Wie Lüftet man einen Wintergarten richtig?

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3 Antworten

Noch immer gehen viele Kunden und leider auch Hersteller davon aus, dass eine natürliche Lüftung im Wintergarten ausreicht.

Dass das nicht zutrifft, beweisen vor allem Bauschäden, die aufgrund von Kondenswasser entstanden sind. Bisher war man davon ausgegangen, dass das größte Problem im Wintergarten in der Überhitzung liegt.

Daraus folgend wurden entsprechende Lüftungsöffnungen oder -systeme entwickelt. Es gibt ausreichend Literatur, die auch belegt, dass der nötige Luftwechsel in Abhängigkeit von der Beschattung zu berechnen ist. Wissenschaftlich durchgeführte Referenzobjekte haben diese Abhängigkeit ausreichend unter Beweis gestellt.

Der Wintergarten lebt von einer guten Be- und Entlüftung. TS-Walzenlüfter, TS-Dachklappenlüfter, TS-Automatiklüfter und Klimaanlagen dosieren und regeln das Wohlfühlklima zuverlässig über Temperatur und Feuchtigkeitsfühler in Verbindung mit einer TS-Steuerzentrale. Eine individuelle Berechnung der Geräte und Beschattungen ist dabei erforderlich, damit eine optimale Nutzung des Wintergartens gewährleistet ist.

Beschreibung der Klimaproblematik im Wintergarten.

Mit einem Wintergarten möchte man sich ein Stück Paradies ins Haus holen. Wärme, Sonne, Licht sind Begriffe, die in den Prospekten hervorgehoben werden. Der globale Begriff "Klima" kommt weniger vor. Zum Klima gehört aber auch die Feuchtigkeit der Luft. Sie schafft Probleme bei Wintergärten, wenn gewisse Regeln bei der Ausstattung und Nutzung nicht beachtet werden.

Es gibt Untersuchungen, in welchem Temperatur- und Feuchtebereich sich der Mensch behaglich fühlt. Z. B. wird bei einer Lufttemperatur von 20 °C der Feuchtebereich von 35 bis 70 % (relative Raumluftfeuchte) als behaglich empfunden. Bei 23 °C Raumtemperatur werden schon 50 % Feuchte als unangenehm empfunden. Das nebenstehende Diagramm zeigt das Behaglichkeitsfeld für das Wertepaar Raumlufttemperatur / relative Luftfeuchte nach Leusden und Treymark.

Es gibt einen weiteren wesentlichen Grund, der Luftfeuchte im Wintergarten besondere Beachtung zu schenken. Das ist die Kondenswasserbildung, die sowohl bei der Nutzung als störend empfunden wird, die aber auch zu erheblichen Bauschäden führen kann. Die Feuchte kann z. B. von Pflanzen herrühren oder auch von angrenzenden Wohnräumen des Hauses.

Gerade in der kalten Jahreszeit kommt es vor, dass dampfbeladene Luft beim Öffnen der Tür zu einem angrenzenden Wohnraum in den kalten Wintergarten eindringt. Wieviel Wasserdampf die Luft aufnehmen kann, hängt von den Temperaturen ab. Während die einströmende warme Luft das Wasser noch halten konnte, wird infolge der Abkühlung die Sättigungsgrenze (100 % Luftfeuchte) erreicht.

Deshalb fängt es an zu "regnen" und zwar an den kältesten Stellen des Wintergartens. Bei der heutigen hochwertigen Verglasung ist dies oftmals die tragende Konstruktion des Wintergartens.

http://www.pro-sys-bau.de/03889b98cb0f4bf4f/03889b98cd0fed434.html

Damit ein Wintergarten ganzjährig nutzbar ist, sollte er neben einem Sonnenschutz auch über ein automatisches Lüftungssystem verfügen. Eine Wintergartenlüftung verhindert auch in Abwesenheit der Nutzer eine Überhitzung im Sommer sowie Feuchteprobleme und deren Folgen im Winter wie Feuchtigkeitskondensat und Schimmelpilzansiedlung. Vier Dinge sind für die Planung und Ausführung eines Wintergartens besonders wichtig: eine geeignete Rahmenkonstruktion eine ausreichende Be- und Entlüftung eine Beschattung das richtige Glas oder die richtigen Lichtplatten Die Fensterheizung sollte via Thermostat immer gleich hoch sein. Achten auf die Luftfeuchtigkeit. Wenn weniger als 65 % Feuchtigkeit ist sollte man mal gut lüften.

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