Wie lernt man Pilze zu sammeln?

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12 Antworten

Ich würde auch erstmal mit den Röhrlingen anfangen( siehe Rollerfreake), außerdem mit markanten Pilzen, die man eigentlich nicht verwechseln kann: z.B. Riesenbovist,Schopftinting,Totentrompete( ok. könnte ein Anfänger vielleicht mit dem grauen Leistling oder der krausen Kraterelle verwechseln, aber das wäre nicht schlimm)

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Ansonsten auch einfach mal Pilze (möglichst markante)zur Bestimmung (nicht zum Essen) nach Hause mitnehmen (dazu bitte nicht die gesamte Stelle abgrasen, sondern 2-3 Pilze mit Stielbasis . Dann bestimmen,Merkmale vergleichen , Verwechslungspartner lernen (dabei mehrere! Quellen benutzen)- irgendwann gewinnt man dabei auch im Alleingang immer mehr Wissen.

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Und natürlich nie Pilze essen,die man nicht 100%ig erkennt, (bzw. wo man zumindest sicher sein kann,keine giftigen Verwechslungspartner zu haben)

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Vor allem bzgl Verwechslungspartnern mehr! als 2 oder 3 Quellen benutzen. Dank Internet findet man ja mittlerweile auch viele Quellen online. Manchmal ist in einer Quelle z.B. der wichtigste Verwechslungspartner gar nicht aufgeführt.In alten Pilzbüchern z.B. fehlt der Gifthäubling als Verwechslungspartner des Stockschwämmchens nicht selten ganz (eine Verwechslung wäre tödlich und die sehen sich tatsächlich ähnlich)

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Kurse gibt es, nur meist nicht da, wo man gerade wohnt- ich selbst habe bis jetzt noch nie einen mitgemacht- ist aber fürs nächste Jahr angedacht (aber da für mich keiner der Anfängerkurse mehr, aber ich kenne noch bei weitem nicht alle Pilze, viele aber auch nur deshalb nicht, weil sie, wo ich wohne, nicht vorkommen.)

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Zu Büchern:

Meine Tochter ist von folgendem sehr angetan:

Rita Lüder: Grundkurs zur Pilzbestimmung

Dieses Buch  ist mir ein bißchen zu systematisch, paßt nicht so sehr zu meinem ungeduldigen, chaotischen Wesen, aber ist auf jeden Fall zu empfehlen.

Ich arbeite viel mit dem großen Kosmos Pilzführer und dem großen BLV- Natürführer- in beiden sind die meisten gängigen bestimmbaren drin und sie sind noch handtaschengeignet. O.K. es fehlen da schon einige, aber sie kommen nicht gleich bei jedem 2. Pilz an ihre Grenzen. Allerdings findet man sich dort schneller zurecht, wenn man einen Fund gattungsmäßig schon mal vorab einigermaßen zuordnen kann

Außerdem finde ich noch die Internetseite von 123 Pilze toll, vor allem viele Fotos (auch wenn natürlich Fotos nicht das einzige sind) und auch viele Merkmale. Dort findet man auch eine Suchmaschine nach groben Merkmalen, die erstmal eine erste Eingrenzung erleichtern kann. Klappt aber nicht immer.

Man kann also schon viel im Eigenstudium machen und das Mitgehen mit erfahrenenen Pilzsammlern ist kein Muss. Aber beim Pilze bestimmen ist Sorgfalt!!!!! angesagt, nicht nur mal eben ein schneller Bildvergleich ala: sieht dem Speisepilz xy ähnlich, nehm ich mit und esse den dann auch. Das kann tödlich enden. Ich habe bis jetzt noch keine Pilzvergiftung gehabt, auch keine leichte, eine tödliche erst Recht nicht (-;. Aber ich habe auch schon viele Speisepilze nicht! gegessen, weil ich mir nur zu 99% sicher war. Und 99% sind halt nicht ausreichend.

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Kommentar von Supermuffi98
10.11.2015, 12:23

Ok. Wie findest du die "MeinePilze" app? Hab die runtergeladen und alles freigeschaltet für 11€. Da sind pilze angegeben mit merkmalen, bildern und verwechslungspilzen inklusive was dieses verwechslungen machen.

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ich finde es auch notwendig, ein paar mal mit jemand mit zu laufen. wie schon jemand schrieb: Pilze können auch mal anders aussehen als im Lehrbuch. z.b. bin ich beim letzten mal dauernd auf irgendwelche Pilze hereingefallen, die wie Pfifferlinge aussahen; fasste man sie an, war klar: kein Pfifferling. oder den unterschied zwischen einem nassen und einem schleimigen hut, der die art unterscheidet, kann man nicht immer sehen, sondern muss wissen, wie sich das anfühlt. man muss auch wissen, mit was man verwechseln kann und was Merkmale sind, anhand derer man die verwechslung ausschliessen kann. für solche Erfahrungswerte braucht man zeit und jemand, der einen darauf hinweist.

ich finde es keine alternative, mit dem buch loszuziehen und sich den korb bei der pilzberatung dann sortieren zu lassen- und es ist verschwendung, sich u.u. massenhaft "falsche" Pilze aussortieren zu lassen; auch wenn giftige/ nicht schmackhafte Pilze für uns keinen wert haben, haben sie ihren wert im ökosystem und sie einfach abzurasieren und dann wegzupfeffern, finde ich nicht in Ordnung.

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Es gibt verschiedene Anfängerkurse und auch gute Pilzbestimmungsbücher. Als Anfänger würde ich dir dringend empfehlen nur Röhrenpilze zu sammeln, von diesen gibt es keine tödlich giftigen. Lamellenpilze sind etwas für fortgeschrittene Sammler, da es da viele tödlich und stark giftigen Arten gibt. Zudem ist es wichtig einige Grundregeln beim sammeln zu beachten, z.B. müssen Pilze immer in einem luftdurchlässigen Behältnis, idealerweise einem Korb transportiert werden. 

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Es gibt Pilzführungen speziell für Anfänger. Ich würde dir empfehlen, mal an einem teilzunehmen, um die Pilze dann auch tatsächlich in der Natur 'kennen zu lernen'. Ein Pilzbuch hilft dann später, nachzulesen und das Wissen zu erweitern.

Solche Kurse werden oft von der VHS angeboten. Auch auf der Seite der deutschen Gesellschaft für Mykologie findest du Angebote.

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Kommentar von Supermuffi98
09.11.2015, 19:19

Wie wäre die internetadresse? Nicht das ich am Ende auf so einer Abzock-Website lande.

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Kommentar von Supermuffi98
09.11.2015, 19:35

Danke sehr :)

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Die Option sich ein Pilzbestimmungsbuch zu kaufen, damit in den Wald verschwinden und dann zu essen was man als Speisepilz identifiziert hat finde ich mehr als bedenklich. Pilze wachsen selten Lehrbuchmässig.Ich würde mich über Bücher und Internet erst mal über ein,zwei Pilze schlau machen die leicht zu erkennen sind und ganz wichtig keine giftigen Doppelgänger haben und dann erst mal die Adresse des nächsten Pilzkundigen raussuchen damit er die Ausbeute erst mal begutachtet.In vielen Orten werden Pilzexkursionen angeboten.Die lohnen sich auf alle Fälle aber auch hier würde ich mich erst mal nur auf ein, zwei Sorten der vorgestellten Pilze konzentrieren. Es ist unmöglich sich 20 verschiedene Arten auf einen Schlag zu merken. Vielleicht triffst du im Wald auch andere Pilzsammler, die sicher gerne mal einen prüfenden Blick in deinen Korb werfen.

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Kommentar von Supermuffi98
10.11.2015, 07:36

Ja in meiner Stadt werden im Rathaus Pilze geprüft, dort wollte ich dann sowieso noch hin

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Kommentar von Silo123
10.11.2015, 08:11

Vielleicht triffst du im Wald auch andere Pilzsammler, die sicher gerne mal einen prüfenden Blick in deinen Korb werfen.

Nur weißt Du dann nicht, ob die die Pilze wirklich kennen, kann leider deshalb gefährlich sein, bzw. Du triffst dann jemanden der Kremplinge zwar sicher erkennt, aber als Speispilz bewertet.

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kauf dir ein oder mehrerwe Pilzbücher, schau dir dort die Pilze sehr genau an und dann zieh los hinein in die Wälder. 

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Hi Leute, ich bin auf der Suche nach guten Workshops zum Thema Pilze sammeln. Hat einer mit der Seite http://www.pilz-guru.com// schon Erfahrungen gemacht? Danke für Vorschläge!

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Es gibt Pilzkurse.

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Kommentar von Supermuffi98
09.11.2015, 19:02

Achne danke für die Hilfreiche Antwort.

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Hallo,

also ich würde an Deiner Stelle einen Pilzkurs besuchen. Die werden sicher auch in deiner Region angeboten. Ansonsten kan man für einen guten, praxisorientierten Pilzkurs auch mal ein Stück fahren.

http://www.naturpark-spessart-erleben.de/aktuelles-pilzf%C3%BChrungen/

Es sollte jemand dabei sein, der dir die Grundlagen vermittelt. Pilze "lernt" man, indem man diese selber sammelt, sie sieht, riecht, schmeckt ... auch die Pilzküche gehört dazu. Du musst den Zusammenhang zwischen Pilzen und Bäumen verstehen/lernen und die Niederschläge berücksichtigen usw.

LG Jürgen

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Hey, wir haben einen super Blogartikel über das Einmaleins des Pilze sammelns geschrieben :) super einfach und amüsant zu lesen - schau auf pretapousser de und dann klick auf Blog. Der Artikel heisst:
Das Einmaleins des Pilze sammelns: 6 Tipps für eine erfolgreiche Nahrungssuche


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Ein gutes Taschenbuch über Pilze kaufen, lesen und zusammen mit einem erfahrenen Sammler auf den Weg in die Natur machen...

Die beste Zeit ist nun aber langsam vorbei.

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Ja, natürlich. Es gibt zahlreiche Bücher über Pilze. Kleiner Tipp vorweg: nicht alle Pilzarten, die laut Buchbeschreibung "bekömmlich" für den Mensch sind, sind auch wirklich lecker!

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Kommentar von Supermuffi98
09.11.2015, 19:03

Kannst du mir ein oder zwei Bücher empfehlen?

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Kommentar von Supermuffi98
09.11.2015, 19:18

Danke dir :)

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Kommentar von Supermuffi98
09.11.2015, 19:39

Es sind laut Amazon sogar 1200 Arten :D

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