Wie lange wirkt eine Sucht nach?

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7 Antworten

Ich schätze, das hängt von Dir selbst, bzw. Deiner Persönlichkeit ab: Dann, wenn Du es schaffst, Dich selbst o.k. zu finden und Selbstvertrauen zu haben.

Vielleicht hilft es Dir, wenn Du anfängst, etwas zu tun/zu schaffen, auf das Du stolz sein kannst: Z. B. Sport (manche Ex-Abhängigen sind gute Läufer geworden), ein Hobby, eine Arbeit, irgendetwas, was Dich interessiert, Dir Freude machen könnte und das nicht ganz einfach ist.

Nur wer sich selbst mag, kann Andere und das Leben lieben...

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Kommentar von snoopy2708
21.08.2012, 01:10

Das sind so Dinge die weis ich, doch es ist so wichtig sie zu tun, oder eben einfach nochmal, wie hier, gesagt zu bekommen. danke

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Erst mal Glückwunsch zu Deiner Entscheidung.

Und dann der unangenehme Teil^^:

Sucht hört niemals auf. Aber Du kannst lernen mit Deiner Krankheit zu leben - absolute Abstinenz vorausgesetzt.

Nun, den körperlichen Entzug hast Du also hinter Dir. Übrigens erstaunlich daß Du so lange durchgehalten hast. Ich selbst bin einst - 3-4 Wochen nach meinem kalten Entzug - wegen der psychischen Auswirkungen regelrecht in die nächste Suchtklinik geflüchtet :) Mein Bedarf an Angstattacken, Herzrhythmusstörungen, Wahnvorstellungen und Gleichgewichtsproblemen war recht schnell mehr als gedeckt.

Also, Du ahnst es bestimmt bereits. Zu einer zufriedenen Abstinenz gehört nämlich nicht nur der körperliche Entzug. Sondern auch die psychische Entwöhnung.

Das ist mal richtig schön harte Arbeit an sich selber, und sollte auf einer stationären Langzeittherapie (16 Wochen) in einer Suchtklinik erfolgen. Aber wenn ich das geschafft habe, dann bekommst Du das doch wohl auch gebacken, oder?

Hier mal ein Link zum Einstieg:

http://www.caritas.de/hilfeundberatung/ratgeber/sucht/rausausdersucht/dasnetzzumausstiegausdersucht

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Kommentar von snoopy2708
21.08.2012, 01:22

Dankeschön. Ja, ich bekomme das auch hin. Ich glaube da wirklich dran. In 3 Monaten habe ich einen Platz in einer Tagesklinik und bis dahin habe ich noch meine SHG und meinen Therapeuten. Meinen Entzug habe ich auch in einer Klinik hinter mich gebracht, aber körperlich war ich einfach geschwächt, sonst war da nichts schlimmes bei. Meine Psyche, meine Seele hat da mehr mit zu kämpfen. Ich wohne seit 5 Monaten jetzt auch in einer anderen Stadt, was für mich der härteste Schritt war und immer noch ist. Ich vermisse mein altes Leben so, als wäre es der Himmel auf Erden gewesen. Jetzt bin ich hier kenne kaum jemanden, habe materiell alles was ich brauche, doch bin allein und keiner kann mir sagen ob meine Bilder, oder meine Kunst gut ist, doch ich bin von ihr überzeugt, aber reicht das denn..... naja, ich schweife ab.

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Dann bist du auf dem richtigen Weg. Es kann sehr lange dauern wenn man in so jungen Jahren zu viel Alkohol gegriffen hat und in kleinen Schritten voran gehen aber es geht voran. Irgendwann macht es klick, oder du merkst den Übergang gar nicht richtig und wunderst dich eines Tages warum es dir gut geht. Halte durch.

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Eine Sucht begleitet dich dein Leben lang. Auch wenn du jetzt trocken bist wirst du immer süchtig bleiben. Wann du wieder "normal" bist kann ich dir nicht sagen, aber es wird sicherlich länger dauern als bei einemMenschen der seine Probleme vorher nicht mit Alkohol bekämpft hat. Machst du eine Therapie? Warum hast du getrunken?

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Kommentar von snoopy2708
21.08.2012, 01:03

Ich habe mit Ende 14 angefangen zu trinken. In hatte immer mehr Angst in die Schule zu gehen ( damals wusste ich noch nicht das ich Borderlinerin bin und eine sozial Phobie entwickelt habe). Meine Angst vor diesen Menschen wurde immer größer, so baute ich mir eine zweite Welt in einer Studentenkneipe auf. Dort war ich anerkannt, konnte mich über die Themen unterhalten, die mich wirklich interessierten, ich wurde gesehen und gemocht. Meine Eltern bekamen davon wenig mit, da ich selten zu Hause war, meistens bei irgendwelchen Männern übernachtet habe. Ja der Alkohol hat zu diesen nächtlichen Philosophiegesprächen einfach dazu gehört. Ich war auch sehr stark und sehr selbstsicher, konnte alles schaffen, morgen war egal, hauptsache das Jetzt war lebendig und echt. Das genaue Gegenteil vom Heute, obwohl das Gefühl langsam kommt aus dem Dreck aufzutauchen. Therapien habe ich schon drei längere stationäre hinter mir. ambulante habe ich immer mal. Regelmäßig gehe ich zu meiner Selbsthilfegruppe. Ich glaube das was mich wirklich noch mehr als jede Droge kaputt machen könnte, ist die Einsamkeit. Jeden Tag stolper ich mehr aus ihr heraus und das tut weh und doch so gut.

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tja - wahrscheinlich wenn du weisst, wo du hin willst... also was du beruflich machen willst (schule etc.), welche interessen du hast, wie dein alltag aussehen sollst, wofür du dich interessierst, also mit welchen gruppen du zu tun hast.

ich denke mal, wenn du süchtig warst, dann wird das alles wohl keine große rolle mehr gespielt haben, oder? außerdem hattest du bestimmt probleme, aufgrund derer du überhaupt süchtig geworden bist, also hattest du sicher schon angst.

kannste bestimmt mit nem guten therapeuten, der dir sympathisch ist und der nicht zu viel mist labert, herausfinden!

wenn du weisst, wer du bist und was du kannst, dann hast du auch keine angst mehr

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Kommentar von snoopy2708
20.08.2012, 19:32

"wenn du weisst, wer du bist und was du kannst, dann hast du auch keine angst mehr" Da hast du schon recht. Die Sucht hat sich aus meiner Persönlichkeitsstörung entwickelt und da ist es schwierig für mich, auch nur für kurze Zeit, einen klaren Blick auf mich selbst zu haben und wirklich zu wissen wer ich denn nun bin. Können kann ich wirklich tolle Dinge, dass weis ich, aber das reicht nicht aus, um stabiler zu werden. Ich meinte auch sowas wie es beim Rauchen gibt: das sich nach 7 Jahren die Lunge wieder ganz davon erholt hat. Vielleicht gibt es sowas auch für die Psyche der Alkoholiker

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vielleicht solltest du eine Therapie besuchen? oder Selbsthilfegruppen?

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Kommentar von snoopy2708
20.08.2012, 19:17

Mache ich beides schon, dass hilft auch, aber es reicht mir nicht, weil ich im Alltag noch so gehemmt bin und doch soviele Träume habe.

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Kommentar von snoopy2708
20.08.2012, 19:17

Mache ich beides schon, dass hilft auch, aber es reicht mir nicht, weil ich im Alltag noch so gehemmt bin und doch soviele Träume habe.

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Kommentar von snoopy2708
20.08.2012, 19:17

Mache ich beides schon, dass hilft auch, aber es reicht mir nicht, weil ich im Alltag noch so gehemmt bin und doch soviele Träume habe.

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Berede das bitte mit deinem Arzt.

Eine Abstinenz hört nie wirklich auf!

Sucht ist ein veraltetes Wort, welches sei Jahren nicht mehr in der Medizin benutzt wird!

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