Wie löse ich diese Chemie-Gleichung?

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6 Antworten

Ich sage mal schlicht: Hauptnennerbildung.

Auch wenn es vielleicht nicht so gefällt, die Mathematik spielt mit, immer wenn man sich die Gesamtreaktionen vergegenwärtigt, z.B.

4 Fe S₂ + 11 O₂   →  2 Fe₂ O₃ + 8 S O₂

Beteiligt links wie rechts:
4 Fe    ≙  2 Fe₂
4 S₂    ≙  8 S
11 O₂  ≙  2 O₃ + 8 O₂   (22 = 6 + 16)

Dann kommt eben auch mal so eine ungewöhnliche Zahl wie 11 dabei zustande.

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Kurze Antwort: Ist halt so.

Setzt man SO₂ mit Sauerstoff weiter um, so entsteht SO₃, SO₄ lässt sich so nicht erzeugen (meines Wissens nach unter halbwegs normalen Bedingungen sowieso nicht).

Jetzt musst du halt die Teilchen ausgleichen.

Da also pro SO₂ nur ein O reagiert, brauchst du halt 2 davon und ein O₂

Letztendlich gibt es also nichts mehr zu tun bei der Gleichung.

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Chemie-Gleichungen löst man nicht, wie man mathematische Gleichungen löst.

Es sind auch eigentlich keine Gleichungen, sondern Beschreibungen einer Reaktion.

Und welche Reaktionen stattfinden, entscheidet die Natur, und das schreibt man nur auf.

OK, später muss man die verschiedenen Teilreaktionen noch richtig kombinieren, also die Reaktion "ausgleichen".
Dein Beispiel ist die erste Stufe dieses Ausgleiches, du musst die Mengen von SO₂, O₂ und SO₃ ins passende Verhältnis setzten.

Aber zuvor musst du m.E. erst mal die Schreibweise verstehen, also was SO₂ oder O₂ eigentlich bedeuten.
Also wieviele von welchen Atomen damit gemeint sind, in welcher Anordnung.

Wer sich der Chemie von den Zahlen her nähert, hat verloren.
Leider versucht das anscheinend genau die Schule, deswegen bin ich Chemie-Experte, weil es so viele Fragen gibt, die eigentlich unnötig sind.

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Kommentar von botanicus
21.05.2016, 22:12

Perfekte Antwort, nur widerspreche ich dem letzten Abschnitt. Nicht "die Schule" nähert sich dem Problem von dieser falschen Seite, sondern es ist aus den Schülerköpfen so schwer rauszukriegen. 

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Weil der Schwefel maximal sechs Valenzen bereitstellen kann, schließlich steht Schwefel in der sechsten Hauptgruppe des Periodensystems. Deshalb gibt es kein Schwefeltetroxid. Mit Wasser reagiert Schwefeltrioxid zu Schwefelsäure, dessen Anion Sulfat hat die Form SO4 -- (doppelt negativ geladen).

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Weil sich bei einer chem. Reaktion nicht das bildet, was man gerne möchte, sondern das was energetisch am stabilsten ist und/oder sich leicht bilden kann.

SO4^2- ist stabiler als SO3^2-, aber es bildet sich nicht so leicht. Unter Normalbedingungen bildet sich daher bei dieser Reaktion bevorzugt das Sulfit. Möchte man das Sulfat haben muss man die Reaktionsbedingungen so wählen ,dass das Gleichgewicht auf Seite des Sulfats verschoben wird.

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Weil 2×2 +2 dasselbe ist wie 3×2

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