen, Juristen ihr juristisches Wissen oder Musiker ihr musikalisches Wissen merken und erarbeiten, können sich Schachspieler ihr Schachwissen merken und sie besitzen ähnlich wie Musiker oder Maler auch ein spezielles „künstlerisches“ Gefühl für Rhythmik und Harmonik bzw. Stellungsbilder.

Es ist zunächst vergleichsweise leicht nachzuvollziehen, wie das Denken in einer einzelnen Turnierpartie funktioniert und wie man dabei versucht, sich die Stellung vorzustellen, die in zwei … zehn Zügen entstehen könnte. Da Meisterspieler ein besser trainiertes Gedächtnis als „normale“ Vereinsspieler besitzen, können sie sich auch besser mehr und genauer Stellungen merken als „Normalspieler“.

Mit ausreichend Übung sollten viele Schachspieler befähigt sein, wenigstens eine oder zwei Partien gleichzeitig ohne Ansicht des Brettes zu spielen.

Der Weltmeister Aljechin hat dies so beschrieben, dass er sich die Stellungen wie einen Kriminalroman merkt, nur wisse er nicht immer, ob der Mörder bzw. die Mörderin auf Seite 29 oder 531 überführt wird. Da man bei einer Blindsimultan-Vorstellung gegen viele Spieler antritt, sagt einem ein „Schach-Briefträger“ nicht nur den gegnerischen Zug sondern auch die Brettnummer. Irgendwie muß der Simultanspieler auch wissen zu welcher Stellung der Zug gehört. Jeder Mensch besitzt hier seine höchst individuelle und ganz persönliche Merk- bzw. Mnemotechnik.

Ähnliches Beispiel: Wir alle wissen ab einem gewissen Alter 2 + 2 = 4. Das ist als Standardwissen ab Mitte des ersten Schuljahrs in uns verankert. Trotzdem kann kein Neurologie-Professor der Welt 100 %ig erklären, welche Zellen in unserem Hirn dieses Ergebnis direkt abspeichern oder es nur verknüpfen, dass wir es immer wieder exakt reproduzieren können.

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Die merken sich auch nicht alles.

Die merken sich einfach die Spielzüge pro Partie. Keine Notizzettel.
Ich habe das Vergnügen den Blindsimultanschachmeister Marc Lang zu kennen. 

Das ist eine Herausforderung die nur ganz wenige hinbekommen.
Selbst die besten Großmeister können nicht aus dem Stand heraus 

Blindsimultanschach mit 10 Brettern beispielsweise machen.

Alles eine Sache der Übung.

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Mehrere Schachpartien gleichzeitig zu spielen ob nun einfach nur als Simultanschach und noch mehr in der von dir genannten Variante als
Blindsimultan, das können auch nur sehr versierte Schachspieler und das sind
dann in der Regel auch IGM aber nicht nur. Der folgende Link von Wikipedia
dürfte möglicherweise auch ganz brauchbar sein.

https://de.wikipedia.org/wiki/Blind-Simultan-Schach

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Die merken sich das, spielen simultan oder blind simultan. Das ist schwer und erfordert ein gutes Gedächtnis

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Sie merken sich nicht, wie die Figuren stehen bzw. wie das Brett aussieht, sondern eher wie die Stellung ist keine Ahnung wie, ich glaub das geht unterbewusst

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Sie können sich das merken wenn sie Blind Simultan spielen.

Viel Übung hilft auch und können , auch  haben diese Großmeister ein geniales Gedächtnis.

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hohlefrucht 14.07.2016, 11:17

Ach so, jetzt verstehe ich, das können nur Großmeister. Da muss ich noch viel üben bis dahin. Wer sagt einem, dass man Großmeister ist?

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PanzerMarsch 14.07.2016, 11:27
@hohlefrucht

Ich konnte das auch aber nur mit wenigen und da ist schon lange her.

Großmeister wird man wenn man wichtige Turniere gewonnen hat.

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PanzerMarsch 14.07.2016, 12:04
@hohlefrucht

Haha Nein :-)) aber ich hatte schon mehrfach  das Vergnügen gegen einen Großmeister zu spielen und zu verlieren :-))

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Das sind eben Gedächtniskünstler, die merken sich die Partien im Kopf

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Notizen sind nicht erlaubt.

Sie merken sich einfach alles

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