Wie lernt man am schnellsten das Klavier zu verstehen und zu lernen?

6 Antworten

Hey :)

Das was du meintets heißt Dreiklang/Dreiklänge.

Also wenn du mit Tonleitern anfangen willst würde ich mich ersteinmal auf die Dur (die mit Kreuzen/die die "fröhlich" klingen) beschrenken. Dabei würde ich mit C-Dur anfangen weil das die Leichteste ist (C-D-E-F-G-A-H-C).

Ich finde das allerdings schwer zu erklären wenn man es schreibt und kein Klavier etc hat um es zu zeigen.

Mein Vorschlag an dich wäre dass du auf YouTube gehst und dir Klavier (Tonleiter-) Tutorials anschaust.

Hast du schon mal über Klavierunterricht nehmen (Musikschule oder Privatlehrer etc) nachgedacht wenn es dir Spaß macht? Die Lehrer können es am besten erklären und außerdem lernst du dort ja nicht nur Tonleiter und Noten lesen sondern auch verschiedene Stücke, egal ob es jetzt Romantik, Barock, Klassik, Pop oder sonst was ist. Ich hab einen Lehrer und ich könnte mir es ehrlichgesagt nicht besser vorstellen. Es macht Spaß, ich übe gerne, man lernt viel mehr auch über Musik generell und man lernt durch Weihnachtsfeiern etc noch andere Leute kennen. Denk mal drüber nach :)

Hoffe ich konnte helfen

LG Thapian

Das geht am besten mit einem guten Lehrer. Und Noten sollte man schon lernen. Für die Theorie empfehlenswert: Frank Sikora, Neue Jazz- Harmonielehre

Am schnellsten lernst du natürlich, wenn du Noten lesen kannst und dir Noten und Akkorde auch selber aufschreiben kannst.

Wenn du rasch Noten lesen lernen willst, musst du dir ganze 2 Wochen  lang 2 mal täglich ca. 15 Minuten einplanen und die Noten und das ganze Notensystem selbst zeichnen. Also wirklich täglich 2 mal über 2 Wochen ohne Pause!! Wenn du ein Wochenende weg bist oder sonst irgendwelche Abwesenheiten hast, verschiebe den Lernanfang, bis du ganz sicher die 2 Wochen täglich üben kannst. Nur dann klappt es richtig!

Mit dem folgenden System (sehen, hören, schreiben, singen, spielen) setzt du alle Sinne ein und erkennst auch schnell, warum etwas geschrieben wird.

Du beginnst konzentriert die Noten selber zeichnen, das ganze Notensystem 2 mal  zu 2 !! verschiedenen Zeiten jeden Tag. Zeitlicher Abstand mindestens 3 Stunden. Mit dem Schreiben, laut mitsprechen und mitspielen werden alle deine Sinne trainiert. Dann wird dir richtig das "Licht" aufgehen und du vergisst dein Leben lang nicht mehr, wo welche Noten stehen.

Erst mit dem Lineal 5 Linien mit einem schmalen Zwischenraum zeichnen, dann grösseren Zwischenraum lassen und nochmal 5 Linien mit schmalen Zwischenraum. Stell dir vor, der grosse Zwischenraum ist eine Fläche, von der jeweils die Stufen nach oben und nach unten gehen. Ganz links zeichnest du in die oberen Linien den Violinschlüssel, in die unteren Linien den Bassschlüssel.

Auf der freien Fläche zwischen den oberen und unteren Linien sitzt das eingestrichene c'. Dieses c wird deshalb immer mit einer Hilfslinie dargestellt. Im oberen und im unteren Liniensystem musst du deshalb einen kleinen zusätzlichen Strich auf dieser Fläche zeichnen. Das ist immer der gleiche c'-Ton genau in der Mitte auf dem Klavier.

Du zeichnest von diesem c' ... eine Note nach der anderen nach oben und schreibst deine Buchstaben ( c, d, e, f...) dazu, laut mitsprechen und sofort auf den Tasten mit der rechten Hand mitspielen. Diese Zeilen und Noten liegen im "Violinschlüssel".

Nun nimmst du wieder dieses gleiche c' auf der grossen Fläche mit der Hilfslinie unten als Ausgangspunkt. Du zeichnest jetzt aber von diesem c' eine Note nach der anderen nach unten in die unteren Linien. Genauso schreibst du die Buchstaben zu den Noten. Weil es nach unten geht, musst du auch die Noten abwärts zeichnen, mitsprechen ... h, a, g, f, e, d, c, h, a, .... und sofort mit der linken Hand mit spielen und laut mitsingen oder sprechen. Jetzt bist du tief im "Bass-Schlüssel". Hier der Link zum Notensystem, das du nun täglich abzeichnest bis du es aus der Erinnerung auch ohne Nachsehen richtig machst.

 https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/f/fc/Klaviatur-wIKI.jpg

Wenn du die Notennamen in den beiden Liniensystemen vergleichst, wirst du Unterschiede in der Schreibweise feststellen. Aber weil du alles selbst gezeichnet und mitgespielt hast, ist dir klar, warum diese Noten in den verschieden Zeilen stehen müssen. Durch den Schlüssel kannst du in Zukunft erkennen, ob es tiefe Noten für die linke Hand oder hohe Noten für die rechte Hand sind. Nach 2 Wochen und 4 x täglich hast du das ganze System über 50 Mal gezeichnet und kannst es jetzt praktisch im Schlaf. :D !

Zum Üben spielst du schliesslich mit beiden Händen im Abstand einer Oktave von ganz unten links bis ganz rechts oben die ganzen Tonleiter und wieder zurück. Erst ganz langsam und korrekt, dann wird der Lauf in beiden Händen mit jedem Üben wie von selbst leichter und schneller.

Und nun geht es weiter mit den 12 Tonarten, jede Woche eine,  zuerst die mit 1 # als Vorzeichen (fis = G-Dur), dann 1 b (F-Dur), danach 2 # ... usw. Wenn du gut mit dem Gehör bist, kannst du das bald in aufsteigenden und absteigenden Folgen einüben. Genauso wie oben zuerst die Notenschlüssel, dann ab dem Grundton in beide Richtungen weiterhin selber schreiben und die Vorzeichen und die neuen Notennamen dazu!! Auch hier gibt es eine gedankliche Hilfe: # ist wie eine Leiter = einen Halbton höher. Bei b an "bumm" denken = einen Halbton hinuntergefallen :D ....

Hier findest du alle Tonarten mit Fingersatz für beide Hände und viele andere Infos zu Noten ... z.B. A-Dur mit 3 # ... 

http://www.8notes.com/piano_scales/a.asp

!! aber erst nach den 2 Basis-Wochen Noten-schreiben mit anderen Tonarten anfangen, dein Hirn braucht diese Zeit zum sicheren Speichern der Grundlagen.

Alles Gute, viel Spaß und  schreib mir mal in ca. 2 Monaten wie es klappt... oder wenn du Fragen hast.

 Liebe Grüsse mary

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