Wie mache ich den Leuten klar dass ich nicht arrogant bin? :((

7 Antworten

Du solltest es den Leuten erklären, nur so werden sie dich besser verstehen. Wichtig wäre auch, dass deine Umgebung weiß, was es mit Asperger Syndrom auf sich hat. Wie du schon schreibst, viele wissen nicht, was es damit auf sich hat, und dann kommt es zu Missverständnissen. Vielleicht kannst du auch einzeln mit den Leuten sprechen, und nicht vor einer Gruppe, wenn dir das schwer fällt.

lol aber das könnte sowas von nach hinten losgehen..! ._. Sie könnten mich deswegen fertig machen und zb als behindert bezeichnen.. dann gehts mir noch schlimmer :/ Oder sagen dass ich nur Aufmerksamkeit will..!! .__.

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@springtimelove

Asperger ist eine Behinderung.

Musst du dich mit diesen Leuten treffen? Wenn nein, meide deren Gegenwart, so gut es geht und suche (evtl. mit Hilfe) Menschen, denen es egal ist, ob du behindert bist oder nicht.

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@springtimelove

Geht es um eine Schulsituation? Ist natürlich schwierig, denn die Leute sieht man da ja auch regelmäßig. Wenn du aber willst, dass sich was ändert, wirst du das Risiko wohl eingehen müssen. Zumindest fällt mir kein anderer Weg ein.

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Das ist schwierig.
Outing oder nicht ist da auch eine wichtige Frage. Da wäre ich schon eher vorsichtig mit, bzw. bin es, ich bin auch Asperger-Autist. So ein Outing kann selbst dann, wenn das Gegenüber einem wohlwollend gesonnen ist, mies enden, zum Beispiel indem dann geholfen werden will, aber leider völlig falsch. So ist es mir schon passiert. Es war gut gemeint, hat mich aber ausschließlich massiv gestresst, denn diese Hilfe war nicht auf Autismus zugeschnitten, wie sollte sie auch von jemandem, der sich damit wenig auskennt. Es war für mich das exakte Gegenteil von dem, was ich gebraucht hätte. Das können sich jene, die bis jetzt geantwortet haben, dass du besser offen damit umgehst, wahrscheinlich nicht vorstellen - und das meine ich jetzt weder böse noch arrogant. Autismus ist einfach doch sehr anders und aus mir unverständlichen Gründen für viele Menschen kaum nachvollziehbar.

Eine andere Möglichkeit ist, wenn du erstmal versuchst zu erkennen, was genau dich arrogant wirken lässt, und dann ggf. einzelne Probleme erklärst ohne gleich den Begriff Autismus oder Asperger zu nennen. Sowas wie "Tut mir leid, mir fällt es manchmal schwer, Augenkontakt zu halten, das meine ich nicht böse." zum Beispiel.
Menschen, die du dann irgendwann gut kennst und denen du vertrauen kannst, kannst du dann irgendwann ggf. auch sagen "Hey, meine Macken kennst du ja nun, das nennt sich übrigens zusammengefasst Asperger-Syndrom." und darüber dann noch mal ein tiefergehendes Gespräch darüber suchen, wenn du das möchtest.

Noch eine Möglichkeit ist, an diesen Problemen zu arbeiten. Mit einem guten Therapeuten/Coach (der sich mit Autismus zwingend auskennen sollte) oder auch allein oder mit Hilfe eines guten Freundes Mimik, Gestik und sowas erst beobachten, analysieren und dann üben. Situationen besprechen und reflektieren. Jedoch weiß ich, dass dem Grenzen gesetzt sind eben durch den Autismus. Da gilt es dann, den für dich besten Mittelweg zu finden. Wie viel Anpassung geht, ohne dass du massiv gestresst bist oder gar in den Overload gerätst. Wie viel Anpassung geht, ohne dass deine Fähigkeit zuzuhören zu stark flöten geht. Und wie viel Anpassung reicht ggf. schon aus, um ein wenig andere Außenwirkung zu erzielen. Und auch, in welchen Situationen ist es wirklich wichtig und in welchen kannst du (und solltest du natürlich auch immer wieder) eher du selbst sein.

eine frage, hat schon mal wer zu dir gesagt, dass du nur Aufmerksamkeit willst & es lächerlich ist, als du gesagt hast, dass du autismus hast? ._.

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@springtimelove

Ich sage es nur sehr wenigen ausgesuchten Menschen.
Ganz am Anfang, als ich noch keine Diagnose hatte, sondern nur den Verdacht, da habe ich versucht, mit ein paar "guten Freunden" darüber zu reden, um zu schauen, wie sie das sehen, ob ich mich in was verrenne. Zwei reagierten gelassen, hörten es sich an, reflektierten mit mir gemeinsam. Doch eine meinte nur: "Du hast zu viel Zeit zum Nachdenken! So ein Quatsch!"
Von Aufmerksamkeit sagte sie nichts, aber sie fand es eindeutig lächerlich, dass ich da überhaupt drüber nachdenke.

Im Laufe der Zeit wurden mir diverse Oberflächlichkeiten an dieser Person bewusst. Diese Reaktion ihrerseits war einer von vielen Bausteinen, die die Freundschaft dann zerstört haben.
Sie weiß nicht, dass ich inzwischen diagnostiziert wurde. Mein Psychiater fand es nicht lächerlich, sondern ziemlich offensichtlich.

Jedenfalls wurde mir dadurch, und später noch mal durch das Erlebnis mit der "falschen Hilfe", zum Glück sehr früh klar, dass das nichts ist, was man jedem erzählen kann. Daher wähle ich mit viel Bedacht aus, wen ich damit überhaupt konfrontiere.

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entweder ganz viel lächeln und offen auf die anderen zugehen und immer interessiert nachfragen und zuhören...und wenn dir das wirklich nicht gelingt weil du dich schämst zu lächeln/lachen kannst du ja versuchen es ihnen einfach zu erklären, dass du schüchtern bist und gerne integriert würdest :)

DAS fällt Asperger-Autisten eben schwer.

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