Wie lebe ich vom Existenzminimum?

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7 Antworten

Hi,

also ich hab während der Ausbildung und während des Studiums weniger Geld gehabt und hab ja auch überlebt ;)

Ich hatte aber wohl auch nicht so hohe Ansprüche. Ich habe 225€ Miete gezahlt für ein 8qm/16qm-Zimmer in einer WG oder im Studentenwohnheim.

Du solltest dir also eine günstigere Unterkunft suchen. Es gibt zig andere Studenten, die mit dem gleichen Geld oder weniger klarkommen. Ich habe 130€ monatlich für Zigaretten ausgegeben und trotzdem hat es gut geklappt. Mehr gibst du ja auch nicht für deine Medikamente aus. Irgendwie frag ich mich schon, warum ich damit keine Probleme hatte. Du scheinst irgendwie unnötig viele Kosten zu haben.

Du kannst noch versuchen den "Zuschuss zu ungedeckten Unterkunftskosten" zu bekommen. Oder einfach ein paar Stunden mal am Wochenende arbeiten. Es reichen ja mal 3-4 Std samstag abends.

Hartz4 hast du zwar kurzfristig mehr, aber du solltest nicht so denken (auch wenn die Situation hart ist), Brichst du jetzt ab, ist die Chance hoch, dass du immer am Existenzminimum lebst. Jetzt ist es eine Phase, die man durchstehen muss bis man einen Job hat und mehr verdient.

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Kommentar von Schneiderlein92
18.02.2016, 07:02

Hallo Fortuna :)
Wie ich schon erklärt habe, wohne ich in einer Stadt die größtenteils von Studenten bewohnt wird, wodurch bei uns die Mieten in 4 Jahren von einer 1 Zimmer Wohnung von eben diesen 250€ auf mindestens 300 bis 350€ gestiegen ist, selbst neugebaute Studentenwohnheime (wo die Mieten ab 400€ pro 20m² anfangen) gestiegen sind. Durch den doppelten Abijahrgang haben wir hier echten Wohnungsmangel. Es gibt einfach keine billigeren Wohnungen und ich bin ja bisher mit dem Spendengeld gut über die Runden gekommen, da ich eben nie einen ausschweifenden Lebensstil hatte. WG kommt nicht mehr in Frage. Minijobs werden auch nur noch an Studenten vergeben. Ich habe auch keine "unnötigen" Kosten. Zuschuss zu ungedeckten Unterkunftskosten gibt es für Schülerbafög nicht :/
Ja es mag ein temporärer Zustand sein, dennoch lebe ich nun schon knapp 6 Jahre von genau diesem Geld und meine Finanzschwierigkeiten wurden eben nun durch meine Gesundheit hervorgerufen...ich suche nach einer Lösung, die nicht bei normalen Leuten greifen kann, da ich eben keinen normalen Zustand habe...

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Was machst du den mit den 250€? Was heißt Fixkosten? Da würde ich erstmal gucken was man da sparen kann und dann wird es bei euch doch sicherlich eine Tafel o.ä. geben wo man auch Hilfe bekommt.

Außerdem kannst du mal bei der Krankenkasse fragen ob eine Befreiung für dich in Frage kommt, dann musst du nicht die gesamten Kosten der Medikamente bezahlen.

Sonst würde ich mal nach Hilfeeinrichtungen in deiner Gegend fragen (vielleicht auch bei deinem Arzt), die Leute können dir dann genau sagen von wem du Hilfe bekommen kannst

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Kommentar von Schneiderlein92
17.02.2016, 15:41

Die 250€ läppern sich durch Rechnungen wie Stromkosten, Internet, Handy u.ä. zusammen. Eine Kürzung der Ausgaben wurde von mir schon auf das Minimalste reduziert...
Nahrung ist nicht das primäre Problem, da ich an Anorexie und chronischer Magen Schleimhautentzündung leide und somit nur 2 bis 3 mal die Woche esse...wiege daher auch bei 1,80m nur 56 kg. Bin aber auch Antialkoholiker, also keine falschen Gedanken :D
Die Kasse zahlt schon den größten Teil, aber auch die Pflichtbeiträge belaufen sich im Schnitt auf 10€ pro Medikament...
Ich war schon überall...ich habe 3 Psychiater, 5 Psychotherapeuthen, eine Psychoklinik mit Sozialdienst, Sozialpädagogischer Dienst, Schulamt, Jobcenter, Arbeitsamt, Sozialdienst an meiner Schule, 2 Familienanwälte und das Rote Kreuz durch. Meine Lage scheint genauso ohne Lösungsansatz zu sein, wie mein unerklärlicher körperlicher Zerfall :D (Galgenhumor ;) )
Man sagte mir auch, dass selbst ein Schuldenberater keine Lösung bringen wird, da ich ja kein "Einkommen" erziele und ein Schuldnerberater nicht mit dem Existenzminimum arbeiten kann, da man da ja schon, wie es das Wort sagt, nur gerade so viel Geld bekommt um die Existenz zu sichern und sich somit kein Spielraum der Finanzen bietet, wo ein Schuldenberater ansetzen könnte. Ich hatte nur die Hoffnung, dass evtl jemand schon einmal in der gleichen Lage war oder jemanden kennt, der es eben aus dieser Zwickmühle geschafft hat...

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Lieber Schneiderlein92,

ich würde auf keinen Fall die Fachoberschule abbrechen, weil diese die Türe in eine gute Ausbildung oder Studium ist. In deinem Fall gehe doch mal zum Bafö-Amt und schildere deine Lage. Vll geben sie dir mehr Geld oder können dich in anderer Hinsicht beraten. Ich habe auf von dem über das Bafög laufenden 0-Zins-Kreit gehört, den man beantragen kann. Den musst u nich sofort und kannst später in Raten urückzahlen. Damit wäre dein Schulden-Problem gelößt. Du solltest wirklich aupassen, dass du keine Schulden meh machst.

Du hast ja auch ein sehr großes Zimmer mit 22m^2, kannst du dir nicht eine WG suchen, in der du dir nen 100er im Monat zumindest sparen kannst ?

Des weiteren kannst du ja auch deinen leiblichen Vater fragen, ob er dir evtl. über die Zei, die du noch in Ausbildung/Schule bist nicht einfach ein bisschen Geld monatlich überweisen kann, dass du ihm natürlich zurückzahlen wirst, sobald du selber Geld verdienst.

Über billi leben: Ich bin selbst Student und musste teilweise auch mit 200€ im Monat auskommen... Was auch schon nocht wirklich viel zum Leben ist. 80€ sind ja defintiv zu wenig. Aber ich kann dir sagen, dass immer selbst Essen machen, v.A. viel mit Nudeln kochen und Kartofeln und son Frischzeugs eben dich auch sehr günsig kommt. Den Rest kannst dir ja sicher erschließen, halt immer das billigste kaufen, Leitungswasser etc ;D

Hoffe, ich konnte ir ein bisschen weiterhelfen. Wünsche dir auf jeden Fall noch viel Glück und Spaß bei deinem Weiteren Sein.

LG, PH

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Kommentar von Schneiderlein92
17.02.2016, 16:14

Hi, danke für die echt netten Worte in dieser rauen Welt. Über den 0 Zins Kredit würde ich mich mal informieren, auch wenn es den bereits bestehenden Schuldenberg nicht schmälern lässt, da ja auch Kredite Schulden sind :D Aber so wäre ich meine bisherigen Gläubiger los.
Ich würde sagen, dass vor allem Umzüge viel Schuld an meiner finanziellen Minuslage beigetragen haben, aber entweder hatte ich kein Glück mit meinem Vermieter oder aber, und hier spreche ich das mit der WG an, ich hatte ernsthafte Schwierigkeiten mit meinen Mitbewohnern, was schon zwei mal vor Gericht ging. Ich denke ich bin kein einfacher Mensch und ich kann im Grunde auch absolut nicht gut mit Menschen auf Dauer :/
Ich hatte meinen leiblichen Vater mit 14 kennengelernt und hatte bis zu meiner "Selbstständigkeit" Kontakt zu ihm, habe aber genau aus den vn dir angesprochenen Gründen den Kontakt wieder abgebrochen. Mein Vater hat keinerlei Vatergefühle für mich und finanzielle Unterstützung wurde vehement versagt. Einzig bleibt mir meine demenzkranke, gehörlose und gehbehinderte Oma, welche zwar viel Geld hat, jedoch nur auf geschlossenen Konten. Und um alles in der Welt möchte ich verhindern, dass ich das Geld erben kann, da sie der einzige Mensch auf der Welt ist, der mich je lieb gehabt hat.
Wegen dem Essen: ich leide an Annorexie und habe Chronische Magen Schleimhautentzündung; ich esse ca 2 bis 3 mal die Woche und wiege 56kg auf 1,80m, die Nahrung ist also nicht der Geldfresser :D Einzig meinen Eistee für 45ct die 1,5l Flasche gönne ich mir schon immer :D

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1. Was sind die anderen 250€ "Fixkosten"???

2. Denk über eine WG nach!

3. Geh mit deinen Papieren zur Sozialberatung - in deiner Frage fehlen eine Menge Angaben.

4. Finde raus, ob du zur Tafel darfst - damit sparst du einiges bei den Lebensmitteln.

5. Überleg dir, ob du nicht einen "anderen" Nebenjob findest - Nachhilfe oder  private Putzstellen sind meist nicht so stressig wie ein Job im Supermarkt oder kellnern.

6. Es gibt eine Zuzahlungsobergrenze bei Medikamenten - normalerweise 2%, bei chronisch Kranken sogar nur 1% des Einkommens. Muss man nur bei der Krankenkasse beantragen...

7. Wer sich zu gut ist für Hartz IV, der muss auch mal die Zähne zusammenbeißen! Deine Schulden hast du selbst gemacht - darüber jetzt zu jammern, ist echt daneben!

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Kommentar von railan
17.02.2016, 15:28

Deine Schulden hast du selbst gemacht - darüber jetzt zu jammern, ist echt daneben!

Sorry, aber so kann nur jemand urteilen, der das Glück hatte, dass ihm das Geld immer üppig gereicht hat.

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Kommentar von Schneiderlein92
17.02.2016, 15:59

1. Die 250€ läppern sich durch Rechnungen wie Stromkosten, Internet, Handy u.ä. zusammen. Eine Kürzung der Ausgaben wurde von mir schon auf das Minimalste reduziert...
2. Ich habe schon in 3 WGs gewohnt...meinen sie mit meinen gesamten psychischen Krankheiten ist ein reibungsloses Zusammenleben mit anderen möglich? Ich habe noch keine WG im Frieden verlassen...
3. Ich war schon überall...ich habe 3 Psychiater, 5 Psychotherapeuthen, eine Psychoklinik mit Sozialdienst, Sozialpädagogischer Dienst, Schulamt, Jobcenter, Arbeitsamt, Sozialdienst an meiner Schule, 2 Familienanwälte und das Rote Kreuz durch.
4. Nahrung ist nicht das primäre Problem, da ich an Anorexie und chronischer Magen Schleimhautentzündung leide und somit nur 2 bis 3 mal die Woche esse...wiege daher auch bei 1,80m nur 56 kg. Bin aber auch Antialkoholiker, also keine falschen Gedanken :D
5. Nachhilfe ist aufgrund meiner Unfähigkeit im Umgang mit Menschen nicht möglich und so etwas wie "Putzstellen" gibt es in meiner Stadt aufgrund der knapp 12.000 Studierenden bei nur 80.000 Einwohnern nicht/nicht mehr. Es sind nur noch Nebenjobs derart verfügbar, die nicht einmal mehr ein Student in einer Stadt, wo die Mieten gen Himmel recken und man Studiengebühren abdrücken muss, annehmen würde....harte Knochenjobs zu Niedrigstlohn...
6.Die Kasse zahlt schon den größten Teil, aber auch die Pflichtbeiträge belaufen sich im Schnitt auf 10€ pro Medikament...
7. Ich bin mir nicht "zu gut" für Hartz4, aber sollte ich diesen Weg beschreiten, habe ich keinen Ausweg mehr aus der Armut. Die Schulden habe ich auch nicht gemacht, weil ich es wollte, sondern weil es die Umstände erforderten. Allerdings kann ich mich meinem Vorkommentierer nur anschließen und muss vermuten, dass sie gutes Geld verdienen und nie in einer Lage waren, wo man den Euro nicht nur 10 mal rumdreht, sondern schon am überlegen ist, ob man sich nicht mal mit nem Hut in die Fußgängerzone stellt...
Ich habe seit ich alleine wohne kein neues Kleidungsstück kaufen können und nähe mir meine zerfetzte/zerfranste und schon teilweise über 10 Jahre alte Kleidung provisorisch selbst zusammen, damit sie nicht auseinander fallen und meine Schuhe trage ich, bis die Sohle sich verabschiedet. Erzählen sie mir also bitte nichts davon, was ich zu jammern habe...

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Sorry mir fällt leider auch nichts ein, außer mal zur Schuldnerberatung zu gehen. Die betreuen doch sicher täglich solche Fälle und kennen sich entsprechend aus.

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Sorry, dann ziehe eben iwohin außerhalb oder in eine WG. Wenn man will kann man sein Leben in den griff bekommen und auch nebenher arbeiten... Aber wenn man es nicht will, hat man zig ausreden...

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Kommentar von Schneiderlein92
17.02.2016, 16:49

Wenn man eine gescheite Antwort geben will kann man vorher die anderen Antworten durchlesen...Aber wenn man nicht will kommt sowas wie dein Text dabei raus...

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