Wie mache ich professionelle Fotos von Kleidungsstücken?

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7 Antworten

Ich würde Schaufensterpuppen mit Armen und Beinen nehmen, sie komplett anziehen und dann in der Beschreibung schreiben, um welches Kleidungsstück es geht. Evtl. kannst du auch eine richtige Frau, als Fotomodell nehmen (einfach mal nen Aushang am schwarzen Brett im nächsten Supermarkt machen, ich denk mal, da werden sich einige Teeniemädels finden, die gerne ihr Taschengeld etwas aufbessern wollen).

Beim ersten Bild finde ich halt den Kontrast zwischen dem Torso und dem Top zu stark. niemand würde das ohne Unterwäsche anziehen oder ein schwarzes T-Shirt drunter tragen. Es muss halt realistisch aussehen.

Beim zweiten Bild ist das Problem, dass der Torso halt keine Arme und Beine hat und das Top dadurch so runterlabbert.

Oh, ich seh grad, das erste ist das, wie du es haben willst und das zweite ist deins. Ehrlichgesagt finde ich deins besser.

Wenn du es so, wie auf dem ersten Bild haben willst, musst du halt aus einem anderem Winkel und mit weniger Licht fotografieren und in der Nachbearbeitung etwas mit Helligkeit, Kontrast, Farbkontrast und Gammakorrektur rumexperimentieren.

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@daCypher

Ok danke, sollte man da auch noch so einen Hintergrund kaufen? Da gibt es ja bei Fotografen solche Hintergrundwalls zu kaufen. Gibt es solche bei Amazon auch? Das der Hintergrund einfach auch so eine schön ist wie der von D&G

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@JEYSMANUFAKTUR

Das Material des Hintergrunds sieht meiner Meinung nach genau so aus, wie deiner. Er ist auf dem Foto von D&G nur anders beleuchtet (sieht aus, wie eine einzelne Softbox, die mittig von oben auf das Motiv leuchtet).

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Ich finde es ganz toll das soviele wegen dem Design ihre Ideen einbringen wollen und sind auch nicht schlechte Ideen, aber ich hätte es wirklich gerne so wie ist es einfach nur Tipps wegen der Qualität und der Beleuchtung. Wie ich es bearbeite oder was für Gerätschaften ich brauche das der Hintergrund so aussieht wie auf dem von Dolce&Gabbana. Sprich ich hätte nur gerne ein paar Tipps und Tricks wie ich die Beleuchtung, den Hintergrund und die Qualität verbessere. Vielen lieben Dank

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Hallo

Produkt Fotografie braucht wie jede Arbeit erst mal einige Monate Lehrzeit bei einem Meister um die "Technik" sowie das Gestalterische kennen zu lernen. Der Kauf einer DSLR ändert weder die Technik noch die Praxis von Hobbyfotografen die haben nur ein minimal besseres Gerät gekauft. Das Grundsätzliche Problem des User ist das er "BLIND" ist er sieht nicht mal die eigenen Fehler bzw er sieht schon das es SCHE...lecht ist aber er weiss nicht wie er das Bild besser machen kann. Der User hat das Grundsätzliche Problem dass er meint Fotografie kann jeder und das man nur die passende (Vollautomatik) Profikamera kaufen muss und dann kommen da Bilder wie bei den Profis raus....

Als Profi kümmert man sich zuerst um das "Licht" und wenn das passt kann man auch mit einer 50€ Billigkamera vernüftige Bilder fürs WEB erzeugen (evtl sogar schneller/effektiver als mit einer DSLR).

Die ersten Schrite wären zuerst mal muss die Büste weiter weg von der Wand so das man keine Schatten drauf sieht. Danach setzt man eine asymetrische Zangenbeleuchtung von Vorne. Etwas Licht von oben und etwas Licht von schräg hinten so das die Objekte "plastisch" also greifbar werden.

Wenn man keine 6000€ in Lichttechnik und Lichtwannen investieren will muss man eben improvisieren.

  • Der "Kleiderständer" ist schon mal unvorteilhaft weil er die Bekleidung nicht "füllt" sondern nur hängen lässt. Nicht mal eine ganze Schulter sorgt für "unmotiviert" hängenden Stoff. Die fehlenden Arme kann man mit Luftwürsten ersetzen denn fehlenden Bauch kann man zb mit einem Luftgebläse direkt von unten ersetzen.
  • Am besten man besorgt sich eine besser Anziehpuppe ode noch besser eine klassiche Schneiderpuppe. Wenn man nicht gerne alleine im "Studio" sein will und sich gerne stresst organisiert man sich lebende Models auch wenn es dann meist länger dauert.
  • Man besorgt sich 4-8 Baustrahler mit Blendschutzklappen auf Stativ mit 300-500 Watt (200€ aufwärts)
  • die Glasscheiben der Baustrahler streicht man mit blauweisser Farbe oder man bastellt sich Softvorsätze oder Reflektoren. Mit 300 Watt ist die Brandgefahr geringer
  • eine Targetfarbkarte (50€)
  • Man besorgt sich eine grosse weisse Furnierpapprückwand (Schrankrückwand 1,8x2 Meter zb beim Schreiner) die stellt man als Hohlkehle in eine Ecke oder bestückt man am Ende mit 10x20cm Kanthölzeren (Schlitze einfräsen lassen oben und unten eine verstellbare Spannschur für die Krümmungswahl und Standfestigkeit). Hohlkehle mit Streiflicht ausleuchten.
  • Stativ für die Kamera am besten mit Bodenspinne auf Rollen
  • leichtes Tele (30° Bildwinkel) wenn man Platz dafür hat
  • Objektiv abnegern oder mit langer Streulichtblende bebasteln (Pappröhre)
  • Büste bestücken und Licht solange bewegen bis es gut aussieht
  • Kein Streulicht in die Optik lassen ausser man will denn "Effekt"
  • An der Büste hängt man unten das Farb-Target an
  • Weissabgleich der Kamera nach dem Farb-Target
  • Trotzdem Komplett mit Farbkarte im Bild in RAW fotografieren falls man später nochmal was ändern muss oder es drucken will.
  • Nicht zuviel fotografieren erst mal "sehen" lernen. Der Profi macht oft nur 1 Bild das aber dann gleich "sitzt". Amateure machen gerne 1000 Bilder und keins ist gut. Problem ist jedes Bild kostet Zeit und nachher am Computer durch 100ere Bilder Watten um das "beste" rauszusuchen ist "Blödsinn". Man macht ein bestes Bild evtl. Alternativbilder mit anderen Perspektiven und dann gehts weiter. Dadurch spart man sich viel Zeit und Kosten.
  • experimentieren kostet Zeit bringt aber Lernfortschritte. Experimente sind aber vom Job "getrennt" zu halten. Als Anfänger hat man das Problem das man sich in den Job reinexperimentieren muss. Solange man der eigene Kunde ist und jeden Mist abnimmt....
  • mit 300 Watt Leuchten hat man genug Licht und noch vernünftige Arbeitstemperaturen aber das ist kein "Profilicht" wo man mit der gestuften Lichtmenge der Anlage für Lichtstimmung sorgt. Fotografen lernen mit abstraktem oder virtuellen Licht zu denken. Anfänger brauchen WYSIWG
  • Kleidung fotografieren heisst meist die Textur des Stoffs "fühlbar" zu machen und das geht nur mit der Lichttechnik und da haben Profis immer einen Vorsprung vor Amateuren. Aber ein paar sauber ausgeleuchte Produktfotos reichen ja meist bzw können bei Schnäppchenjägern auch Vorteilhaft sein.

Das Profi Foto von dem "Spitzenkleid" ist einerseits perfekt ausgeleuchtet andererseits mit der zu kurzen Büste wirkt es "unfertig" aber evtl deswegen springt das ins Auge und hat noch so was wie "Charme" oder "Unsterilität"

Hallo JEYSMANUFAKTUR , ich würde mehrere Bilder von jeder Perspektive machen..Und das Licht ist auch sehr wichtig..Ohne die richtige Kamera und Licht sieht das ganze nicht Professionel aus...Es wäre auch guT wenn du Schaufenster Puppen mit Armen und Beinen holen würdest so könntest du der Puppe auch noch eine Jeans etc. anziehen und den Käufern auch noch bei einer Kombination helfen.. lg

Statt der fremden Positiv-Beispiele wäre es cleverer gewesen, DEINE Aufnahmen zu zeigen, damit man die Mängel nennen kann.

Nochmal: das Foto mit der schwarzen Büste und dem weißen Oberteil ist ein Foto von der neuen Dolce&Gabbana Kollektion ich habe das genommen weil ich meine Fotos gerne so hätte. Das Foto mit der blauen Büste und dem schwarzen Oberteil ist ein Foto von meiner Kollektion aber es gefallt mir noch nicht so gut und frage hier um verbesserungs vorschläge

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@JEYSMANUFAKTUR

Das Foto mit der blauen Büste und dem schwarzen Oberteil ist ein Foto von meiner Kollektion

Aha. Dann versuche es mal mit einem seitlichen Aufhellblitz oder einem Reflektor, um die Kontraste etwas herauszuarbeiten

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Ach herrje, sag bloß, die Bilder sind noch schlechter?

Ich sehe es gerade am rechten Bild, da steckt noch viel Optimierungsbedarf.

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Das wichtigste scheint mir zu sein:

  • Motiv nicht so frontal fotografieren, das wirkt immer etwas platt (auch und gerade bei Gesichtern)
  • mehr Abstand zwischen Motiv und Hintergrund, damit dieser unschärfer wird und mehr Schatten entwickelt
  • gutes Licht. Am besten durch Blitz und Softboxen. Da gibt es sehr viel Auswahl ab wenigen hundert €. Optimal ist das bereits erwähnte asymetrische ausleuchten mit zwei Blitzen.
  • Klar, gekaufter Hintergrund auf Gestänge ist toll und bietet viel Variationsmöglichkeit, geht aber schon ziemlich ins Geld und braucht Platz...

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