Wie "lenke" ichmein Pferd richtig?

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8 Antworten

Mache Dir folgende Prioritätenliste klar:

  1. Gewichtshilfe
  2. Schenkelhilfe
  3. Kreuzhilfe
  4. Zügelhilfe

Gewichtshilfe:

Pferde brauchen keinen Physikunterricht, um zu wissen, daß man umfällt, wenn der Gesamtschwerpunkt (Tier + Last) außerhalb der Auflagefläche liegt. Darum treten Pferde immer unter das Gewicht. Wenn Du nach rechts reiten möchtest, gehört Dein Gewicht auf den rechten Sitzbeinhöcker.

Wenn Du bisher von Deinem RL gehört hast: " Drehe dich und sieh dorthin, wo Du hinreiten möchtest", dann achte dabei darauf, daß Du nicht in der Hüfte abknickst. dadurch würdest Du den falschen Sitzbeinhöcker belasten.

Das kannst Du ausprobieren, indem Du dich zu Hause (oder wo auch immer) auf einen harten Stuhl setzt und Dich dorthin drehst, wo Du hin möchtest. Nun frage Dich sehr genau, welcher Sitzbeinhöcker ist nun stärker belastet. Meist wird es der falsche sein. Durch die Drehung des Oberkörpers neigt der Mensch dazu in der Hüfte ab zu knicken.

Das kann man beseitigen, indem man "arrogant" in die Richtung schaut, in die man reiten möchte. Das bedeutet, Du schiebst die Schulter, wo es hingehen soll nach oben (und leicht nach vorne) und schaust "arrogant" über die angehobene Schulter. - Probiere das wieder auf einem harten Stuhl - dann wirst Du merken, daß nun der richtige Sitzbeinhöcker belastet ist.

Schenkelhilfe:

Mit der Schenkelhilfe ist eigentlich der Unterschenkel, also die Wade gemeint. Oft wird ja statt Schenkelhilfe nur Hackenhilfe gegeben.

Die Schenkelhilfe muss man erst einmal verstehen, damit sie richtig ausgeführt werden kann. Die Wade ist nur dann unter maximaler Spannung (maximaler Dicke), wenn der Absatz etwas tiefer als der Ballen ist und das Bein leicht nach außen gedreht ist (ca. 30°).

Das kannst Du ausprobieren, indem Du dich mit dem Ballen auf eine Stufe stellst, mit den Fersen leicht absinkst und die Wade anspannst. Das kann man sehr gut mit der Hand fühlen, wann die Wade am festesten ist.

Kreuzhilfe:

Beim Abwenden wird oft die treibende Kreuzhilfe vergessen, weshalb viele Pferde in der Kurve automatisch langsamer werden.

Die Kreuzhilfe ist das "Vor der Bewegung" ; "mit der Bewegung" oder "gegen die Bewegung" des Pferdes sitzen.

Zügelhilfe:

Der äußere Zügel begrenzt die Schulter des Pferdes und führt damit das Pferd um die Kurve. Der äußere Zügel wird dazu ein wenig mehr an den Hals des Pferdes geführt und bleibt in der gleichen Höhe, wie beim Geradeausreiten.

Der innere Zügel dient nur zum Einfordern der Stellung des Pferdes. Der innere Zügel darf dazu leicht angehoben werden.

Niemals ist die äußere Zügelhand höher als die innere.

Viel Spaß beim umsetzen.....

LG Calimero

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Ich wundere mich über manche Antworten hier. Gerade, was die Zügelführung angeht.

Jetzt mal abgesehen von den viel wichtigeren Gewichts- und Schenkelhilfen, aber ich lenke mein Pferd mitnichten mit dem inneren Zügel. Wenn das die Fragestellerin hier nachmacht, dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass das Pferd trotzdem gerade aus weiterläuft. Und meine RL sagt zu dieser Reitere immer sehr abfällig: das Pferd wird nur mit dem inneren Zügel geritten. Und das ist sauschlechte Reiterei.

Ich stelle das Pferd in die Richtung, in die ich will, aber lenken tu ich es mit dem äußeren Zügel. (jetzt mal nur die Zügelhilfen betrachtet). Der äußere Zügel ist der entscheidende Zügel, nicht der innere.

Dazu kann man einen kleinen Test machen, der zudem Spaß macht. Meine RL hat mal in der Reitbahn ein Stangenviereck aufgebaut, ungefähr 10 mal 10 m groß. In diesem Stangenviereck ließ sie ihre Reitschüler - sie gibt nur Einzelunterricht, höchstens zu zweit - hin- und herreiten. Die Pferde durften das Viereck nicht verlassen, und der innere Zügel musste funktionslos durchhängen.

Da konnte man gleich sehen, welches Pferd am inneren Zügel geritten worden war. Dieses Pferd landete überall, nur nicht innerhalb des Vierecks.

Also bitte, immer daran denken: man lenkt - abgesehen von den Gewichts- und Schenkelhilfen - mit dem äußeren Zügel. Den inneren Zügel kann man theoretisch beim Lenken auch abmontieren.


Ich gebe allerdings zu, dass man das nur von guten RL lernt.


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Hallo vielleicht hilft es dir wenn du dir ein paar Videos zu dem Thema ansiehst.. Bildlich gesehen ist es vielleicht leichter zu verstehen. Ich kann dir aber nur raten dich vielleicht mal nach ner anderen Reitschule um zu sehen.. ich weiß das es machen Reitlehrern nicht einfach fällt Dinge richtig zu erklären.. hab das auch schon oft erlebt. Da bekommt man Dinge an den Kopf geworfen und weiß eigentlich garnicht was es bedeutet.
LG

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Kommentar von Urlewas
18.06.2016, 12:18

Das wird das Problem sein - nach einer passenden Reitschule sucht leider man vielerorts in weitem Umkreis vergeblich 😕

Da ist es sicher gut, weitere Medien zu Rate zu ziehen.

Habe schon öfter Unterricht , Grade für Anfänger, beobachtet, wo es immer nur heißt : " setzt dich durch!" - ohne, dass man den bedauernswerten Kindern erklären kann, wie sie das denn machen sollen....

Aber nach dem Motto" wenn nur die Vögel singen würden, die es können, wäre es recht still im Walde...", gäbe es, wie ich fürchte,so gut wie gar keine Reitschulen für Anfänger mehr, wenn alle aufhörten, die nicht wirklich gut lehren können...

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Du kannst mit nem Stuhl Gewichtshilfen üben. Setz dich ganz vorne auf die kante, so dass du beide Gesäßknochen auf der kante spürst.
Dann kannst du abwechselnd den rechten und linken etwas über die kante schieben, so dass er vorne vor dem Stuhl ein bisschen absinkt . Dabei sollte dein Oberkörper aufrecht sein und die Lendenwirbelsäule ein bisschen in Richtung bauchnabel "gezogen"

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mit Schenkel und Gewichts-Verlagerung.

Wenn Du z.B nach rechts möchtest  gibst du mit dem linken Schenkel mehr Druck und verlagerst Dein Gewicht auf den rechten Steigbügel. Zugleich verstärkst Du den den Druck am rechten Zügel ganz leicht...nicht ziehen..nur die Faust mehr schliessen.

Das Selbe Seitenverkehrt, wenn Du nach links möchtest.

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Kommentar von Dahika
18.06.2016, 11:26

du hast den viel wichtigeren äußeren Zügel vergessen. Der lenkt das Pferd (unter anderem)

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zauberwort: äussere begrenzung. wen dir das deine rl nicht erklärt, würde ich mir eine andere suchen...

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Kommentar von Dahika
18.06.2016, 11:27

genau, endlich sagt das mal jemand.

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Kommentar von Viowow
18.06.2016, 16:25

schade nur, das das kaum noch so gelehrt wird😩

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Kommentar von Sophiaschulz14
21.06.2016, 14:22

Ich wechsel eh bald da sie schwanger ist (wahrscheinlich im august). Tritzdem danke :)

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Du lenkst mit den Zügeln und deinen Schenkeldruck. Auf keinen Fall an den Hügel reißen,das tut dem Pferd weh 

Bsp: Wenn du links abbiegen willst,nimmst du den linken zügel auf und drückst dein Pferd mit dem rechten Bein rum

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Kommentar von Dahika
18.06.2016, 12:11

das wäre dan "am inneren Zügel geritten." Ich wette, dass das Pferd dann über die äußere Schulter weiter geradeaus läuft.

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Ziehst du am rechten zűgel ein bisschen läuft es mach rechts wenn du links ziehst nach links

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Kommentar von ThinkPiinkLarii
18.06.2016, 08:13

Ahm hast du ne Ahnung von Pferden ?

so macht man es nämlich nicht ...

Man lenkt das Pferd mit schenkeldruck..

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Kommentar von 123ok456
18.06.2016, 08:16

ja dass auch aber auch mit denk zügeln

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Kommentar von Dahika
18.06.2016, 11:28

Armes Deutschland.

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Kommentar von BarbaraHo
18.06.2016, 15:57

Und ziehen schon gar nicht

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