5 Antworten

Seufz... Ich liebe Verallgemeinerungen...

@Googler: es ist bis heute nicht bewiesen, dass das Ius primae noctis (Recht der ersten Nacht) jemals bestanden hat. Es gibt keinerlei verlässliche Aufzeichnungen darüber und man darf es eher bezweifeln als für wahr halten.

Ansonsten gilt: natürlich hatte der Adel Privilegien. Aber das heißt noch lange nicht, dass er auf seiner Burg in Saus und Braus leben konnte, während alle anderen darbten. Auch hier kommt es ganz gewaltig auf den sozialen Status des Burgherrn und die Bedeutung des Lehens an, das er verwaltete.
Es gab haufenweise verarmte Adlige mit Burgen und befestigten Herrensitzen, die kaum besser lebten als der durchschnittliche Leibeigene.

Wenn es dich interessiert, was man aß und wie die Einrichtung im Mittelalter war schaue dir meine älteren Beiträge zu diesen Themen an. Das kann ich jetzt unmöglich alles wiederholen :-)

Ein Bericht eines aus dem frühen sechzehnten Jahrhundert ist übrigens auch nur bedingt hilfreich, da die Burgen zu dieser zeit nicht mehr viel mit den einfachen Wehrgebäuden des Früh- und Hochmittelalters gemein hatten. Der gibt dir allerdings sicher einen guten Eindruck vom Leben auf Burgen, als das Rittertum faktisch kaum mehr existierte.

Also bitte: wenn ihr solche Fragen beantwortet, gebt nicht das romantisierte Bild des Rittertums aus Holywood wieder. Adliger war nicht gleich Adliger.
Letztlich kann man fast nur den Satz stehen lassen, dass er (in der Regel) besser lebte als die anderen Bewohner seiner Burg oder gar seine Bauern.

Okay, ich war mir sicher es gelesen oder gesehen zu haben ;) 
Ich werde es mir merken, Danke! 

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Er lebte recht üppig, sofern er keine Schulden (Spielschulden, Krieg usw.) hatte und er besaß zahlreiche Privilegien. Da er zur herrschenden Klasse gehörte, leistete er sich Dinge, von denen Untergebene nur träumen konnten: Festgelage, Turniere, Jagd, zahlreiche Frauen, sofern ihm danach gelüstete, schöne Kleider, gutes Essen usw.

Hier kannst du den interessanten und eindrucksvollen Erfahrungsbericht eines Adligen lesen, der das Burgenleben sehr gut kannte:

http://www.zum.de/psm/ma/hutten1518.php

Eine Idylle war das Leben auf einer Burg nie. Das ist es erst seit dem 19. Jh. mit den entsprechenden Möglichkeiten modernen Komforts!

MfG

Arnold


Was genau möchtest du wissen? ^^ 
Ein Adeliger Burgherr hat deutlich mehr Privilegien genossen als ein Bauer, er hatte leibeigene die Für ihn arbeiteten. Viele angestellte die Ihn bekochten während die bauern starben etc. Auch durfte ein Adeliger die Frauen der Bauern entjungfern. 

Gruß :)

Erinnert mich an "Braveheart"

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@ResiMessi

Bitte korrigiert mich sollte ich falsch liegen ^^ 
Hast recht haha hört sich echt so an wie Braveheart 

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Du hast definitiv zu viele romantische Hollywood-Schinken gesehen ;-)

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@Prometheus30

wie kommst du drauf? Ich denke ich habe es in einer Dokumentation aufgeschnappt... Wenn du willst kann ich nochmal nachschauen,

Gruß

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Besser als die anderen in der Burg auf jeden Fall. ^^

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