Wie lernen kluge Schüler ......?

11 Antworten

Kinder, die erfolgreicher Lernen, haben in den meisten Fällen eine bessere Beziehung zu dem Thema oder zu dem, der das Thema ermittelt.

Es sind junge Erkenntnisse in der Entwicklungsforschung, aber es ist tatsächlich bestätigt, dass bessere Lernqualität aus besserer Beziehungsqualität erfolgt.

Ein Kind, das zum Beispiel weiß, dass es bei seinen Hausaufgaben immer seine Eltern zur Rate ziehen kann und die Eltern nötigen Falls gemeinsam mit den Kindern die Hausaufgaben machen,das regt den Lernprozess mehr an, als wenn die Kinder unter Zwang und Angst vor Bestrafung die Hausaufgaben machen müssen.

Auch entscheidet die Sinnhaftigkeit (Kohärenz) darüber, das was es da gerade lernt, wie gut ein Kind sich das Gelernte behält. Ist es für das Kind unwichtig und nicht bedeutsam, so wird die Information auch schnell wieder verschwinden. Ist das Kind aber durch einen Impuls angeregt und sieht etwas Interessantes in dem was es lernt, so finden bessere und intensiver Vernetzungen im Gehirn statt.

Man ist also nicht "klüger", nur angeregter zum Lernen....

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Ich muß da teilweise widersprechen.

Ich war in den Fächern besonders gut, wo ich alleine lernen mußte. Ich wußte genau, ich kann meinen Vater fragen in Mathe, aber das wollte ich nicht und war auch schlecht, wenn ich mit ihm geübt hatte.

Man kann ganz einfach Interesse erreichen, indem man sich mit dem Thema befaßt. Ich war z.B. in Geschichte anfangs sehr gut, weil ich entdeckt hatte, der Lehrer immer das macht, was im Buch steht. Also habe ich das vorbereitet und konnte im Unterricht mitmachen. (ich war sonst immer schlecht im Mündlichen gewesen, das war echt ein Erfolgserlebnis).

Leider wurde dem Lehrer das unheimlich, daß ich immer alles wußte, und er fragte, woher ich das denn wisse. Ja, aus dem Schulbuch, antwortete ich. Daraufhin nahm er mich nciht mehr dran. Ab da wurde es immer schwächer mit meinem Geschichtsinteresse. Es wurde ein Viererfach (vom Einserfach).

Merke: Motivation kommt durch Erfolg!

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@Hooks

Es hat wirklich immer etwas mit der Vermittlung zu tun! In deinem Fall war es für dich wirklich sehr förderlich, dass der Lehrer immer das machte, was im Buch stand, da du schnell gemerkt hast, dass du so zu Erfolgserlebnissen kommst. Wäre dein Lehrer ein verstreuter Mann gewesen, der keine Struktur in den Inhalt bringt, wäre dir das vielleicht weniger gelungen... Und dann wäre deine Begeisterung auch gesenkt... und somit deine Aufnahmefähigkeit für das Thema. Jedes Kind hat andere Bedingungen unter denen es am besten Lernen kann, das mit den Eltern war nur ein Beispiel. Jeder ist da total individuell. An den Lehrern liegt es die Umgebung für Kinder zu schaffen in denen sie sich am besten entfalten können, so gelingt auch gutes Lernen!

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Erfolg hat man nicht dadurch, daß man motiviert ist,

sondern man ist motiviert durch Erfolg.

Viele Lehrer übersehen das und meinen, sie müßten die Schüler motivieren (von Erziehern weiß ich, daß sie so gelehrt werden in der Ausbildung).

Nein, sie müssen ihnen Erfolge verschaffen. Dann sind sie von alleine motiviert.

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@Hooks

Das hechten nach dem Erfolg ohne Sinn in dem was man tut zu sehen... das kann schnell müde machen. Und wir haben traurigerweise Zahlen, die Psychologen belegen, dass ihre Patienten immer jünger werden... dass teilweise 12-Jährige unter Burnout leiden, man kann dort einen Zusammenhang sehen...

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@Kassiopeia1995

Stimmt.

Wobei es nicht ausbleiben kann, daß man manche Dinge tun muß, ohne ihren SInn einzusehen.

Wohl dem, der Eltern hat, die dieses Dilemma erkennen, ihn aus der Schule nehmen und zum Selberlernen ermutigen.

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@Hooks

Da bin ich voll bei dir. Da bleibt nur zu hoffen, dass starke Eltern und Lehrer die Kinder unterstützen darin einen Sinn zu sehen in dem was sie tun! Aber manchmal Augen zu und durch ;-) gehört auch dazu.

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Meinst du intillgente oder kluge Schüler? Denn nach der Beschreibung hört es sich eher nach Intelligent an.

Ich bin einer der Typen, der einen Realschulabschluss ohne zu lernen bekommen hat.

Nach meinen Beobachtungen lief das ungefähr so aus:

Interessantes Fach:

1 oder 2. Das meiste Wissen von Unterricht bleibt hängen. Rest wird durch logisches Denken "vermutet", bzw. "educated guess"

Weder noch Fach:

3 oder 4. Teilweise bleibt Wissen von Unterricht für die Arbeit. Danach vergessen. Das fehlende Wissen wird durch logisches denken vermutet

Hassfächer:

5 oder 6. Wissen bleibt nicht stecken, so gut wie jeder Punkt wurde durch logisches Denken geholt.

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Es ist alles keine Lüge, nur eine Frage der Perspektive.

Man muss sich erst mal grundlegende Fragen stellen:

  • Braucht man das Wissen in der Schule?
  • Ist es gut, dass die Menschen einen Abschluss bekommen, obwohl sie es nicht mehr wissen was eigentlich da drin vor kam? (Ist ja auch bei auswendig lerner meistens der Fall).
  • Wer sollte höher im System stecken? Der auswendig lerner mit Fleiß oder der Intelligente mit Logik

Aber nicht zu vergessen: Nicht jeder Intelligente lernt nicht. Auch gibt es Ausnahmen. Beispielsweise habe ich 5 Minuten in der 9. Klasse vor dem Vokabeltest mir das Blatt angeschaut, damit ich die deutschen Wörter wusste oder was das Buch verlangte als Übersetzung ins Deutsche.

Und: Intelligente können sich Sachen schneller merken und auch verstehen, wegen Logik.

Außerdem: Nicht jeder intelligente ist gut in Logik. Es gibt so weit ich weiß 5 verschiedene Typen.

Vielen Dank

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JA. Das ist eigentlich ganz einfach.

Du mußt zunächst herausfinden, wie Du lernst Also daß Du es behältst. Ob durch Sehen (=visuell), durch Lesen, durch Hören (=auditiv), durch Gespräche (=kommunikativ), durch Bewegung (= das kann auch Mitschreiben sein) usw.

http://www.netschool.de/ler/lerzit16.htm

Je mehr Du nach Deinem persönlichen Typ lernst, desto weniger mußt Du pauken, sprich: Wiederholungen durchführen.

Mein Spruch für Grammatik, Mathe, Musik und die Naturwissenschaftn war immer: was ich kapiert habe, brauche ich nciht mehr zu lernen. Das kannst Du ganz einfach erreichen durch Nachfragen. Dafür wird der Lehrer schließlich bezahlt.

https://www.youtube.com/watch?v=A5ulmNa-8yw

Andere Sachen schreibt man sich besser auf (wenn man nicht gerade auditiv lernt, der braucht nicht zu schreiben). Durch das Bewegen der Finger, der Hand und den Ellenbogen werden mehr Gehirnbereiche erreicht, als wenn etwas tippt. Handschriftliches wird also eher behalten als Getipptes oder gar nur Kopiertes. Das kann für reine "Leser"ausreichend sein, aber alle anderen müssen schreiben.

  • Am besten mehrmals, also einmal in der Schule mitschreiben "in Kladde" auf Schmierpapier oder Kollegeblock, und dann zuhause sauber ins Heft oder auf Seiten zum Wegheften.
  • Vor der nächsten Stunde noch mal eben angucken zuhause.
  • Vokabeln auf Karteikarten schreiben, und die dann beim Gehen abarbeiten. Das hilft Schreibern, Lesern und Bewegern.
  • Bilder nicht nur angucken, sondern abmalen (Gehirn macht mit!), für Visuelle in bunt zum besseren Behalten
  • Modelle nachbauen und beschriften (für Beweger, Leser ud Seher); macht auc merh Spaß, man kann sich dann besser hineinversetzen; egal, ob es um Städte geht, um Stadtpläne, Landkarten, historische Schlachten (Aufbau der Heere) oder deren Kostüme, oder sonst Klamotten der alten Zeiten, Aufbau der Zelle, Aufbau einer Sonate, Automotor, Periodensystem, Skelettmann mit Muskeln, Nerven, Organen drin ... denk Dir etwas aus.

Das Stichwort ist Präsenz im Unterricht. Aufpassen, mitmachen, den Stoff somit in Echtzeit verarbeiten. Damit erspart man sich einiges an Arbeit. Dann kommt es noch auf die richtige Fächerkombination an, schon ist der Lernaufwand minimiert.

Es gibt unterschiedliche Lerntypen. Der eine lernt besser, wenn er es hört und muss somit zuhause (fast) nichts machen, der andere muss es selber z.B. durchrechnen, um es zu verstehen. Der muss es eben zuhause nochmal wiederholen.

Ich persöhnlich habe in meiner Schulzeit immer hauptsächlich mithilfe eines Whiteboards bzw Karteikarten gelernt, da ich der Lerntyp bin, dass ich etwas vor mir sehen muss um logische Zusammenhänge herzustellen.

Meistens jedoch lese ich mir das alles erstmal laut durch, schreibe es selbst neu auf, reduziere es auf das wesentliche und schmiere es mir auf das Whiteboard. Dann bearbeite ich mehrere Übungsaufgaben..und zack. Dann hab ichs meistens drauf.

Jeder Schüler ist unterschiedlich. Um herauszufinden, welcher Lerntyp du bist, führ doch einen Lerntyptest durch, davon gibt es viele im Internet.

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