Wie lasse ich mir helfen (Depressionen)?

8 Antworten

Wer zu Depressivität „veranlagt“ ist, wird immer wieder Phasen von Niedergeschlagenheit und Antriebslosigkeit erleben. Entscheidend ist, wie wir damit umgehen. Wir können dem auch vorbeugen, indem wir dafür sorgen, dass die Belastung die Belastungsfähigkeit nicht überschreitet. Andernfalls wird die Situation als äußerst strapaziös erlebt und führt zu körperlichen und psychischen Beeinträchtigungen, wie z.B. zu Migräne, Ängsten, depressiver Stimmung bis hin zu Depressionen oder psychotischen Störungen.

Empfehlungen

• Es ist wichtig, seine Grenzen kennen zu lernen.

• Sinnvolle Freizeitbeschäftigung, Hobbys, Sport, Theater u. Ä. oder freiwillige Arbeit, die nicht als eine zusätzliche Anspannung erfahren wird, können die Belastungsfähigkeit erhöhen.

• Alles, was Freude und Zufriedenheit bereitet, kann das Selbstwertgefühl stärken. Stupide Routine sollte möglichst vermieden und Abwechslung gesucht werden.

• Jeden Abend vor dem Fernseher zu sitzen oder andauernd APPs wie Insta, tiktok oder FB zu benutzen, ist keine entspannende Beschäftigung, sondern Passivität. Man ist zahlreichen Reizen ausgesetzt, ohne selbst aktiv werden zu können. Auch dadurch wird das Selbstwertgefühl auf Dauer vermindert. 

• Vor Personen oder Situationen zu flüchten, vor denen man Angst hat, hat nur für kurze Dauer einen Effekt. Ängste zu umgehen bedeutet, sie zu verstärken. 

• Irrationale und negative Gedanken über sich selbst und andere sollten durch positive, realistische Gedanken ersetzt werden.

• Das Verdrängen von aggressiven Gefühlen gegenüber anderen kann zur Folge haben, dass sich diese Impulse nach innen, gegen die eigene Person richten und die Grundlage für eine depressive Störung bilden. 

• Unerfüllte Wünsche oder anhaltende Unzufriedenheit über eine bestehende Situation fördern ebenfalls depressive Verstimmungen. Äußere Umstände aktiv zu ändern oder zu kontrollieren gibt uns dagegen das Gefühl von Stärke. 

• Eine gute körperliche Kondition vergrößert die Belastbarkeit. Sport, gesunde Ernährung, maßvoller Umgang mit Genussmitteln u. Ä. sind Voraussetzungen hierfür.

Woher ich das weiß:Studium / Ausbildung

Geh zu deinem Hausarzt. Er kann dir besser helfen und dich zu einem Psychologen überweisen.
Und du solltest versuchen mit deiner Mutter zu reden denn meistens brauchen die Psychologen eine Zustimmung der Eltern wenn man unter 15 oder 16 ist(war bei zumindest so)

Sprich noch einmal mit deiner Mutter und bitte sie, dich zum Hausarzt zu begleiten. Du möchtest nicht einen wichtigen Zeitpunkt für eine Behandlung verpassen.

Wenn sie dich nicht ernst nimmt, kannst du mit deinem Vertrauenslehrer Kontakt aufnehmen. Alles Gute.

Ich verstehe Dich und Deine Überlegungen.

Doch sie glaubt einfach nur dass ich faul bin und keine Lust auf Schule habe.

Aber ich kann auch den Standpunkt Deiner Mutter sehr gut nachvollziehen. Sie kennt Dich länger als Du Dich selbst. Glaube ihr bitte auch.
Ein Arzt wird Dir das bescheinigen, was Du ihm erzählst. Schliesslich bekommt er dafür Geld und schadet niemandem, wenn er Dich mit einer Depressionsdiagnose für 14 Tage zuhause lässt. Aber deswegen ist es ja noch lange nicht so. Du bist 14 und das was Du schilderst, kennt jeder 2. in Deinem Alter. Man nennt das auch Pubertät. 'Depression' klingt natürlich erwachsener. Aber ich bin eher im Team Deiner Mutter.

Ich glaube viele machen die Erfahrung, dass die Eltern das als faul sehen und tun das ab mit "das bildest du dir nur ein". Meine Mutter fand meine Klinikaufenthalte nicht toll und wollte meine Schwester auch davon abbringen trotz Panikattacken. Zu sagen, sie kennt sie besser und kann das realistischer einschätzen, finde ich fatal. Jeder Hilferuf sollte ernstgenommen werden

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Hey :)

Als einfachster und bester erster Schritt würde ich dir empfehlen erstmal zu deinen Hausarzt zu gehen (du kannst übrigens ohne Probleme alleine hin - du musst nur deine Versichertenkarte mitnehmen!) und mit ihn darüber zu reden. Er kann dir Möglichkeiten nennen und dir helfen mit der weiteren Behandlung :)

Bis du bei einen Psychotherapeuten landen würdest dauert das leider ne Weile (bei mir z.B. fast 6Monate Wartezeit..), ihr könntet gegebenenfalls auch gucken ob eine Tagesklinik in Betracht kommt oder nicht.

Vielleicht kannst du ja auch nach dem Gespräch mit dem Hausarzt deine Mutter besser mit dazu holen, dann wird sie ja merken das es vielleicht nicht nur Faulheit ist.

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