Wie mache ich den Führerschein interessanter?

3 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Du bist damit nicht alleine, ganz im Gegenteil, es gibt sehr viel mehr mit diesem "Problem" als man glauben möchte.

Man könnte jetzt anfangen die Ursachen dafür zu suchen, ich würde bei dieser Suche am Ende dabei raus kommen das die Eltern eine große Mitschuld haben da es für die heutige Generation völlig normal ist das sich die Eltern um alles kümmern und so viel Verantwortung wie möglich von den Kindern fern halten. Das ist aber nur ein Grund von vielen.

Das größte Problem das du hast dürfte aber folgendes sein:

da ich ihn ja gar nicht machen will, sondern er mir von Eltern gezwungen ist.

Viele Fahrschüler wollen gar keinen FS machen und die Eltern sind es die dazu drängen. Das ist aber nur verständlich, eine Fahrerlaubnis zu haben ist für die meisten ein sehr wichtiger Schritt im Leben, nicht zuletzt auch deshalb weil dieser oftmals nötig ist um einen Job ausüben zu können. Dabei geht es aber viel mehr darum flexibel zu sein, weniger darum um einen Job zu haben in welchem man fahren muss.

Dabei ist es nur praktisch, da ich in einem Dorf wohne, kommt man hier extrem schlecht von A nach B ohne Auto.

Das dürfte für dich mit der beste Grund sein einen Führerschein zu machen.

Wie kommst du aktuell denn von A nach B? Wenn dich deine Eltern überall hin fahren wäre ich als Elternteil nicht mehr bereit das Kind ab dem 18. LJ überall hinzufahren wo es hin will/muss. Wenn das Kind also keinen FS machen will muss es selbst sehen wie es von A nach B kommt.

Mir wäre es persönlich aber auch zu blöd auf die Öffentlichen angewiesen zu sein, ganz besonders dann wenn ich auf dem Land lohnen würde und die Verbindungen noch bescheidener sind als in Städten.

Es gibt in meinen Augen nur sehr sehr wenige Gründe gegen einen Führerschein (gesundheitliche mal ausgenommen), aber sehr viele dafür einen Führerschein zu machen. Alleine die "Freiheit" die man dadurch erwirbt... Ich würde eingehen hätte ich keinen Führerschein und könnte nicht einfach mal ins Auto steigen und hinfahren wo ich möchte. Zudem liebe ich das Autofahren, es macht mir viel zu viel Spaß als das ich es missen möchte.

Fakt ist jedoch:

Wenn du keine Lust hast einen FS zu machen wirst du es sehr schwer haben diesen zu schaffen und das obwohl die Prüfungen zum Erwerb einer FE mit die einfachsten Prüfungen sind die einem das Leben stellt. 1200+ Fragen klingen viel, sind es aber nicht. Wenn du täglich 30 - 45 Minuten mit der App lernst bist du da schneller durch als du glauben magst und es sei dir versichert... Mit der App lernt es sich wahnsinnig einfach da es quasi "Idiotensicher" ist. Damals, als man noch mit den Fragebögen gelernt hat war es ein graus und mit Aufwand verbunden. Jetzt sitzt man auf dem Pott, nimmt das Smartphone in die Hand und lernt neben dem Geschäft für den Führerschein. Einfacher kann man es kaum noch haben.

Erst einmal vielen vielen Dank für deine super Antwort. Ich habe das Gefühl du bist einer der ersten, der mich verstanden hat und ich fühle mich jetzt schon besser.

Da ich mich auf Erziehung im Fachabitur spezialisiert habe, weiß ich natürlich was meine Mutter falsch macht und auch wie sie eigentlich mein Selbstbewusstsein zerstört. Das beste wäre wenn ich von ihr Ausziehe, was hoffentlich bald der Fall sein wird, aber das ist eine andere Geschichte.
Das Ding ist, dass meine Mutter mich nie irgendwo hingefahren hat. Ich bin eigentlich mein ganzes Leben auf Bus und Bahn angewiesen. Meine Mutter hat mich extrem selten irgendwo hingefahren, selbst wenn es ein Termin in einer weit entfernten Klinik war, hat sie es nicht getan. Hinzu kommt, ich muss grade einfach nicht weit weg. Vieles schaffe ich zu Fuß und ich bin es bereits gewohnt mehr als eine halbe Stunde zur Arbeit zu gehen etc.
Ein weiteres Problem ist, dass ich nur auf einer Hauptschule war und nie lernen musste. Wenn dann eventuell in der Betreuung und nicht zuhause. Zuhause kann ich nicht lernen, hier ist der PC, mein Bett, einfach zu viel Ablenkung. Wobei das wohl auch wieder eine Ausrede ist, glaube ich.
30-45 Minuten sind so viel. Und wie lernt man eigentlich? So wie ich lerne ist 3 Fragen beantworten und anschließend wieder an was anderes denken/oder machen.
Nochmal vielen Dank für deine super Antwort

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@bumsebluse
30-45 Minuten sind so viel. Und wie lernt man eigentlich?

Jeder lernt anders, wenn du aber schreibst das du dein ganzes Leben nie viel gelernt hast musst du das Lernen erst noch lernen - so seltsam wie sich das jetzt auch anhören mag.

Es gibt verschiedene Lerntypen, welcher du letztlich bist lässt sich auf die Entfernung nicht feststellen. Manch einer lernt am besten indem er sich etwas durchließt und sich dabei etwas notiert, ein anderer benötigt z.B. eine visuelle Darstellung und wieder ein anderer lernt besser wenn er es fühlen kann.

Am besten lernt man am Stück immer 30 - 60 Minuten, in der Zeit kann man sich gut konzentrieren und sich auf das Lernen fixieren. Je länger eine solche Phase dauert, desto schwächer wird man und dann geht auch nichts mehr in den Kopf. Dann eine kurze Pause von ~10 Minuten und man ist wieder frisch fürs lernen.

Länger als 90 Minuten am Stück effektiv zu lernen schafft kaum jemand, irgendwann hat jeder den Punkt erreicht an dem er Platt ist. Für gewöhnlich ist das im Bereich zwischen 45 und 60 Minuten.

Dein größtes Problem dürfte aber nicht das Lernen selbst sein, es ist die Unlust und die Faulheit dies zu tun. Du hast halt einfach keine Lust zu lernen, findest also keine Motivation und wenn du dann nicht mal einen Anreiz hast (weil du den FS gar nicht machen willst) tust du dich umso härter.

Wenn man etwas lernen will muss man es wollen, ist der Wille nicht da lernt es sich deutlich schwerer da man sich schwerer konzentriert und sich viel leichter ablenken lässt bzw. ausreden sucht um nicht zu lernen.

Man lernt sein ganzes Leben lang, für den FS im besten Fall allerdings nur ein einziges mal. Du musst dir vor Augen halten das du ein einziges mal in deinem Leben etwas Zeit "opfern" musst um für den FS zu lernen, wenn du das aber an einem Stück durchziehst hast du den FS nach 3 bis maximal 6 Monaten in der Tasche.

Wie schon gesagt, die 1200 Fragen klingen nach mehr als es tatsächlich sind. Mit der App lernt es sich wahnsinnig gut und einfach. Da reicht es prinzipiell schon aus wenn du über den ganzen Tag verteilt 60 - 90 Minuten "investierst". Du kannst mal 10 Minuten lernen wenn du auf dem Topf sitzt, hier mal wieder 15 Minuten wenn du im Bus sitzt. Da vielleicht mal wieder 10 Minuten wenn du auf etwas wartest...

Mit der App kannst du jeden Augenblick nutzen den du "sinnlos" auf irgendwas wartest und lernst dabei ganz easy für den Führerschein.

Wenn du die Theorie erledigt hast bist du mit dem "schlimmsten" fertig, danach geht es nur noch um das Fahren und das macht wahnsinnig viel Spaß. Für die Theorie brauchst du 14 Unterrichtseinheiten á 90 Minuten, die meisten Fahrschulen bieten 2 Termine die Woche an. Wenn du also alle Termine am Stück wahr nimmst benötigst du für den theoretischen Unterricht 7 Wochen. Lass mal ein oder zwei Termine ausfallen, dann bist du bei 8 Wochen bzw. 2 Monaten.

Das sind nur zwei Monate, die Zeit vergeht wahnsinnig schnell und innerhalb dieser 2 Monate kannst du so viele Gelegenheiten nutzen um hier und da mal ein wenig mit der App zu lernen.

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@olfinger

Noch einmal vielen Dank für deine Antwort. Sie sind extrem Hilfreich. Bist du beruflich Pädagoge, Psychologe oder Therapeut? Du weißt einfach wie man Menschen wie mir hilft. Und dafür bin ich extrem dankbar.
Was mir am meisten geholfen hat war nun, dass ich jetzt (hoffentlich) einmal in meinem Leben so viel Zeit opfern muss, um damit für immer fertig zu sein.
Ich schätze, dass die 1200 Fragen wirklich eine Menge sind, wenn man jeden Tag nur 30 macht, anstatt vielleicht 300 Fragen.
Vielen Dank noch einmal. Du hast mir geschafft zu helfen. Ich muss es auf den Tag verteilen. Nur einmal im Leben diese Zeit opfern, dann nie wieder. (<-- Das bringt Motivation!!)
Vielen vielen Dank. Und auch dafür das du um zwei Uhr nachts auf bist. Hoffe dich hält nichts vom schlafen ab, vor allem nicht ich.

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Also worauf ich mich gefreut habe, war, wenn ich irgendwo hin wollte, würde ich mich einfach ins Auto setzen und dort hinfahren können.

Ausserdem hatte ich schon immer mega viel Spaß am Fahren.

Bist du beruflich Pädagoge, Psychologe oder Therapeut?

Als Fahrlehrer ist man wohl alles in einem. ;D

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